Chile: Halbe Million Menschen probte für Erdbeben und Tsunami

29. Mai 2012, 07:13
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520 Menschen waren 2010 bei einer Katastrophe dieser Art getötet worden

Valparaiso - Mehr als eine halbe Million Menschen haben in Chile an einer Übung für den Katastrophenfall eines Erdbebens und eines nachfolgenden Tsunamis teilgenommen. Die Massen-Simulation in der Küstenregion Valparaiso verlief am Montag reibungslos. Um 10.43 Uhr (Ortszeit, 16.43 Uhr MESZ) läuteten die Sirenen in 15 Ortschaften an der Küste sowie fünf weiteren im Hinterland. Gemäß den Anordnungen der Behörden gingen die meisten der 600.000 Einwohner der Region daraufhin zügig durch einen von 493 Fluchtkorridoren zu einem der 277 Treffpunkte. An der Küste befanden sich diese Treffepunkte mindestens 30 Meter über dem Meeresspiegel.

In Kindergärten und Schulen nahmen Feuerwehr und Polizei an den Evakuierungen teil. Das Szenario ging von einem Erdbeben der Stärke 8,7 aus. Nach 20 Minuten war die Übung beendet, die Innenminister Rodrigo Hinzpeter als erfolgreich bewertete.

520 Menschen starben bei Beben mit Tsunami

Am 27. Februar 2010 hatten ein Beben und ein Tsunami das Zentrum und den Süden Chiles getroffen. Dabei wurden mehr als 520 Menschen getötet.

Chile wurde in der Vergangenheit immer wieder von starken Erdbeben erschüttert. Das südamerikanische Land liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umgibt und fast die gesamte Pazifische Platte umschließt, stoßen gleich mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Diese sind ständig in Bewegung, weshalb Erdstöße keine Seltenheit sind. (APA, 29.5.2012)

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    Schüler in Valparaiso üben, was im Ernstfall eines Erdbebens zu tun ist.

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