Was da kommen mag

29. Mai 2012, 10:11
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Mit der "Banale", dem Konzept einer offenen Ausstellung, beleben Studenten der Grazer TU auch heuer wieder die Architekturtage mit Überraschungen

Graz - Was kommt, das ist. Was das sein wird, weiß man vorher nicht genau. Das Ausstellungskonzept der sogenannten Banale, die Studenten der Grazer TU - seit ihrer Wiederbelebung nach einer langjährigen Pause - nun wieder alle zwei Jahre während der Architekturtage veranstalten, ist so banal wie erfolgreich. Jeder kann ausstellen, was er oder sie bringt, ob es nun Architekturmodelle oder Kunstprojekte bzw. Kunstwerke jedweder Art sind. Obwohl oder gerade weil man auf ein Auswahlverfahren als Hemmschwelle verzichtete, kamen so etwa 2010 über 40 spannende Exponate von etwa drei Generationen, von Anfängern und Profis, zusammen.

Heuer findet die Schau erstmals nicht in den Zeichensälen im Stammhaus, der Alten Technik in der Rechbauerstraße statt, sondern in den Architekturzeichensälen in der Schlögelgasse, wenige Gehminuten entfernt. Unter anderem aus dem pragmatischen Grund, dass man dort lange und ausgiebig feiern darf.

Neu ist aber auch ein thematischer Rahmen, den die Veranstalter für heuer abgesteckt haben. Der Untertitel "Digitale - Leben zwischen 1 und 0" fordert dazu auf, verstärkt Beiträge aus den virtuellen Räumen, die von uns bewohnt werden, zu erörtern. "Wir wollten damit einfach etwas konkreter werden", erklärt eine der Organisatorinnen.

Die Ausstellungsräume selbst sind ausgelegt wie eine typische Altbauwohnung, was wiederum das zentrale Thema des Wohnens ("anders als gewohnt") der Architekturtage 2012 aufnimmt.

Studenten aus rund einem Dutzend Zeichensälen aus Graz und auch Wien arbeiten zusammen an der Banale. Morgen, Mittwoch, ist die offizielle Vernissage. Trotzdem kann man bis Freitag laufend Beiträge in die Zeichensäle bringen - solange man dort noch einen Platz findet.

Am 2. Juni wird mit Musik von Crystal Soda Cream und Schmidt International dann Finissage gefeiert. Danach kann man seine Objekte wieder mitnehmen.  (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, 29. Mai 2012)

Banale, Schlögelgasse 9; Vernissage 30. 5., 19.00. Finissage 2.6., 20.00.

  • Noch wird aufgebaut, bis Freitag ausgebaut, am Samstag gefeiert, dann abgebaut: eine Schau als Prozess.
    foto: banale

    Noch wird aufgebaut, bis Freitag ausgebaut, am Samstag gefeiert, dann abgebaut: eine Schau als Prozess.

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