Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Oliver Marach fightet zurück. Für den Finaleinzug in Nizza gab es gerade einmal 4.000 Euro auf die Kralle.

Ein Foto aus besseren Zeiten: In Auckland im Jänner noch Turniersieger, kurze Zeit später schon getrennt - Oliver Marach und Alex Peya.
Wien - 2012 war bis dato ein Jahr der Höhen und Tiefen für Österreichs Doppel-Spezialisten Oliver Marach. derStandard.at erwischte den 31-Jährigen kurz vor seinem Abflug nach Paris, wo die French Open vor der Tür stehen. Florian Vetter stellte die Fragen.
derStandard.at: In Nizza haben Sie das Finale erreicht. Es geht wieder aufwärts, oder?
Marach: Dafür, dass ich mit meinem Partner (dem Slowaken Filip Polasek, Anm.) zum ersten Mal gespielt habe und die Konkurrenz für ein 250er-Turnier sehr stark war, bin ich sehr zufrieden. Die Plätze waren aber in schlechtem Zustand. Bis auf den Centercourt, der abgedeckt wurde, waren alle Courts durch den Regen arg beschädigt. Wir mussten in der ersten Runde auf einen Trainingsplatz ausweichen, und das auch noch am Abend. Die letzte halbe Stunde haben wir ohne Licht gespielt. Nach dem Prestigeduell mit Julian (Knowle) ging es im Finale gegen die Bryan-Brüder. Das war eine enge Sache, im ersten Satz waren wir mit Break vorne, und im Tie-Break hat Bob Bryan beim Stand von 5:6 eine Service-Granate nach außen gespielt, nachdem ein leichter Volley unsererseits ins Netz ging. Die Bryans trafen auch fast 100 Prozent ihrer ersten Aufschläge.
derStandard.at: Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die French Open?
Marach: Die Zeit nach dem Ende der Doppel-Partnerschaft mit Alex Peya war sehr schwierig. Ich hatte für Paris nur drei Tage Zeit, einen Mitspieler zu finden. Die guten Paarungen sind fix vergeben. Mit Horacio Zeballos (Argentinien) werde ich nicht gesetzt sein. Wir verstehen uns aber gut, er war einmal Nummer 40 im Single-Ranking und ist jetzt aus den Top 100 gefallen.
derStandard.at: War die Qualifikation für Paris kein Problem?
Marach: Es war sehr knapp, dass wir in den Turnierraster bei den French Open hineinkommen. Die Rankings der beiden Spieler werden ja zusammengezählt. Ich bin zurückgefallen auf Platz 30, er auf 110. Der Cut bei den French Open ist zirka bei Platz 140. Das heißt, wir hättten in Runde eins auch gleich gegen einen Boliden spielen können. Nun treffen wir auf die Deutschen Kohlmann/Waske. Ich habe mit Zeballos noch nie gespielt, vielleicht ist das ein gutes Omen. Im Mixed-Bewerb spiele ich auch, mit Nuria Llagostera stand ich zwei Jahren im Semifinale.
derStandard.at: Warum ließen sich Oliver Marach und Alex Peya scheiden?
Marach: Wir hatten sehr hohe Erwartungen, die wir nicht erfüllen konnten. Dazu kam, dass ich sehr viel verletzt war. Im Dezember konnte ich einen Monat gar kein Tennis spielen. Ohne Spielpraxis haben wir in Neuseeland sogar Auckland gewonnen. Nach dem Erstrunden-Aus in Melbourne musste ich wegen einem Einriss in der Bandscheibe zwei Wochen pausieren. Nach dem Davis-Cup ereilte mich diese Verletzung erneut. Unsere Ergebnisse waren solid, gegen die Topteams hat uns aber einiges gefehlt. Wir fühlten uns unwohl. Zwei Tage nach Madrid haben wir dann per Skype-Videokonferenz das Ende beschlossen. Wir sind aber nicht im Streit auseinandergegangen. Alex hat mit Leander Paes bereits einen sehr guten neuen Partner gefunden.
derStandard.at: Ist Doppel-Spielen vergleichbar mit einer Beziehung?
Marach: Das Doppel ist wie eine zweite Ehe. Es gibt Ups und Downs. Es wird gestrittten, aber auch gelacht. Man muss mit dem Partner gut zurechtkommen, mit ihm reden können. Und man muss sich Fehler eingestehen können und Wege finden, Situationen zu verbessern. Das ist wie in einer Beziehung. Es geht natürlich auch anders. Die Polen (Mariusz Fyrstenberg und Marcin Matkowski, Anm.) spielen seit Jahren zusammen und geben sich am Platz teilweise nicht einmal die Hand. In Barcelona haben die beiden nicht einmal miteinander geredet. Dann wehren sie in der ersten Runde einen Matchball ab und gewinnen das Turnier.
derStandard.at: Wie blicken Sie in die Zukunft?
Marach: Zuversichtlich. Ein fixer Doppel-Partner wäre wünschenswert, das wird es aber derweil nicht spielen. Mal schauen, wie ich mit Zeballos harmoniere. Das Masters muss ich wohl abhaken, außer ich gewinne ein Grand-Slam-Turnier.
derStandard.at: Fristet der Doppel-Bewerb weiterhin ein Schattendasein auf der ATP-Tour?
Marach: Es gibt Bemühungen, das Doppel attraktiver zu machen, aber es ändert sich nichts. Die Idee, bei den Nennungen das Single-Ranking stärker zu berücksichtigen, um Doppel-Spieler zu cutten, finde ich in Ordnung. Die ATP hat das Ziel, mit prominenten Einzel-Spielern im Doppel mehr Zuschauer zu gewinnen. Aufgewertet wurde der Bewerb aber nicht. Ich war zweimal beim Masters dabei, unter den Top 15 der Weltrangliste kannst du Geld verdienen, in den Top 30 ist es auch noch okay. Man darf halt die Ausgaben nicht vergessen. Für das Finale in Nizza habe ich 4.000 Euro bekommen. Da musste ich aber noch den Flug, den Coach und das Essen bezahlen. (Florian Vetter, derStandard.at, 28.5.2012)
Mit dem siebenten Gewinn lässt der Spanier Björn Borg hinter sich - Djokovic verpasst vierten Grand-Slam-Titel in Folge
Nadal dominierte und gewann die ersten zwei Sätze des Finales gegen Djokovic, der Serbe holte sich den dritten
Nach ihrem ersten Sieg bei den French Open hat Maria Scharapowa alle vier Grand-Slam-Turniere gewonnen. Für das grandiose Comeback hat die neue Nummer eins und bestbezahlte Sportlerin der Welt hart geschuftet
Russin macht mit glattem Sieg über Errani Karriere-Grand-Slam perfekt
Nadal gegen Djokovic zum vierten Mal in Folge Grand Slam-Finale - Serbe will erster Spieler seit Rod Laver werden, der alle vier Slams hält - Nadal kann mit siebentem Titel Borg übertrumpfen
Weltranglistenerster feiert einen ungefährdeten Dreisatzsieg gegen den Vorjahresfinalisten aus der Schweiz - Nadal lässt Ferrer keine Chance
Italienerin nach Dreisatzsieg über Stosur gegen neue Nummer eins der Welt um den Titel in Paris
Spanischen Sandplatzspezialisten gewinnen ihre Partien gegen Almagro bzw. Murray und treffen im Halbfinale aufeinander
Schweizer holt 0:2-Satzrückstand gegen Argentinier Del Potro auf und trifft im Halbfinale auf Djokovic, der Tsonga in fünf Sätzen eliminiert
Scharapowa schürt bei den French Open die Hoffnungen der Tennisvermarkter
Niederlage im Viertelfinale gegen US-Amerikaner - Steirer auch im Mixed gescheitert
Französin Razzano entscheidet dramatisches Duell mit Serena Williams für sich - Nadal locker in Runde zwei
Österreichs Nummer eins verliert gegen deutschen Qualifikanten Berrer und rätselt über körperlichen Einbruch - Auch Mayr-Achleitner ausgeschieden
Sandplatzkönig Rafael Nadal lässt im Finale von Paris Roger Federer nur kurz an seinem Thron rütteln und holt sich in vier Sätzen seinen sechsten Titel in Roland Garros
Chinesin enthront Titelverteidigerin Schiavone am heiligen Sand in Paris und ist ab Montag Nummer 4 der Welt
Die Chinesin Li Na (29) schrieb Geschichte mit ihrem Erfolg bei den French Open. Asiens erste Grand-Slam-Siegerin hofft in ihrer Heimat auf einen Tennisboom
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.