Eurokrise: Lagarde und Fekter, zwei Frauen reden mit Athen Tacheles

Blog |
  • Artikelbild
    foto: reuters/roge

Die Griechen werden vermutlich noch sehr lange im Euroraum bleiben

Der griechische Ex-Finanzminister Evangelos Venizelos zeigt sich empört. Mit ihrer Kritik an der fehlenden Steuermoral in seinem Land habe Christine Lagarde "die Griechen beleidigt". Sie möge doch "überprüfen und überdenken, was sie sagen wollte", forderte er die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf. Das ist geradezu putzig. Ein Trickser aus Athen sagt der angesehenen IWF-Chefin in Washington, die Hilfskredite in zweifacher Milliardenhöhe an die Griechen verantwortet, wo's langgeht. Unterstellt, dass sie nicht weiß, was sie spricht.

Man könnte zum Verständnis Venizelos' mildernd anführen, dass er als Pasok-Chef im laufenden Wahlkampf steht und ums nackte politische Überleben kämpft. Seine Partei hat am 6. Mai fast 120 von 160 Mandaten verloren. Aber man muss auch wissen: Der von der Gewerkschaft gestützte Venizelos kann taxfrei als einer der Hauptverantwortlichen des griechischen Euro-Desasters angesehen werden.

In zwei Jahrzehnten einer unseligen Zwei-Parteien-Herrschaft (von Pasok und der konservativen ND seines heutigen Gegenspielers Antonis Samaras) hat er selber nicht weniger als acht Ministerämter bekleidet. Venizelos war es, der vor einem Jahr den Sturz von Giorgos Papandreou als SP-Chef und dann als Premier eingeleitet hat - weil er selber Premierminister werden wollte. Er war es, der Sanierungsvereinbarungen mit IWF und der EU seit einem Jahr in unschöner Regelmäßigkeit nicht eingehalten und sich deshalb im Ecofin schon im Oktober 2011 in Luxemburg böse Wortgefechte mit Deutschlands Wolfgang Schäuble und Österreichs Maria Fekter geliefert hat. Er hat offenbar Probleme vor allem mit jenen, die ihm Milliarden anvertrauen.

Was hat Lagarde also Böses gemacht? Sie hat der griechischen Bevölkerung in einem Interview mit dem britischen Guardian mit harten Worten, ohne diplomatische Verklausulierung gesagt, worum es jetzt geht: Um die schiere Existenz des Landes. "Helft Euch selbst und zahlt endlich Steuern", wurde die IWF-Chefin zitiert.

Sie habe mehr Mitleid mit Kindern in Niger, die keinerlei Chance auf Schulbildung hätten, als mit jenen in Griechenland, deren Eltern schlicht ihre Verantwortung nicht wahrnähmen. Die Griechen sollten sich aber keinerlei Illusionen machen: Weitere Hilfsmilliarden der internationalen Staatengemeinschaft werde es nur geben, wenn das Land sich an Vereinbarungen halte; es werde "keine Sonderbehandlung für Griechenland" geben, so Lagarde.

Deutlicher geht es kaum. Ihr Auftritt erinnert an das, was die österreichische Finanzministerin Maria Fekter vor zehn Tagen am Rande des EU-Finanzministerrates in Brüssel erklärt hatte: Am Sparprogramm führe kein Weg vorbei. Sie wünsche sich, dass Griechenland in der Eurozone bleibe, aber wenn die Griechen das vereinbarte Sanierungsprogramm nicht durchführten, das neben Sparen auch wachstumsfördernde Hilfen und einen Schuldenschnitt vorsah, dann gebe es keine EU-Hilfen mehr.

Und auf die Frage, ob Griechenland aus dem Euro ausscheiden müsse, wenn es säumig sei, zitierte sie den EU-Vertrag: Ein Euroaustritt sei darin nicht vorgesehen. Ein Land könne nur aus der EU austreten, verlöre dadurch aber alle Hilfen - auch die Agrar- und Strukturhilfen. Wollte Griechenland dann wieder EU-Mitglied werden, werde man sich das "ganz genau anschauen". Die Finanzministerin wollte damit, wie sie explizit hinzufügte, darauf hinweisen, "wie ernst die Lage ist".

Ein Sturm der Entrüstung brach los. Fekter wurde - insbesondere in Österreich in Zeitungskommentaren - heftig gescholten. Sie sei unmöglich, ihre undiplomatische Art habe Österreichs Ansehen schwer beschädigt, behauptete ein Kollege im profil, und forderte die Ministerin sogar zum Rücktritt auf. Die Süddeutsche Zeitung berichtete, dass Fekter bei Diplomaten angeblich "Hexe aus dem Süden" verschrien sei.

Ich habe Fekters Argumente damals in einem Blogeintrag verteidigt. Auf Twitter gab es dazu eine lebhafte Debatte unter dem Stichwort "grexit", dem Synonym für den angeblich anstehenden Austritt Griechenlands aus der Eurozone, den der US-Ökonom Paul Krugmann in der New York Times in die Welt setzte. Nun kann ich nachvollziehen, dass es gerade in Österreich einige Ressentiments gegen Fekters Stil gibt, die offensichtlich auf ihre Zeit als Innenministerin zurückgehen.

Aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass die österreichische Finanzministerin in der Sache vollkommen Recht hat. Lagarde bestätigt sie jetzt, im Vergleich zu ihr erscheinen Fekters Äußerungen wie die eines „Lamperls".
Aber die Ministerin befindet sich - im Gegensatz zu vielen ihrer Kritiker - eigentlich nur ganz auf dem Boden des EU-Rechts. Dessen einzige Gültigkeit bei der Lösung der Krise wird in den kommenden Wochen eine entscheidende Rolle spielen; bei der Frage, wie man mit Griechenland in Zukunft umgehen soll, was man überhaupt tun kann, ohne die Union als Rechtsgemeinschaft in die Luft zu jagen: Ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro wird es auf absehbare Zeit nicht geben, auch wenn die Zahl jener Zeitungsartikel und Experten, die das behaupten, seit Tagen inflationär werden. Darüber später.

Zunächst zurück zu Lagarde (der französischen Ex-Finanzministerin) und Fekter: Es scheint ganz so zu sein, dass hier zwei Frauen im männerdominierten Geschäft der europäischen Finanz- und Währungspolitik die einzigen sind, die mit den Griechen Tacheles reden. Längst überfällig. Worauf soll man denn warten? Es bedeutet in guter aufklärerischer Tradition nichts anderes, als dem Gegenüber reinen Wein einzuschenken, die ungeschminkte Wahrheit zu sagen mit einem klaren Ziel, zum Zweck, dass der betroffene Partner erkennen möge, was zu tun ist. Das ist nach meiner Auffassung knapp drei Wochen vor einer echten Schicksalswahl nicht nur für die Griechen, sondern für alle Europäer nicht zu viel an Zumutung.

Der Grund dafür liegt in der außerordentlich komplizierten Lage, die mit der griechischen Entgleisung als Mitglied der Eurozone für alle Euro- und EU-Staaten entstanden ist, weil der EU-Vertrag so ist wie er ist. Ob wir das wollen oder nicht: Die EU wird für Griechenland weiterzahlen müssen. Die Krise ist beinahe unauflösbar.

Zwar wird seit zwei Wochen immer häufiger behauptet, dass man sich auf einen "Austritt" (manche sagen Ausschluss) der Griechen aus dem Euro vorbereiten müsse (was bis dahin als Szenario von den Spitzen der EU übrigens immer geleugnet wurde). Die Zentralbank in Frankfurt, die EU-Kommission, die Regierungen und die Bankenaufsichten bereiten sich intensiv auf Crash-Szenarien vor.

Aber so brenzlig die Situation auch sein mag: Ich habe bis heute keinen verantwortlichen Europaexperten getroffen, der schlüssig erklären kann, wann, wie, warum, unter welchen Begleitmaßnahmen ein solcher Euroaustritt Griechenlands denn ablaufen soll. Man kann die Griechen nicht einfach "rausschmeißen", wie manche sich das in der Emotion wünschen.

Im Gegenteil: Niemand will sich da festlegen. Ein Botschafter bei der EU räumte dieser Tage zumindest ein, dass man "absolutes Neuland" betreten würde; der EU-Vertrag sehe einen Euroaustritt schlicht und einfach nicht vor. Die Euro-Währungsunion wird darin als „unwiderrufbares" Faktum für alle Beteiligten beschrieben.

Und das von Fekter angesprochene Szenario - ein EU-Austritt Athens - ist in Artikel 50 des Vertrages mit der Reform von Lissabon zwar vorgesehen. Er ist in dieser laufenden Weltwirtschaftskrise jedoch technisch, legistisch und praktisch ein fast unbewältigbare Sache, will man nicht einen Zusammenbruch der Banken und eine schwere Beschädigung der Union riskieren. Alles müsste im Detail neu ausgehandelt werden, die Folgen für die Agrarpolitik, für die Strukturförderungen in der gesamten Union. Ein Horrorszenario vor allem für die Nettozahlerländer wie Österreich und Deutschland.

Vor allem: Die Griechen müssten ihren Austritt aus der EU selber beantragen. Warum sollten sie das tun? Es wäre das eine freiwillige Selbstaufgabe, der selbst herbeigeführte Fall auf Entwicklungsniveau, was den Wohlstand betrifft auf die Ebene der schwächsten EU-Länder wie Bulgarien oder Lettland. Wer sollte so etwas freiwillig herbeiführen, 30 Jahre nach dem EU-Beitritt? Um sich dann in 20 Jahren erneut um einen EU-Beitritt zu bemühen?

Es gäbe auch noch Artikel 7 des EU-Vertrages, der die Möglichkeit eines Ausschlusses aus der Union vorsieht, wenn ein Land gegen die Grundwerte verstößt.

Nichteinhaltung von Verträgen gehört da sicher dazu. Aber ein Ausschluss müsste nach einem sehr komplexen Verfahren von Kommission, Rat und EU-Parlament schrittweise erfolgen, am Ende mit einem einstimmigen Beschluss der 26 EU-Staaten. Praktisch unerreichbar.

Ich bleibe daher vorläufig bei meiner vor zwei Wochen geäußerten Haltung: Griechenland wird auch nach der Wahl am 17. Juni sowohl im Euro wie auch in der EU bleiben und ein schwieriger Patient dazu. Und die EU (und wohl auch der IWF) wird bereit sein, mit Athen bzw. der Regierung, die sich nach der Wahl hoffentlich bilden wird, über soziale Erleichterungen zu verhandeln, ohne dass der Sanierungsvertrag als solcher in Frage gestellt wird. Lagarde und Fekter haben ihr möglichstes getan deutlich zu machen, worum es geht, dass die von vielen Populisten angedeuteten Flucht- oder Rausschmissszenarien eigentlich nicht gehen. Dafür sollten wir ihnen eigentlich dankbar sein.

Das gilt übrigens auch für den Fall, dass der Linkspopulist Alexis Tsipras die Wahl gewinnt und Premierminister wird. Einmal im Amt, wird er sein großmäulig angekündigtes Aufkündigen des Hilfspaketes mit dem IWF und der EU wieder zurücknehmen, wird verhandeln wollen, wird sich das eine oder andere Zugeständnis herausholen - und das zu Hause als großen Erfolg darstellen. Warum sollte er sein Land und sich selber in die Luft sprengen, nachdem er sein Ziel, an die Macht zu kommen, erreicht hat. Er wird es, wenn man so will, genauso machen, wie es einst Jörg Haider oder dessen Nachfolger Dörfer mit den Zentralstellen in Wien gemacht haben. Die Zentrale ist in diesem Fall die EU-Institutionen und die Regierungen der Partnerländer.

Share if you care
Posting 26 bis 75 von 255
1 2 3 4 5 6

man sollte diese diskussion entsentimentalisieren.

Unsere "Entscheidungsträger" koennen von mir aus auch kreide fressen, helfen wird nix.

GR hat man in die EU aus geopolitischen ueberlegungen aufgenommen. die filiale GR kann im gemeinsam markt nur deifzitaer sein. man wird zahlen muessen. es sei denn die geopolitischen interessen haben sich geaendert.

Sie schreiben: "man dachte, die Griechen könnten bzw. würden sich tatsächlich ein bisschen ändern, haben sie auch längere Zeit Hilfe bekommen..."

abgesehen das Sie an das moralisiernde schleifen, ist der ansatz der EU gescheitert, sowohl weil sie in der verwaltung auf das falsche pferd gesetzt hat (ok kann passieren) und in der makrooek. unfug ist (und das ist ein grosses no no).

Da gebe ich Ihnen in vielem Recht...

aber nicht in allem: Unfug ist m. E. der Euro in seiner derzeitigen Form. Aber da kommen wir nun in Fahrwasser, das den Rahmen dieses Artikels sprengt, wenn's um Sinn und Unsinn der EU geht. Hier und jetzt geht es um GR, und wie man aus der Soße am Besten wieder rauskommt. Wenn Spanien als nächstes ins Visier genommen wird, wird sich die Frage nach EU und Euro ganz von alleine erneut stellen. Warten wir doch einfach solange...

Spanien wird als nächstes ins Visier genommen. Ohne "Rettungsschirm" wird Spanien nicht auskommen. Das wird teuer.

der Euro ist ein schritt in eine richtung, naemlch die der federation.und eine federation beinhaltet auch ausgleichsmechanismen.

das wird kommen wie das amen im gebet. wofuer sie sich die "nettozahler" bemuehen sollten, ist demokratische legitimations- und transparenzstrukturen einzufuehren (ok, da muessen sich alle bemuehen, aber die motivation der nettozahler ist wohl groesser).

es geht nicht um deutsche oder griechen, es geht darum ob man als europaeer eine zukunft im 21. hdt haben will.

es geht IMHO auch nicht um GR, GR ist ein symptom, weil dort die ausgangsbedingugen am schlechtesten sind. man kann GR morgen rausschmeissen, an den strukturellen schwaechen der EU wird es nix aendern. Also wozu?

Sie haben Recht, der Fall Griechenland ist das Symptom

für die falsche Politik die EZB nicht als Lender of last ressort einzusetzen und nicht dafür zu sorgen, dass schon von Beginn an es Eurobonds für begrenzte Aufgaben, bzw. zur Schuldentilgung gegeben hätte.

Natürlich war es auch immer ein Unfug zuzulassen,
dass der billige Michel, die Länder des Südens/Ostens Österreich/Deutschland etc. Industriearbeitsplätze abjagen, gefördert durch die EU/bzw.Uns. Es braucht Mindestlöhne europaweit und Mindeststeuersätze europaweit.

Um die Eurokrise zu beenden gehört der Zinsenpoker auf Staatsanleihen sofort abgestellt. Hier bräuchte es einen mutigen politischen Schritt um diesen Unfug sofort abzustellen und Portugal, Spanien, Italien bzw. alle Euro Staaten aus der Spekulantenschusslinie zu nehmen!

was heißt: "einigermaßen" ?

es gibt "die griechen" nicht.

man hat mehrere blöcke, die nicht zur kooperation bereit sind, aus gründen, die historisch und kulturell eingefleischt sind.

die linken, die rechten, die reichen, die armen, alles was man eh kennen sollte, aber viel erbarmungsloser.

würden sie sich mit der realität in griechenland auseinandersetzen (wollen) dann wäre es ihnen mit sicherheit verständlich!

Die Eu trägt mindestens 50 % Mitschuld an der griechischen Tragödie und sollte daher gerade jetzt nicht mit dem Finger auf die Griechen zeigen! (2)

5. Die EU unterstützte das Monsterprojekt der Olympischen Sommerspiele in Athen, das sich dasLand gar nicht leisten konnte und wo die Kosten geradezu explodiert sein sollen! 6. Die EU ignorierte den Protest der griechischen Jugend 2008 gegen den Niedergang ihres Staats. 7. Die EU unternahm nichts gegen die Steuerflucht der Reichen in die Schweiz! 8. Die EU half Griechenland in keinster Weise, als die Finanzkrise 2008 ausbrach, sondern sah zu, wie die Zinsen und die Schulden des Landes stetig anstiegen! 9. So verschwenderisch die EU die griechische Oligarchie leben ließ, so rigide lässt sie jetzt die armen Griechen zahlen, zahlen .... 10. Die EU zeigt jetzt mit dem Finger auf die "räuberischen", undankbaren Griechen, statt in sich zu gehen.

Die EU und die Griechen

Griechenland wird nicht aus der Krise kommen, wenn es die Schuld am Debakel immer bei den anderen sucht.

War es nicht auch der griechische Staatsbürger, der die Korruption im eigenen Land hinnahm und vielleicht sogar ein Teil von ihr war ?

Die Griechen bekommen heute Ratschläge von allen Seiten und wäre ich Grieche, würde ich auch auf diese verzichten können. Aber die Situation ist nun einmal so. Die Griechen müssen zu sich kommen und wieder state-building machen. Dazu gehört natürlich ganz klar auch, daß alle ihre Steuern abliefern. Wenn ich im Kafenion keinen Beleg bekomme verlange ich danach. So muss es anfangen.

Die EU muß sicherlich ihren Beitrag leisten.

wenn sie...

...dann auch konsequenterweise für eine deutliche Einschränkung der nationalstaatlichen Souveränität und eine weitere Konzentration der Legislative in Brüssel argumentieren, dann bin ich bei Ihnen.
Wenn nicht, dann ist das wehleidiges Gewäsch...

Du bist wie ein Grieche.

"Die Eu trägt mindestens 50 % Mitschuld an der griechischen Tragödie."

Ja,jetzt ist die EU schuld, dass sie sich für die Spiele beworben haben.

"Die EU ignorierte den Protest der griechischen Jugend 08 gegen den Niedergang ihres Staats."

Die böse EU.

"Die EU unternahm nichts gegen die Steuerflucht der Reichen in die Schweiz!"

Die böse EU.

"Die EU half Griechenland in keinster Weise, als die Finanzkrise 2008 ausbrach."

Die böse EU.

"So verschwenderisch die EU die griechische Oligarchie leben ließ, so rigide lässt sie jetzt die armen Griechen zahlen, zahlen"

Die böse EU.

Und Du bist wie ein Grieche. Bei denen sind für ihre Betrügereien auch nur die anderen Schuld. Wahrscheinlich ist auch die EU Schuld,dass sie keine Steuern zahlen.

Von solchen Ignoranten wie Ihnen lebt die "heilige EU"!

Nur ein Beispiel über die Uneigennützigkeit Deutschlands

Laut einem Bericht „Griechenlandkrise: Das Märchen vom deutschen Zahlmeister“ des ARD-Fernsehmagazins Monitor hat alleine der deutsche Staat bei konservativer Rechnung 45 Mrd. € verdient. Laut Gustav Horn sind durch eine auf die griechische Finanzkrise zurückzuführende Unterbewertung des Euro die Exporte Deutschlands um 50 Milliarden Euro gestiegen, was 2 % des BIP entspricht, diese Mehreinnahmen haben auch zu höheren Steuereinnahmen geführt

Uneigennützig

Es ist Deutschland Schuld, dass die Griechen keine Industrie aufgebaut haben? Ist Griechenland Schuld, dass die Deutschen Exportweltmeister sind?

Dieser ewige Neid und hanebüchener Unsinn regen mich auf. Nur kein gutes Haar am Deutschen lassen, aber uns Österreicher noch schlechter machen. Die Griechen haben bspw. die Hilfe nach gründl. Steuerfahnder aus Dt. abgelehnt. So schauts aus. Die Griechen sind für ihre Miesere grundsätzlich selber verantwortlich. Solange die Griechen das nicht kapieren und immer andere die Schuld geben, aber aufgrund des Schlagen-Füttern Verhaltens zugleich wieder die Hand aufhalten, wird sich nichts ändern. Wie "Uneigennützig" die Griechen, die wahren Weltmeister darin, sind, sieht man schon seit einigen Jahren.

ersetzen Sie

Deutshe mit Oberoesterreicher
und
Griechen mit Burgenlaendern

es gibt gruende und erklaeungen warum die deutschen die exportweltmeister sind und die griechen nicht.

niemand ist "schuld" daran. die frage ist, was tun wir um diese ungleichgewichte abzubauen.

"selber schuld" ist kaum zielfuehrend.

"niemand ist "schuld" daran. die frage ist, was tun wir um diese ungleichgewichte abzubauen."

""selber schuld" ist kaum zielfuehrend"

Grundsätzlich schon. Nur wenn ich mein Verhalten als falsch anerkenne, werde ich auch mein Verhalten ändern. Wenn ich aber nur die Schuld anderen gebe, werde ich mein Verhalten nicht ändern. Schuldzuweisungen sind natürlich per se nicht zielführend, aber sind auch statthaft. Eine reine Versachlichung ist falsch. Ich persönlich glaube, wie schon des öfteren kundgetan, dass die Probleme in Griechenland eher ein Mentalitätsproblem der Griechen selber darstellen. Somit ist die Ursache "selber schuld" schon richtig. In der Ursache liegt auch schließlich das Problem und somit auch deren Lösung.

und ich glaube teil des problems

ist die "flache" berichterstattung, womit ich dem web-standard auch keinen vorwurf mache, letztendlich ist er "gratis"

die diskussion in GR ist vielfaeltiger als hier dargestellt wird und dies nicht seit 2010. und es ist nicht so dass "die griechen" keine schuld be sich sehen, wenn nicht in ihrer handlung dann zumindest in der duldung gew. umstaende.

ich mache oft folgendes: ich nehme irgendeine online zeitung aus UK, USA, Suedamerika und versuche eine nachricht ueber Oesterreich zu finden. Mir stehen die haare zu berge mit der qualitaet der analyse und der erklaerung der hintergruende. Probieren Sie es ;)

vieles was ueber GR berichtet wird, trifft einfach nicht zu.

Das mag sein. Meine Meinung habe ich kundgetan.

Wenn Du keine oberflächl. Diskussion haben willst, so ist dies möglicherweise nicht der richtige Platz dafür.

Zweierlei gebe ich aber zu bedenken:
Sind die Ängste der Normalsterblichen nicht auch zu berücksichtigen und inwieweit kannst du diese Ängste (und Hoffnungen) in einer Zeitung die nur Eliten lesen, abbilden (und ggfs. darauf/darüber) mitdiskutieren? Hätten die sog. Experten und politischen Leader in den letzten Jahren Recht? Es waren hpts. Experten und politischen Leader, die Griechenland in die Euro-Zone aufgenommen haben. Etc., etc.

Ich glaube auch, dass die Diskussion in GR vielfältiger sind als hier dargestellt, aber warum zum Teufel haben sie beim letzten Mal so gewählt wie sie es getan haben? Es ist das Ergebnis das zählt.

man tut was man kann.

bez. experten: ich finde die quelle jetzt nicht, aber irgendwo las ich die "gruende" zur "fehlentscheidungen":
1. lack of knowledge
2. lack of data
3. ideology
4. vested interests.

im fall GR warens z.t. 3 und v.a. 4. IMHO.

bez. Wahlen in GR: Was waere ein gutes ergebnis?

"bez. Wahlen in GR: Was waere ein gutes ergebnis?"

Das weiß ich nicht. Aber offenbar war es für die Griechen nicht so gut wie erhofft und deswegen wählt man aufs Neue.

"gruende" zur "fehlentscheidungen"

Ich werde sie mir merken. Dankeschön.

Gehören Emotion o.ä. zum Punkt 4 "vested interests"? Es gibt auch psychologische Gründe, die emotionale Intelligenz betreffend, wieso man etwas tut oder nicht tut.

da es im paper um experten meinungen ging, ist von einem rationalen handeln ausgegangen werden.

es gibt natuerlich auch instrumentelle oder affektuelle rationalitaet. da versucht z.b. prospect theory ein instrumentarium der analyse zu erstellen.

ja, wer soll den sonst Schuld haben am Desaster der Griechen ?

der Vatikan ?
Die Radfahrer ?
Die UNO ?
Das Monster von Loch Ness ?

ich glaube es waren die radfahrer....

ja ich bin mir sicher, es waren die radfahrer.

na bitte - geht doch !

;-)

wissen sie was mich so aufregt

dass man dinge liest, die überhaupt nicht dastehen, nur weil man angst hat, dass die gebildete meinung vor den fakten nicht bestehen könnte; mit keiner einzigen silbe habe ich die geschäfte deutschlands bewertet oder gar verurteilt; wenn sie es interessiert, ich habe weiter unten ein paar fakten zusammengestellt, was die griechen bislang geschultert haben;

"mit keiner einzigen silbe habe ich die geschäfte deutschlands bewertet oder gar verurteilt"

Bewusst vielleicht nicht, aber es liest sich zumindest - für mich - so.

"wenn sie es interessiert, ich habe weiter unten ein paar fakten zusammengestellt, was die griechen bislang geschultert haben"

Sollten die Griechen seit dem 1. Rettungsschirm die ein oder andere Maßnahme tatsächlich umgesetzt haben, so freut es mich.

Importe erfolgen wie ?

auf Bestellung.
Bestellen tut man - meistens - wie ?
freiwillig.
Hat irgendeine deutsche Firma irgendeinen griech. Kunden gedrängt,
ein deutsches Produkt kaufen zu sollen ?
Haben Sie selber je etwas bestellt, was Sie nicht wollten ?
Ergo war der Waren-Import das Produkt einer sogenannten freien Willensbildung.
Verstanden ?
Gut.

habibi, lies es nochmals ganz langsam durch....aufdrängen?? griech. kunden??? und bitte versuche mit mir nicht wie mit einem kleinkind zu kommunizieren, ok?

wenn Sie wie ein Kleinkind argumentieren, muss ich mich doch Ihrem Argumentationsnivea anpassen dürfen, oder ?

und die sogenannte Unterbewertung des Euro erfolgte - laut Ihrer eigenen Argumentation - auf Grund der:
griechischen Finanzkrise, genau.
Und die griechische Finanzkrise hat wer ausgelöst ? . . . .
Aber ab da beginnt sich die Argumentations-Katze in den Argumentations-Schwanz zu beissen.

Die Eu trägt mindestens 50 % Mitschuld an der griechischen Tragödie und sollte daher gerade jetzt nicht mit dem Finger auf die Griechen zeigen!

Die EU sollte in sich gehen und überlegen, was sie die ganze Zeit falsch macht, statt primitivste nationalistische Hasswellen gegen ein kleines Land loszutreten! 1. Die EU hat Griechenland in die Eurozone aufgenommen, obwohl das Land nicht euroreif war! 2. Die EU hat der konservativen Regierung Karamanlis (2000 - 2009) Milliarden € nachgeworfen, damit Autobahnen etc. gebaut wurden und die Exportgüter der EU gekauft werden konnten. 3. Die EU hatte nichts dagegen, dass sich Griechenland das höchste Militärbudget der EU leistet, denn so konnte das Land die deutsch-französ. Rüstungsgüter kaufen! 4. Die EU hatte nichts dagegen, dass das Land von einer korrupten Oligarchie regiert wird und die Reichen (zB Reder) keine Steuern zahlen!

Die EU

Ich gebe Ihnen Recht, daß die EU in GR zu lange zugeschaut hat. Es ist allerdings nicht richtig, daß die EU die Griechen in die Eurozone geschwindelt hat und es nicht die Griechen waren, die blinder Passagier sind. Bezüglich der Militärausgaben, etc. sollten Sie nicht vergessen, daß die Mitgliedsländer durchaus Souveränität geniessen. Ich glaube, daß die hohen Militärausgaben vor allem der Korruption geschuldet sind. Deshalb: Schuld am Debakel trägt die "Elite" (?!) Griechenlands, die EU trägt sicherlich eine gewisse Teilschuld.

Wahrscheinlich hat man Goldman Sachs von der EU beauftragt, um die Griechen, ohne Wissen der Griechen, in den Euro hineinzubetrügen.

Wahrscheinlich wurde man von der EU mit schussbereiter Maschinenpistole bedrängt, sich (fast) das höchste Militärbudget (in Relation zum BIP) der Welt zu leisten.

Wohl waren Deine Statements eher von Ironie geprägt, als von Ernst. Hoffentlich.

ah ja ?

die EU hat die Griechen angehalten, über Jahrzehnte (!) kaum bis gar keine Steuern zu zahlen ?
die EU hat die Griechen angehalten, markant über ihre Verhältnisse zu leben ?
die EU hat Griechenland ja wohl deshalb aufgenommen, weil es auf die Versprechen vertraut hat, die GR bei der Aufnahme abgegeben hat-
GR hat von sich aus den Aufnahme-Antrag gestellt.
Die EU kann sich die Regierungen der Mitgliedsländer NICHT aussuchen, sie kann sie nur zur Kenntnis nehmen.
Die EU hat Kredite (!) vergeben - und Kredite werden nur auf ANTRAG vergeben, nicht AUFGEDRÄNGT !
Also überdenken Sie bitte den Sinngehalt Ihres Posts nochmal, ok ?
Danke !

Das Kommentar war erfrischend zu lesen. Ähnlich sehe ich es ebenso.

Interessant ist, dass zwei Frauen es auf den Punkt bringen. Interessant ist, dass Merkel in dem Artikel nicht genannt worden ist. Interessant ist, dass Lagarde nichts anderes als Fekter gesagt hat, aber unterschiedlich wahrgenommen wird: Lagarde redet Tacheles und Fekter ist die böse Hexe. Fekter wird es überleben. Entweder hat sie eine Elefantenhaut oder sie trinkt irgendein Hexengebräu. Fekter polarisiert, aber das ist für uns Österreicher nicht mehr wirklich interessant, aber immer noch erfrischend.

Ob die Griechen korrupt sind, lügen und betrügen, will ich urteilen. Wenn sie aber noch so dumm sind und die neue Neuwahl wie bei der letzten Neuwahl versemmeln, dann sind sie noch dümmer als die Amis als sie zum 2. Mal Bush wählten.

Am dümmsten aber ist "der Unbestechliche"!

Jedenfalls gefällt mir wie mit Engelsgeduld mit den Griechen umgegangen wird. Mir braucht niemand erzählen, dass die EU und diversen Politiker nichts vom Euro-"Hineinschummel-Betrug" gewusst haben. Mit Sicherheit aber hat es Mario Draghi, der Ex-Goldman Experte, nicht gewusst! Die ganzen Jahre über werden Bilanzen gefälscht (Ratingagenturen haben keinen blassen Schimmer) und seit den 2. oder 3. Rettungsschirm gibt es in Griechenland nur Bewegung, wenn man droht. Als wenn ein Toter die Hand hebt.

Es ist wie Katzen mit Hilfsmitteln an die Toilette zu gewöhnen. Oder Milch von einer Katze zu pumpen/zu melken. Die EU-Politiker und diverse Experten sind allesamt Byrnes. Fekter und/oder Lagarde ist/sind Roz Focker.

Griechenland hat mehr Flexibilität

als es so scheint.

1.) sie können nicht aus der EU rausgeschmissen werden

2.) die einzigen die auf keeeinen fall wollen, dass sie insolvenz erklären sind die anderen EU mitgliedsstaaten

griechenland kann einfach sagen "leute wir können nicht zahlen, sorry".
und für die griechen wäre das das leichteste!!! Und auch die einzige Möglichkeit.
Stattedessen.. man bürgt ihnen einen sparplan auf und erneuert ständig kredite, dabei ist das nur kosmetik, und bringt garnichts.

Man will nur das "Bild" der EU hoch halten, kein Staat geht pleite, nichts fällt auseinander. Damit dannach nicht eine Welle an Spekulationen gegen Italien etc. losgeht.

Es geht um Strategie. Und Gr. muss dafür hinhalten, also bitte keine Dreistigkeiten Lagarde & Co..

was ist an den Aussagen von Lagarde & Fekter dreist ?

Wahrheit ist zumutbar, aber nicht dreist.
Oder wie Egon Erwin Kisch schon sagte:
"Nichts ist verblüffender als die einfache Wahrheit".

Lieber Th. Mayer,

danke für diesen großartigen Kommentar!
Ob sie allerdings geliebt werden dafür, wage ich zu bezweifeln, die Scheuklappenträger werden über Sie herfallen und sie in der Luft zerreißen!

der uebliche bloedsinn

die tatsache dass fr. Lagarde so redet ist nur ein indiz dafuer, dass

a) sie die afr. und as. mitglieder des IWF besaenftigen moechte;
b) dass der IWF schon in die hose gemacht hat;
c) dass sie keine ahnung von der siutation in GR hat.

GR hat eine steuerquote von 32% (z.vgl UK 32%, D 36%, OE 42%!!!!)
eine beschaftigungsquote von 55% (EU schnitt 65%) und
ein durchschnittseinkommen von 18.000 EUR fuer angestellte und 30.000 EUF fuer selbstaendige, i.e. 80% der Griechen.

Arbeitsbelastung liegt im EU durcschnitt, Koest und Kest drunter ;)

Wie viel luft glauben Sie ist da drinnen? Steuereinnahmen sind ein strukturelles und kein
moralisches problem.

meinen Sie demnach mit Ihrer Aussage

"Steuereinnahmen sind ein strukturelles und kein
moralisches problem"
dass KH Grasser, W.Meischberger & Co. moralisch einwandfreie Personen sind, die nur ein strukturelles Problem haben ?
Wirklich ?
Schreiben Sie das doch dem Dr.Ainedter, der wird sich freuen !
Der U-Ausschuss wohl eher nicht.

nein, dass meine ich nicht.

Ich rede von systemen, nicht von personen. ich empfehle ihnen die arbeitsbehelfe der Transp. Int. zur unterscheidung von indiv. und systemischen korrpution.

in OE haben wir eine relativ hohe beschaeftigungsquote mit sehr vielen angestellten, die keine moeglichkeit haben ihre steuern nicht zu zahlen. es gibt somit genug "steuervieh".

in GR hingegen haben wir relativ niedrige beschaeftigungsquote mit sehr vielen selbstaendigen. auch wenn alle diese sbst. ihre einnahmen korrekt darstellen, haben sie viel mehr moeglichkeiten durch geschigkte E-A Rechnung ihre steuerpflicht legal zu frisieren.

die loesung ist imho attraktive angestellten-jobs zu schaffen.

die von ihnen gennanten herren (egduv) sind wahrsch. kriminelle individuen ;)

ok, verstehe, was Sie meinen, bloß:

wie schafft man in GR attraktive Angestellten-Jobs ?
Wer sollte dort auf Basis der dztg. wirtschaftlichen Verhältnisse auch nur 1 €-Cent investieren ?
Der Unterschied zw. indiv. und systemischer Korrpution ist schon klar, nur:
jedem System sind handelnde Personen inhärent, ergo ist das eine vice-versa Position, oder ?
Und:
das griech. System können nur handelnde Personen nach sogenannter Willensbildung ändern - und das haben sie ja bis vor kurzem freiwillig nicht getan, sondern - ansatzweise - nur auf Druck der EU.

angestellten-jobs gibt es dort wo unternehmen die mikro-groess ueberwinden (koennen).

das ist in GR nicht leicht, weil
a) die verwaltung ineffiziennt ist
b) das land geomorphologische/geopolitische wettbewerbsnachteile hat und
c) momentan durch das staendige gerede (drachme/nicht drachme) kein vernueftiger mensch investiert.

fuer a) kann man schon was machen (und da hat das memorandum tats. ein paar gute ideen)
fuer b) (IMHO die wurzel) hat das memorandum kein schimmer wie es gehen soll.
fuer c) man sollte laengst den staat bankrott gehen lassen und ev. die drachme einfuehren.

ad System: alle personen sind "immoral" so sie glauben nicht erwischt werden zu koennen. auch in OE jeder professionist hat ohne rechnung preise.

und...

insofern bin i der meinung das das arbeitsprogramm des IWF/EZB/EU bewiesenermassen nicht funktionieren kann, da im bereich b) und c) einfach gescheitert ist.

die frau lagarde redet s bissl ueber a) (wo ich IMHO demonstriert habe dass net viel drinnen ist). zumindest nicht kurzfristig (urpr. ziel des IWF war 2012 hoho).

un zu ihrem letzten punkt:
ja GR koennen nur die "Griechen" reformieren. indem man sie alleinlaesst.
was die IWF/EZB/EU jetzt macht, ist das sie das kollabieren der Altparteien durch geldspritzen verschoben hat, und auf "die griechen" schimpft, die nicht diese parteien waehlen wollen, die fuer dieses desaster verantwortlich sind. man hat somit partei eingenommen. sehr sehr bloed.

Verantwortung des Kranken, dem man die falsche Medizin verabreichte ?

Giannis Michelakis, Sprecher der griechischen konservativen Partei Nea Dimokratia sagt zu Fr.Lagarde´s Ermahnungen :" Ich verstehe nicht, was das soll", "Es ist als ob man dem Kranken, dem man die falsche Medizin gegeben hat, zur Verantwortung zieht."

Die beiden Frauen, die auf die Butterseite des Lebens gefallen

sind sollen einmal nach Griechenland gehen und mit 700 Euro Beamtenlohn leben. Die haben mit Ihren Experten eine völlig falsche Sparpolitik verordnet. Bei den Reichen wurden keine Steuern geholt. Wo gab es einen Vorschlag die in der EU geparkten 100te von Milliarden der reichen Griechen anzuzapfen, damit zumindest ein Teil, dieses Geldes versteuert wird? Aber dafür wurden mit dem Rasenmäher die Löhne aller Griechen gekürzt und jetzt haben die Armen noch weniger als vorher.
Die ganze Bankenfütterei ist auch Unsinn. Bofinger hat unlängst wieder vorgeschlagen, es braucht einen Schuldenschnitt und nicht Milliarden um die Schulden zu bedienen und Europaweit braucht es eine 30%Vermögenssteuer um die Altschulden aller Staaten zu bedienen.

ich kanns nicht mehr hören

die griechischen Regierungen der letzten Jahrzehnte haben sich in großem Ausmaß und laufend Geld ausgeliehen und es anstatt vernünftig in die Wirtschaft zu investieren, lieber in einen absolut unglaublich aufgeblasenen Staatsapparat samt gigantischem Militär gepumpt. Und diese Regierungen wurden gewählt, nicht fremdbestimmt!!!!

Soviel besteuern können die Griechen "die Reichen" gar nicht, daß damit auch nur ansatzweise die verbratenen Milliarden zusammenkommen.

Ja, wir leben in Europa und ja, wir müssen solidarisch sein, aber wenn einem derart ständig nicht nur ans Bein sondern mitten ins Gesicht gepinkelt wird, dann ist irgendwann einmal Schluß mit lustig.

Posting 26 bis 75 von 255
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.