Jürgen Melzer in der ersten Runde out

28. Mai 2012, 14:08
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Österreichs Nummer eins verliert gegen deutschen Qualifikanten Berrer und rätselt über körperlichen Einbruch - Auch Mayr-Achleitner ausgeschieden

Paris - Für Jürgen Melzer sind die French Open im Einzel schon nach dem ersten Tag vorbei. Der 31-jährige Niederösterreicher musste sich am Pfingstsonntag in Paris trotz einer 2:0-Satzführung dem deutschen Qualifikanten Michael Berrer noch mit 7:6(5),6:4,2:6,2:6,3:6 geschlagen geben. Für den als Nummer 30 gesetzten Weltranglisten-32. war es eine bittere Niederlage, zumal er schon Ende des zweiten Satzes unter Krämpfen zu leiden hatte.

Nach den zwei gewonnenen Sätzen verließen Melzer zusehends die Kräfte. Zwar hielt er 3:42 Stunden lang durch und wartete bis zum Schluss auf seine Chance, letztlich musste er aber doch die erste Erstrunden-Niederlage in Roland Garros seit 2006 zur Kenntnis nehmen.

Auch für Patricia Mayr-Achleitner sind die French Open schon nach dem ersten Auftritt vorüber. Die Tirolerin musste sich am Pfingstmontag der als Nummer 19 gesetzten Serbin Jelena Jankovic nach 2:14 Stunden mit 6:1,1:6,5:7 geschlagen geben.

"Mit Krämpfen kann man weiterspielen"

Melzer stand nach dem Aus vor einem Rätsel: "Im Endeffekt bin ich an meinem eigenen Körper gescheitert. Es war ein Spiel, das ich okay angefangen habe und dann habe ich aber Krämpfe bekommen. Das war für mich neu. Nach ungefähr 90 Minuten, da bekommt man normal keine Krämpfe." Die zweiwöchige Pause wegen einer Hüftverletzung wollte er da nicht geltenlassen.  "Warum ich so müde bin und so einbreche, keine Ahnung", meinte der Niederösterreicher, der eigentlich über eine ausgezeichnete Grundfitness verfügt. "Ich sollte zumindest zwei Sätze spielen können, das ist komisch. So schnell baut der Körper auch nicht ab."

Ans Aufgeben dachte Melzer nie: "Mit Krämpfen kann man weiterspielen, wenn es nicht ganz schlimme sind. Man muss die Punkte verkürzen, das habe ich probiert und auch die ein oder andere Chance bekommen."

Nach zwei relativ rasch verlorenen Sätzen motivierte sich Melzer zu Beginn des fünften Satzes noch einmal besonders und ging 2:0 in Führung. Berrer gelang allerdings das Rebreak zum 2:2. Ein entfernter Gewitterdonner und heranziehende dunkle Wolken kündeten letztlich keine Unterbrechung, sondern das Aus für den Deutsch Wagramer an.

Der fittere Spieler gewinnt

Seine wohl letzte Chance verpasste Melzer, der über lange Zeit schon neben sich stehend wirkte, im siebenten Game. Da wehrte Berrer einen Breakball mit einem Ass ab und machte in der Folge das entscheidende Break zum 5:3.

"Der fittere Spieler bei einem Grand Slam gewinnt", sagte Melzer resümierend und konnte dabei sogar ein bisschen lächeln. Dabei hat er seit seinem sensationellen Halbfinaleinzug vor zwei Jahren in Paris nicht viel Grund zur Freude. Schon vergangenes Jahr war hinter seinem Antreten wegen einer Rückenverletzung ein großes Fragezeichen gestanden und auch heuer veranlasste ihn erst ein Test am Vortag seines Einsatzes zum Ja zum Paris-Einsatz. Zunächst eine Knöchelverletzung, dann eine Hüftverletzung hatten Melzer im Vorfeld behindert.

Melzer möchte aber im Doppel mit Philipp Petzschner antreten, auch einen Mixed-Einsatz schloss er nicht aus. Volle Konzentration gilt ab sofort auch der Rasensaison mit Wimbledon und dem Olympia-Turnier ebendort. "Ich habe jetzt vier Wochen bis Wimbledon. Auf dem Weg nach London hat Melzer die Turniere in Halle und Hertogenbosch eingeplant. (APA, 28.05.2012)

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    Ich packe in meinen Koffer...

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