Golden Retriever

Einserkastl28. Mai 2012, 18:04
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Fiona Grassers Sorgen und dem Rothschild sein Geld, könnte man mit einem Lozelach sagen

Fiona und Karl Heinz verlassen ihr soeben erst fertiggestelltes 11-Millionen-Penthouse nicht deshalb, weil Karl-Heinz im Moment ein wenig klamm ist, sondern weil die Wiener Innenstadt für die 4 (in Worten: vier) Golden Retriever (ursprünglich Apportierhunde) doch nicht das Richtige ist. Sagt Fiona im Interview mit dem KHG-Hausblatt Österreich.

Ihre Sorgen und dem Rothschild sein Geld, könnte man mit einem alten Lozelach sagen. Tatsächlich ist der nahegelegene Burggarten doch etwas zu mickrig für vier große Hunde, und die Sackerl/Gackerl-Schilder lassen sich auch nicht so einfach ignorieren. Ob sich die Frage der Hundeverträglichkeit des in Fiona-Barock eingerichteten Luxusheims nicht schon vor dem Ausbau gestellt hat, wäre vielleicht auch ein Thema. Oder eigentlich nicht.

Wie sich das Ehepaar Grasser seine Glamourwelt einrichtet, lesen wir natürlich alle gerne, aber wirklich relevant ist nun einmal nur, ob Ex-Finanzminister Grasser in Millionenhöhe Steuer hinterzogen, bzw. bei etlichen Bundesdeals kriminell mitgeschnitten hat. Und ob man ihm das nachweisen kann.

Wenn nämlich nicht, so ist zu vernehmen, könnte sich Frank Stronach vorstellen, Grasser als Spitzenmann für seine politischen Ambitionen zu engagieren. Grasser war bei Stronach ja schon einmal angestellt und versuchte später als Finanzminister, ihm die Voest zuzuschanzen. KHG als Golden Retriever für Stronach, das hat der Republik noch gefehlt. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 29.5.2012)

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