Volksschule plant psychologische Aufarbeitung

29. Mai 2012, 10:36
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In den kommenden Tagen werden vermehrt Psychologen anwesend sein - Begräbnis des Buben heute Nachmittag

An der Volksschule in St. Pölten-Wagram hat am Dienstag die Planung für die Aufarbeitung der Geschehnisse vom Freitag begonnen, als ein achtjähriger Bub von seinem Vater in den Kopf geschossen wurde - und am Sonntag seinen Verletzungen erlag. Eine Mitarbeiterin des schulpsychologischen Dienstes des Landesschulrates NÖ führte darüber Gespräche mit dem Lehrpersonal. Unterricht ist nach dem Pfingstwochenende erst wieder am Mittwoch.

Was die Planung betreffe, gehe es u.a. um die Frage, wie viele Fachleute notwendig sein werden bzw. welche Unterstützung die Lehrer an der achtklassigen Volksschule selbst bräuchten, sagte Andrea Richter, Leiterin des schulpsychologischen Dienstes beim Landesschulrat. Die Kinder sollten jedenfalls mit den ihnen bekannten Pädagogen reden oder zeichnen, außerdem müsse man ihnen "Struktur geben". Obwohl der Unterricht natürlich "zurückgefahren" werde, solle die Schule "weiterlaufen wie immer". Prüfungen würden freilich "für eine Zeit lang" abgesagt.

Ebenfalls geplant werde eine Verabschiedung des Mitschülers an der Schule selbst, sagte Richter weiter. Es soll ein Gedenken abgehalten werden. An der Volksschule in St. Pölten-Wagram werden in den kommenden Tagen jedenfalls vermehrt Psychologen anwesend sein.

Heute wird der Bub begraben

Dies deshalb, "um gleich vor Ort zu sein", falls Gespräche von Eltern oder Kindern gewünscht werden. Das Begräbnis des achtjährigen Buben findet noch heute, Dienstag, statt. Das Kind werde am Nachmittag auf dem Friedhof des Stadtteils St. Georgen am Steinfelde beigesetzt, war zu erfahren. Für Medienvertreter werde es auf Wunsch der Familie keinen Zutritt geben.

Die Trauerfeierlichkeiten sollten nicht gestört werden, hieß es weiter. Daher bestehe auch der ausdrückliche Wunsch der Familie des Buben, dass keine Versuche unternommen werden, Interviews zu führen. "Das sollte so respektiert werden." Daher werde beim Eingang zum Friedhof "für Medienvertreter Schluss" sein. (APA, 29.5.2012)

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