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Madrid - Der Mutterkonzern der maroden spanischen Sparkasse Bankia, BFA, hat seine Unternehmensergebnisse für 2011 korrigiert und weist nun einen Milliardenverlust aus. Statt eines Gewinns von 41 Millionen Euro stehe nun ein Minus von 3,3 Milliarden Euro in den Büchern, hieß es am Montagabend in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht. Die neuen Zahlen spiegelten eine Überprüfung der Kredit-Portfolios und der Kapitalbedürfnisse wider. Bankia hatte am Freitag einen Finanzierungsbedarf von zusätzlich 19 Milliarden Euro angemeldet. Dem nicht genug: Eine weitere Notfusion spanischer Sparkassen soll ebenfalls anstehen.
Am Dienstagvormittag wurde bekannt, dass Spanien das angeschlagene Finanzinstitut Bankia offenbar mit Hilfe neuer Schulden rekapitalisieren will. Die Hilfen für die marode Sparkasse würden in mehreren Tranchen ausgezahlt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Dafür werde der Banken-Restrukturierungsfonds FROB oder das Budget des Finanzministeriums angezapft.
Es sei eher unwahrscheinlich, dass der Staat direkt Anleihen für Bankia aufnehmen werde. Zugleich hieß es, dass Spanien unter Umständen bereit sei, Schulden für die einzelnen autonomen Regionen zu machen. Dafür müssten aber die Regionen unter strikte Budgetkontrolle gestellt werden. Entsprechende Vorschläge würden am Freitag präsentiert.
Fusion von Sparkassen
Die nicht an der Börse notierte Sparkasse Liberbank und ihre Rivalen Ibercaja und Caja 3 informierten die Aufsichtsbehörden darüber, dass die Verwaltungsräte der drei Institute ihren Zusammenschluss noch am Dienstag beschließen wollten. Eine mit dem Vorgang vertraute Person sagte, die Gespräche befänden sich in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Entstehen würde eines der größten Institute des Landes, dass Vermögenswerte von mehr als 115 Mrd. Euro verwaltet. Ziel ist es, die Kapitalbasis zu stärken.
Österreichs Banken nur indirekt betroffen
Die österreichische Wirtschaft ist von der Bankenkrise in Spanien nur indirekt betroffen. Die heimischen Banken hielten "nicht im großen Ausmaß" spanische Staatsanleihen und der Außenhandel sei nicht so eng verflochten wie etwa mit Italien, sagte die Finanzmarkt-Expertin des Instituts für Höhere Studien (IHS), Ines Fortin. Trotzdem könnten die spanischen Probleme über Handelspartner nach Österreich schwappen.
An den Finanzmärkten passiere sehr viel über Erwartungen, erklärte Fortin die Börsenpsychologie. Sie bejahte einen Zusammenhang zwischen Griechenland und Spanien. Das fehlende Vertrauen wirke sich derzeit auf die spanische Wirtschaft aus, so Fortin. Ob Spaniens Gelder für die Bankenrettung ausreichen, ist für die IHS-Expertin schwer zu sagen. Das Verhalten der Anleger an den Finanzmärkten sei entscheidend, ob Spanien auf die EU-Hilfe verzichten kann. Vergangenen Freitag wurde bekannt, dass der Staat der Großbank Bankia mit mehr als 23 Milliarden. Euro aushelfen muss.
"Das Wichtigste ist Vertrauen", sagte Fortin. Bei allen Krisen komme der Zeitpunkt, an dem wieder an ein Wirtschaftswachstum geglaubt wird - "dann dreht die Stimmung", sagte Fortin. Für den Umschwung seien aber politische Maßnahmen auf Budgetseite durch Sparen und Stimulieren notwendig.
Einzelhandel in Bedrängnis
Spanien ist in den vergangenen Wochen zunehmend in den Sog der europäischen Schuldenkrise geraten. So sind die Umsätze im Einzelhandel im April um 9,8 Prozent eingebrochen, verglichen mit dem Vorjahresmonat. Das sind um sechs Prozentpunkte mehr als im März. Die Daten vom Nationalen Institut für Statistik zeigen seit 22 Monaten fallende Einzelhandelsverkäufe. Der Einbruch im April ist der größte seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2003. (APA/Reuters, 29.5.2012)
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Jedes wirtschaftlich geführte Unternehmen hat für seine Fehlentscheidungen gerade zu stehen und kann nicht einfach vom Staat verlangen die Gläubiger zu befriedigen. Wenn sie selbst Gläubiger sind führt das zwangsläufig zum Konkurs und die Masse wird verwaltet. Schwierig wird es dann wenn plötzlich die Banken ihre mit Immobilienkrediten veranlagten Außenstände mit einer Quote von 20% oder wie auch immer abdecken soll. Das funktioniert so gesehen nicht. Aber das ist auch nicht der Grund der Krise. Banken verlangen Zinsen für Kapital welches nur mehr Buchwert hat, davon leben sie. Um Ihre tatsächlichen Kosten für Ihr Unternehmen wie horrende Gehälter, Fehlspekulationen und Bankpaläste abdecken zu können benötigen sie Bares vom Volk der EU,...
Interessant wirds erst dann, wenn Leute Panik bekommen und den erwarteten Bankenrun starten in Spanien und Italien. (In Griechenland findet er eh schon statt, nur will niemand darueber berichten). Europa wird aller Wahrscheinlichkeit nach scheitern, Waehrungen die noch Wert behalten sind USD, CHF und JPY.
dass bei so einer inhaltlich unerfreulichen meldung auch noch die ortografie der apa-lehrlinge zusätzliche schmerzen verursacht? siehe: „Entstehen würde eines der größten Institute des Landes, dass Vermögenswerte von mehr als 115 Mrd. Euro verwaltet.“
haben die eine app die grundsätzlich korrekte dass & das schreibung verhindert oder können die das wirklich nicht mehr? auf jeden fall tut es weh.
Warum begreift denn hier keiner, dass es sich hier nicht um Fehlspekulationen oder gar Bereicherung der "bösen" Vorstände handelt.
Es fallen einfach nur eine Vielzahl an Immobilienkrediten aus. Das Blöde daran, dass die Sicherung des Kredites mit einer stetig an wert verlierenden Immobilie passiert ist.
Der Schuldner geht insolvent - die Bank bekommt eine Immobilie, die sie nicht will und der Wertverlust (nach Kosten, etc.) ist ein Verlust. Die Summe aller Verluste ergibt diese hohe Zahl.
Wir haben ein modernes Insolvenzrecht - d.h. wir bzw. die Bank verzichtet darauf, den Menschen solange zu versklaven, bis er den Kredit getiligt hat. Die Schuld wir ihm einfach erlassen - die Bank hat den Verlust.
That's it.
Ja, weil ein Haufen privater Bürger "über ihre Verhältnisse gelebt haben" bzw. darauf gezockt haben, dass ihre Immos schon mehr Wert werden und sie den Kredit dann nicht ganz zurückzahlen müssen.
Da haben mehr oder weniger die Bürger gezockt - aber das liest man ja sowieso nirgendswo.
…Finanzdirektor Aurelio Izquierdo:
http://tinyurl.com/7n2gu8x
Also wird der spanische Staat, oder Deutschland - also die Steuerzahler - Bankia MIT NOCH MEHR SCHULDEN "retten", diese Schulden werden dann bei der EZB als wertlose Repos verpfändet, was den WERT der GEMEINsamen Währung weiter verwässert (die im Augenblick beinahe schon zu 100% alleine v.Deutschland getragen wird) usw.
Derart schaffen es also die üblichen Illusionisten, dem Steuerzahler einzureden, daß die spanischen Zombies (die mit den 14 Mill Abfindungen) sowieso alles unter Kontrolle haben.
Ein perfektes Perpetuum Mobile.
Natürlich gibt es auch die üblichen Beteuerungen, daß "kein Groschen an Steuergeldern f.Boni etc. verwendet wurde".
Das beruhigt zusätzlich.
Sehr.
…Damit hat Spanien zumindest erreicht, nicht die größte Bananenrepublik aller Zeiten zu sein. Diesen Platz halten die durch die FI zwangssozialisierten Vereinigten Staaten von Amerika mit der unnachahmlichen Heldentat ihres Promise-Regimes, Merrill Lynch zu gestatten $3,6 Mrd an geheimen Boni auszuzahlen, kurz bevor die von der BoA gebailoutet wurden, die dann klarer Weise auch gebailoutet werden mußte:
http://money.cnn.com/2009/02/1... /index.htm
Über die lächerlichen Millionenboni aller anderen "kleinen" Fische, wie Stan O'Neill, Sallie Krawcheck, Angelo Mozilo od. Chuck Prince erübrigt es sich eigentlich weiter Gedanken zu machen und Worte hier zu verschwenden.
Das läuft unter "Change" od. "New Normal".
Was wieder mal zeigt, wie unfähig diese Buchmacher und Finanzler sind.
Diese Finanzler können nichtmal einfache Additionen in Tabellen vorzeichenrichtig ausführen und verrechnen sich um gewaltige Beträge. Das ist in der Tat beachtliches Versagen jener Personen.
Bankia ist ein Konglomerat von vier Hausbanken bzw. -sparkassen der PP. Rato, Acebes & Co. sind keine politisch unbeschriebenen Blätter.
Und Rajoy stammelt nur noch zum ganzen Chaos. Ja, das ist die staatsmännische Führung, die dieser korrupte Haufen der Bevölkerung vorgegaukelt hat, und die Hälfte hat es denen auch abgenommen.
Entwicklung der realen und saisonbereinigten Umsätze im spanischen Einzelhandel:
http://is.gd/TEQogj
Der ökonomische Putsch funktioniert perfekt. Und wenn's Land zur Übernahme bereit ist dann können die multinationalen Konzerne das Tafelsilber zu einem Betel erwerben.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich kann Sie beruhigen bzw. in Ihrem Falle vermutlich enttäuschen - die Kohle liegt nicht bei irgendwelchen bösen Managern.
Kredite wurden einfach neu bewertet - private Haushalte haben sich verspekuliert und sind insolvent geworden und da wir ein modernes Insolvenzrecht haben und die Schuldner nicht in Ketten zu Zwangsarbeit verpflichtet werden, werden ihnen die Schulden gestrichen - was sich in Verlusten bei der kreditgegebenden Bank geäußert hat.
Das Geld hat kein anderer - es kommt nur nicht mehr zurück.
... dass sehr viele private Haushalte mit Krediten "spekuliert" haben - sondern die meisten werden halt Immobilien gekauft haben, die man ihnen mit günstigen Bewertungen schmackhaft gemacht hat.
Somit steht den Krediten ja auch was gegenüber - nämlich der Kaufpreis, den ja auch wer in "echtem" Geld kassiert hat. Dass die Banken jetzt auf viel zu hoch bewerteten Immobilien sitzen ist Teil des Spiels ...
Wer sich eine Immobilie kauft und dazu einen Kredit aufnimmt, zeitgleich - wie jeder andere - hofft, dass die Immo sowieso viel mehr wert sein wird und es dann auch nicht schlimm ist, wenn ich den Kredit nicht tilgen kann ist ein ZOCKER.
Dem Kredit steht nur eine Verbindlichkeit gegenüber - das ist Geldschöpfung. Jedoch ist der Kredit nicht abgesichert bzw. nur durch eine Blase.
in dem zusammenhang wäre interessant, mit welchen ausländischen banken die spanischen am meisten verbandelt sind. ich fürchte die französischen, und die sind championsleague. griechische banken sind landesliga, österreichische bundesliga, spanische euroleague, französische championsleague. wenn man sich vorstellt, udn wenn es die mal erwischt dann hilft auch kein esm mehr.
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