Terrorprozess gegen Schiiten endete mit Haftstrafen

  • Polizei in Bahrain.
    foto: hasan jamali/ap/dapd

    Polizei in Bahrain.

Sechs Angeklagte zu jeweils 15 Jahren Gefängnis verurteilt

Dubai - Wegen Terrorismus-Vorwürfen sind sechs Schiiten im Golfstaat Bahrain am Sonntag zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Das Gericht sah unter anderem einen Anschlagsplan auf den Damm zwischen dem Inselstaat im Persischen Golf und Saudi-Arabien als erwiesen an und verhängte Gefängnisstrafen von je 15 Jahren, wie Anwälte der Verurteilten mitteilten. Auf die Entscheidung reagierten diese demnach mit dem Ausruf: "Der Sieg ist nah."

Die sechs Männer gehören nach bahrainischen Behördenangaben einem "Terrornetz" aus acht Schiiten an, das Anschläge auf zentrale Punkte der Infrastruktur des Landes sowie auf Politiker und politische Einrichtungen geplant haben soll. Zwei weitere Verdächtige befinden sich demnach noch auf der Flucht.

Obwohl die Bevölkerung Bahrains mehrheitlich schiitisch ist, wird das Land seit Jahrhunderten von einem sunnitischen Königshaus beherrscht. Die Schiiten klagen über Benachteiligungen im Alltag und protestieren seit Februar 2011 immer wieder gegen die Herrscherfamilie. (APA, 27.05.2012)

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