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Tiflis - In der Südkaukasusrepublik Georgien haben etwa 80.000 Menschen gegen Präsident Michail Saakaschwili protestiert. Zu der Protestaktion in der Hauptstadt Tiflis hatte der Milliardär Bidsina Iwanischwili mit seiner Partei Georgischer Traum aufgerufen. Es war der Auftakt des Wahlkampfes vor der Parlamentswahl Ende September. Die Kundgebung werde eine Machtdemonstration sein, hatte Iwanischwili angekündigt. Auch die frühere Parlamentspräsidentin und prominente Regierungsgegnerin Nino Burdschanadse beteiligte sich an dem Protestmarsch in der Millionenstadt, wie die Agentur Interpressnews am Sonntag aus der Ex-Sowjetrepublik meldete.
Saakaschwili reagierte demonstrativ gelassen. Es werde immer Zehntausende geben, die mit Reformen unzufrieden seien, sagte er. Die Opposition wirft dem Staatschef autoritäre Tendenzen vor und befürchtet, dass Saakaschwili, der 2013 nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren darf, Regierungschef werden will. Vor eineinhalb Jahren hatte das Parlament in einer umstrittenen Verfassungsänderung wichtige Befugnisse vom Staatschef auf den Ministerpräsidenten übertragen. (APA, 27.05.2012)
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Saakashvilis Regierung hat meiner Meinung nach in den letzten viele Entscheidungen durchgesetzt, die sich im Nachhinein als richtig erwiesen haben (Polizeireform, Ausbau der Infrastruktur) und dazu, alles im Allem, erreicht, dass es dem Land prinzipiell besser geht als das in den letzten 20 Jahren der Fall war.
Nichtsdestotrotz kann lassen sich autoritäres und vor allem oft unüberlegtes Eingreifen gerade dieser Regierung, Missachtungen der (politischen) Bürger- und Menschenrechte nicht unter den Tisch kehren - ganz zu schweigen von der völlig blamablen "Sommer-Aktion" 2008.
Saakashvili hat einerseits eine ausbaufähige Basis für die Entwicklung Georgiens geschaffen - und das darf man ihm auch als kritischer Beobachter anrechnen. Dass seine Regierung mittlerweile immer mehr festgefahren wirkt und das zunehmend zur staatliche Repressionen und größenwahnsinnige Versprechungen (siehe z.B. 'Lazika') zu kompensieren versucht, steht auf einem anderen Blatt.
Meineserachtens war Saakaschvili schon immer ein gewisser Risikofaktor, (gerade außenpolitisch betrachtet). Demnach stellt sich die Frage: Hat Saakashvili evtl. seinen "Sinn und Zweck" erfüllt, und kann jemand anderes auf positive Weise daran anknüpfen? Ich bin gespannt.
ist lebendig, und zwar ganz offensichtlich. Wo sonst wird im ehemaligen sowjetischen Machtbereich mit so viel Herz und Engagement um Demokratie gerungen. Die angeblich autoritäre Regierung lässt die Oppositon gewähren. Die anstehenden Wahlen werden von einer nie dagewesenen Zahl von internationalen Beobachtern kontrolliert. Und die Richtung, die sowohl Regierung als auch Opposition einschlagen ist klar: Westen, NATO, Freiheit. Und das, trotz eines Nachbarn im Norden, der intensiv versucht, die Geschehnisse zu manipulieren, aber bei den Georgiern auf Granit beißt. Immer schon.
in georgien wurde leider seit der unabhängigkeit immer eine autoritäre regierung durch die nächste ersetzt - obwohl zumindest bei schewardnadse und saakaschwili hoffnung auf mehr demokratie bestand. hoffentlich klappt es endlich bei dieser wahl.
Klar war er der Gute...
Aber jetzt tritt ein Milliardär gegen ihn an.
Und da westliche Medien immer auf der Seite der Reichen und noch Reichereren stehen, ist der eben der jetzt der Gute.
Presse hat die Aufgabe möglichst hohe Gewinne auf dem Annoncenmarkt zu erzielen und diesen Markt mit mehr oder minder interessanten Berichten zu bewerben.
Die Berichterstattung ist lediglich Werbung für den Annoncenmarkt. Oder dachten Sie, die Annoncen sollten Qualitätsjournalismus finanzieren?
....aber sollte da nicht alles eins sein.....ob die Bevölkerung wolltte oder nicht?
Und wer anderer Meinung ist und war in Russland starb oder lernte Sibierien kennen (ist heute ja im Prinzip immer noch so.....siehe Politkowskaya oder Chodorkowski?)
Oh Gott. Habe gerade gelesen das der Milliardär für einen NATO Beitritt Georgiens ist.
Damit wird er dann genau dort weitermachen wo Saakaschwili aufgehört hatte.
Armes Georgien. Von einem Hochverräter gleich zum nächsten.
Für die NATO ist es eine win-win Situation. Die können ihren zukünftigen Angriffskrieg gegen Russland weiter planen, über Proxies.
hier zumindest etwas Text.
http://www.tagesschau.de/ausland/d... is100.html
diverser bunt- und farbputschisten, oder ?
na wird doch zeit, dass sich das volk gegen den "96,5%-präsidenten" (auf lebenszeit) stellt ...
wie immer etwas spät dran, cremeflöte dürfte also doch ein repräsentativer durchschnitt sein ...
mfg
wie man eben so über massenproteste in einem land berichtet: wenn in russland 1000 auf die strasse gehen (bei 142 millionen einwohnern), ist es dem standard eine schlagzeile wert.
wenn in georgien 80000 auf die strasse gehen (bei 4,5 millionen einwohnern) ist es eine randmeldung.
genau SO werden wir "informiert".
und die vorgaben für die längst gleichgeschaltete (kontinantal)-eu-presse sind da klar zu ersehen...
ausnahmen gibt es nur in großbritannien, und da bei weitem nicht nur linke Blätter, sondern auch der Boulevard, der bei Auslandsthemen gegen die veröffentlichet Meinung anschreibt...
anhand der berichterstattung über proteste weltweit kann man sehr gut beurteilen, welche staaten zu den feinden der neoliberalen profitpresse gehören und welche zu den freunden. mit "information" hat das aber natürlich nichts zu tun, - eher schon im gegenteil.
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