"Diablo 3": Hürdenreiche Perfektion des Bösen

Tom Schaffer
28. Mai 2012, 17:03
  • "Diablo 3" (Activision-Blizzard) ist für Windows und Mac erschienen.
    vergrößern 1920x1080
    screenshot: derstandard.at

    "Diablo 3" (Activision-Blizzard) ist für Windows und Mac erschienen.

  • Wie immer treibt Blizzard bedeutende Entwicklungen der Geschichte in hervorragenden CGI-Zwischensequenzen weiter.
    vergrößern 1920x1080
    screenshot: derstandard.at

    Wie immer treibt Blizzard bedeutende Entwicklungen der Geschichte in hervorragenden CGI-Zwischensequenzen weiter.

  • Aber auch die kurzweiligen Ingame-Dialoge vertiefen die Inszenierung. Geschwafelt wird nie.
    vergrößern 1920x1080
    screenshot: derstandard.at

    Aber auch die kurzweiligen Ingame-Dialoge vertiefen die Inszenierung. Geschwafelt wird nie.

  • Partycrasher. Freunde können auf Wunsch euren Solo-Spielen jederzeit beitreten.
    vergrößern 1920x1080
    screenshot: derstandard.at

    Partycrasher. Freunde können auf Wunsch euren Solo-Spielen jederzeit beitreten.

  • Der Barbar hat keine Berührungsängste und liebt es, sich in Gegnermassen zu stürzen.
    vergrößern 1920x1080
    screenshot: derstandard.at

    Der Barbar hat keine Berührungsängste und liebt es, sich in Gegnermassen zu stürzen.

  • Der Hexendoktor mag es eigentlich nicht, allzu nah an seine Gegner heranzukommen. Die alternative Kameraperspektive dient übrigens nur der Betrachtung von Ausrüstungsgegenständen. Spielbar ist "Diablo 3" so nicht.
    vergrößern 1920x1080
    screenshot: derstandard.at

    Der Hexendoktor mag es eigentlich nicht, allzu nah an seine Gegner heranzukommen. Die alternative Kameraperspektive dient übrigens nur der Betrachtung von Ausrüstungsgegenständen. Spielbar ist "Diablo 3" so nicht.

Zwölf Jahre ließ Blizzard die Fans warten. Vieles ist gleich geblieben, Entscheidendes ist anders

Blizzard ließ die Fans wirklich warten. Zwölf Jahre. Menschen, die bei der Veröffentlichung von "Diablo 2" noch nicht auf der Welt waren, haben sich heute längst zwischen Gymnasium und Hauptschule entschieden. Die Ärmsten wussten nicht, was sie verpasst haben. Das war gemein. Deshalb hat das Traditionsstudio nun doch einen dritten Teil nachgeschoben.

Der hat sich auf den ersten Blick nicht allzu sehr verändert. Ein unerschütterlicher Held, eine isometrische Perspektive und massenhaft kaputtklickbare Monster erwarten Spieler. Auf den zufallsgenerierten Spielfeldern des Action-RPG folgt man einer linearen Geschichte, die zwar nicht verdient, episch genannt zu werden, allerdings auch keineswegs belanglos oder uninteressant ist.

In vier Akten metzelt man über Wiesen, durch Wüsten, in eisigen Festungen und einer höllischen Endwelt. Und wenn man damit fertig ist, beginnt man auf einem höheren Schwierigkeitsgrad von neuem, um bessere Waffen und Fertigkeiten zu sammeln. Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Rolle der Menschheit zwischen Engeln und Dämonen, Gut und Böse, Schicksal und Selbstbestimmung. Beim zweiten Durchlauf interessiert das aber sowieso niemanden mehr.

Sammeln bis die Sonne aufgeht

Es ist die Sammelwut, die "Diablo" schon immer ausgemacht hat und auch den dritten Teil definiert. Irgendwo wird ein sterbender Gegner schon noch eine feinere Klinge, einen tödlicheren Bogen oder ein magischeres Amulett fallen lassen. "Nur noch kurz" eine dunkle Stelle auf der Karte zu durchsuchen, den nächsten Bossgegner zu knacken oder das knapp bevorstehende Level-Up zu erspielen, wächst sich noch in so manche Spielstunde aus.

Als erste, vergleichsweise vorsichtige Änderung sticht sich die Optik heraus. Wer die Welt schon in früheren Teilen erlebt hat, wird - ob es ihm passt oder nicht - einen farbenfroheren Stil erkennen. Wertfrei betrachtet begrüßt den Spieler immer noch der düstere, nächtliche Look einer mittelalterlich anmutenden Stadt, die von dämonischen Feinden umzingelt ist. Optisch haut das nicht von den Socken. "Diablo 3" ist kein Spiel, das High-End-Rechner zum Wimmern bringt. Dafür war Blizzard auch noch nie bekannt.

Traditionelle Detailverliebtheit

An der Stimmigkeit und atmosphärischen Dichte der Szenerie kann jedoch wie gewohnt niemand mäkeln. Hier wurde weder gehudelt noch geschlampt. Die Liebe der Entwickler für das Spiel liegt erkennbar im Detail. Man findet sie bei den Dorfbewohnern, die im Vorbeigehen über den Helden sprechen. An den Reaktionen, die dessen Taten auslösen, den am Boden krabbelnden Tierchen, die er beim Drauftreten zergatscht und der teilweise zerstörbaren Umgebung. Bei den CPU-Begleitern, deren Geschichte sich langsam aufdeckt. Oder darin, dass jede der fünf Charakterklassen in jeweils männlicher und weiblicher Ausprägung eigens vertonte Zwischensequenzen und Dialoge haben.

Die Ähnlichkeiten zum Vorgänger sind so klar erkennbar, dass sich "Diablo 3" zu Beginn ein bisschen wie ein Remake, eine konservative Modernisierung eines in die Tage gekommenen Spiels anfühlt. Ein echtes Risiko ging Blizzard beim Spielprinzip nicht ein.

Aber spätestens bei der Entwicklung der Avatare beginnen die Veränderungen. Schon die Klassen sind andere. So wirbelt man zwar immer noch als Nahkampf-versessener Barbar durch Gegnermassen oder macht als zerstörerischer Zauberer die abwechslungsreichen Levels unsicher. Doch Totenbeschwörer, Assassine, Paladin, Amazone und Druide sind nicht mehr. Stattdessen schießt man als auf Distanz bedachte Dämonenjägerin um sich, beschwört als passiv-aggressive Hexenjägerin die Natur an seine Seite oder stürzt sich als agiler, von Auren geschützter Mönch auf das Böse. All diese Klassen spielen sich ausreichend unterschiedlich.

Wurschtigkeit

So weit, so unumstritten. Aber wo früher ein bedeutsamer Skillbaum für eine merkbare Ausdifferenzierung zwischen den Charakteren einer Klasse sorgte, ist nun wesentlich flexibleres Spielen erlaubt. Mit der Zeit erlernt der Avatar alle möglichen Fähigkeiten, derer er sich bis zu sechs auf Hotkeys legen kann. und kann jederzeit ummodelliert werden.

Den Unterschied zwischen dem einen und anderen Gleichklassigen macht nun vor allem die Ausrüstung, die entweder gesammelt, getauscht oder (oh glücklicher Zufall) im spieleigenen Auktionshaus ver- und gekauft werden kann - künftig auch gegen echtes Geld. Edelsteine, mit denen Gegenstände teilweise verbessert werden können, sind unschwer wieder aus diesen herauszutrennen.

Nur Hardcorespieler schmerzt der Tod

Sogar der Tod verliert den letzten Rest seines Schreckens. Ist der Charakter einmal nicht zu retten (und das wird vor allem im recht einfachen ersten Durchlauf kaum passieren), verursacht das nicht mehr, als einen Substanzverlust der Ausrüstung (der sich aber über einen verkraftbaren virtuellen Obulus wieder beheben lässt). Ansonsten startet man voll ausgerüstet wieder beim letzten Checkpoint, die Gegner, die einem den Garaus machten, bleiben für den nächsten Anlauf sogar geschwächt.

Wer für Fehler bestraft werden will, spielt im Hardcore-Modus. Dort bedeutet das Ableben allerdings gleich das immerwährende Ende des Charakters. Ein durchaus radikaler Unterschied, der den Nervenkitzel wesentlich verstärkt, aber nur frustresistenten Spielern zu empfehlen ist. Ohne diesen zustätzlichen Anreiz sind praktisch alle Entscheidungen, die man bei der Charakterentwicklung und -ausrüstung trifft, konsequenzlos und reversibel. Das erlaubt
Experimente und Flexibilität, macht aber die Charaktere auch beliebiger.

Die Tücken der Technik

Der Abspann von "Diablo 3" dauert fast 20 Minuten. So viele Menschen haben an der Entstehung dieses Spiels mitgearbeitet. Sie alle konnten nicht verhindern, dass beim Launch ziemlich viel schief ging. Nicht nur Hacker hatten es auf den Betrieb abgesehen, die Server waren vor allem dem legalen Ansturm nicht gewachsen. Das ist einem Unternehmen schwer zu verzeihen, dass mit dem weltweit beliebtesten MMORPG sein Geld verdient. Aber es waren immerhin über sechs Millionen Menschen, die in der ersten Woche mitmachen wollten.

Besonders bitter waren die Probleme für all jene, die "Diablo" nicht unbedingt als Multiplayer-Spiel verstehen, sondern gern allein Gegner tot-klick-klick-klicken. Denn obwohl es sich nicht als MMORPG preist, einen echten Offline-Modus hat das Programm nicht mehr. Auch wer allein auf Dämonenjagd geht, muss auf den offiziellen Servern spielen und sich deren Kontrolllust unterziehen. Absurditäten inklusive: Ein Nickname mit dem man sich seit Jahrzehnten durch das Internet bewegt, wird vom Spiel schon mal als „unpassend" abgelehnt.

Ärgerliche Kinderkrankheiten

Dieser "Always-On"-Zwang , der natürlich auch dem Schutz des spielinternen Tradingsystems gilt, hat auch bedeutendere, negative Auswirkungen: Ist der Andrang gerade wieder zu groß, wirft euch das Spiel einen "Error 37" beim Login entgegen und sperrt euch aus. Wer ein paar Minuten den Rechner verlässt, kann die Verbindung verlieren und muss einen Levelabschnitt neu spielen. Mit etwas Pech führt plötzliches Lag zu einem jähen, erfolglosen Ende eines Kampfes. Muss Blizzard die Server warten, ist das Spiel unbenutzbar.

Nach den ersten Wochen wird das meiste kaum noch eine Rolle spielen. Für die bis zu 60 Euro, die man für "Diablo 3" als digitalen Download (der 7,7 GB groß ist - wer etwa die englische Sprachdatei dazulädt, saugt noch einmal 2,5 GB) löhnen soll, ist es dennoch schwer zu akzeptieren.

Doch so ärgerlich diese Dinge sind, die Verlagerung des Solospiels auf den Server kommt nicht ganz ohne Grund und Nutzen. Blizzard lässt die Grenzen zwischen Einzel- und Multiplay verschwimmen. Jederzeit könnt ihr eure Solo-Abenteuer zum öffentlichen Spiel erklären und andere Gamer beitreten lassen. Während ihr allein durch einen Dungeon metzelt, können sich befreundete Spieler jederzeit einklinken (sofern ihr die Option nicht deaktiviert). All das ist deppensicher integriert. Gäbe es nicht die genannten Nebenwirkungen, es wäre einfacher diesen visionären Ansatz zu loben.

Fazit

Bedauerlich, dass technische Mängel den Launch so stark geprägt haben. Ärgerlich, dass das auch Einzelspieler trifft. Das einzige konzeptionelle Risiko, das Blizzard bei der Entwicklung genommen hat, ist die Aufhebung der Trennung von Off- und Onlinespiel. Bei vielen Spielern fiel das wegen der Probleme gleich in Ungnade. Doch auch wenn diese Neuerung nicht jedem nützt, ist sie doch ein spannender Einfall, der auch gut umgesetzt wurde.

"Diablo 3" ist eine gelungene Fortsetzung, die jene Tugend pflegt, die man an Blizzard-Spielen seit langem schätzt: Das Rad wird nicht neu erfunden, aber bis zur nahezu perfekten Rundung geschliffen. An manchen Ecken wird für den Geschmack alteingesessener Spieler zu viel gestreamlint worden sein. Doch wenn man wieder einmal um 3 Uhr morgens ausloggt und ungläubig auf die Uhr blickt, weiß man, dass das nichts an der herausragenden Qualität des Spiels ändert. (Tom Schaffer, derStandard.at, 28.5.2012)

"Diablo 3" (Activision-Blizzard) ist für Windows und Mac erschienen. Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 416
1 2 3 4 5 6 7 8 9

Lieber Game Standard, wie wärs mit einer Rezzi von "The Secret World". Ein MMO das an Ideenreichtum NICHT zu überbieten ist, welches die Dreifaltigkeit quasi aufgelöst hat und ein Setting hat, dass bisher noch nie da war.

Lieber Tom Schaffer,

schonmal den thread
http://eu.battle.net/d3/de/for... 8?page=753
gelesen?

da steht viel mehr kritik drin als "error 37"

vor allem das dieses Spiel um das Echtgeld-Auktionshaus herumgebaut wurde.

Farmville pay-to-win mit diablo Story.

Suchst du nach Items hast du 1% chance ein für dich passendes Item zu finden innerhalb von 50 Stunden.
Zahle 5 Euro für Item XY und deine Lebenspunkte und Schadenspunkte verfünffachen sich.

und ganz speziell zusammengefasst dieser thread.

eine deutsche übersetzung eines englischen threads.

trifft den nagel auf den kopf

Fazit Teil 2

...

Vielleicht werde ich einfach alt. Aber D3 zieht mich nicht in seinen Bann. Das Spielprinzip steht und fällt mit den vorhanden zu suchenden (Suchtfaktor) Items (= Ausrüstung die gefunden und verwendet werden kann).
Es gibt davon offensichtlich zu wenig verschiedene und zudem wirken sie 'beliebig'. Keine 'Ecken und Kanten'.
Wie auch die Charakterentwicklung. Nichts, keine Entscheidung sofern sie überhaupt möglich ist im Spiel hat bleibende Konsequenzen. Ein neuer Charakter, z.B. Barbar, hat exakt dieselben Möglichkeiten im selben Level wie sein Vorgänger.

Mir ist nicht ganz klar, wie Blizzard die Kunden damit binden will und von ihnen weiter Echtgeld zu erhalten im (zukünftigen) Echtgeld-Auktionshaus.

das ist doch genau das was die massen der kinder wollten ..

kein geld mehr fuer stadtportal und identi rollen ausgeben muessen, das hat ja auch so wahnsinnig viel gekostet ..
die kinder brauchen jetzt auch nicht mehr weinen dass sie sich verskillt haben wobei skill haben und diablo damals schon ein wiederspruch in sich war.
und zum drueberstreuen noch der wowstil

diablo3 wurde sowas von vereinfacht ... zum heulen

ich hab mir noch extra nur wegen diablo 3 ein windows neben ubuntu installiert ich koennt mich ganz zu schweigen wegen den 50 euro fuers spiel

positiv find ich die zufallslevel und die sehr gute deutsche synchro das wars aber auch schon

Fazit nach über 2 Wochen

Ich gebe zu, ich habe es am Tag 1 gekauft. Trotz besseren Wissens. Und nicht mal sehr jung bin ich mehr.

Mich stören nicht so sehr die Serverausfälle. Diese werden langsam weniger. Es ist anzunehmen, dass das Problem gelöst werden wird.

Mehr stört mich
- die offensichtliche Gängelung durch Onlinezwang an sich im Single-Player-Modus
- der kindische Chatt der ungefragt im SP-Modus aktiviert wird (mich interessieren keine Kommentare irgendwelcher Benutzer die gerade ebenso alleine vor'm PC sitzen
- dass das Spiel im 1ten Durchgang viel zu leicht ist
- die fehlende Freiheit der Charakterentwicklung
- der Zuschnitt auf die Cash-Cow Auktionshaus
- der geringe Content and Items

Alles geht in die Richtung Addon/Auktionshaus um noch mehr Geld

Fazit nach über 3

Es ist interessant zu sehen wie die Schar der Fanboys zurückgeht. Leutln, die sich auf Diablo III gefreut haben, als ob der Heiland persönlich zu uns herabstiege und den Osterhasen und den Weihnachtsmann adoptiert, sind inzwischen wirklich sauer auf Blizzard und würden denen nicht einmal mehr ein Lagerfeuer am Polarkreis abkaufen.

Das ist ein Desaster für dieses Unternehmen, das denen noch nicht einmal im vollen Umfang bewusst ist.

Und die Rd ... lässt einen Artikel, der in der Form vollkommener Unsinn ist, weil das Spiel inzwischen der grösste Flop in Blizzards Firmengeschichte ist, unverändert stehen. Auf einer Onlineplattform ... weils ja da gar so schwer editierbar ist :) .

Bizzard ist es geglückt, das erste Single Player Game der Welt zu entwickeln, bei dem man ständig wegen Server und Verbindungsproblemen aus dem Spiel fliegt!

Das ist eine reife Leistung zu der man nur gratulieren kann! Das Spiel ist auf diese Weise praktisch unspielbar!

Heute 4:00 früh ... spontante Serverabschaltung :) .

Also ein derartiger Sauhaufen ist mir noch selten untergekommen :) .

Spontan?

Das wurde schon lange vorher angekündigt!

Gar nichts wurde angekündigt! In der Info beim Loginscreen stand nur, dass sie unverändert an den Latenzproblemen des Auktionshauses arbeiten.

Und dann gab es ohne jeden Grund und Vorankündigung die Mitteilung "In 15 Minuten schalt ma mal wieder ab und eure 60 Euro sind jetzt wertlos".

Cool, jetzt gibts einen neuen Error beim Login.

Error 1

nur um mal einen einblick zu bekommen, wie die user ragen...

http://eu.battle.net/d3/de/for... 8?page=755

fehler 37.

Gestern abend hatte ich wieder mal ein paar Stündlein Zeit, also hab ich voller Freude auf eine zünftige Monstermetzelei meinen Rechner angeworfen.

Nach dem Doppelklick auf "Diablo 3" folgte die erste Planänderung: Ich hab mich von Blizzard überreden lassen, "Lade Heldenliste" zu zocken. Gefolgt von "Fehler 37". Hmmm...

So sehr ich die Kopierschutzproblematik auch verstehen kann, stößt mir der Online-Zwang wie auch schon bei Assassin's Creed II sauer auf. Der Unterschied: Ubisoft hat die Startprobleme bei AC2 recht flott in den Griff bekommen, Blizzard (an sich ja ein geniales Studio) macht sich von Tag zu Tag unbeliebter.

Verdammt, ich will doch nur spielen!

Achtung Spoiler!

Gestern Abend war nervig. Wieder einmal Fehler 37 ohne Ende. Davon abgesehen möchte ich noch ein wenig auf die Geschichte eingehen.
Ich mag keine offenen Enden, auch wenn mir klar ist, dass dort ein Addon anschließen wird.

Da schließt man Leah richtig ins Herz, sie ist quasi die Hauptperson und dann stirbt sie einfach. Nicht einmal einen richtigen Heldentod gönnt man ihr.
Ich denke Akt VI wird davon handeln, dass man ihre Seele irgendwie aus dem Seelenstein befreit. Im Video sieht man den Stein vom Himmel nach unten fallen, also auf die Erde. Da drinnen stecken jetzt wahrscheinlich 7 Übel und ein Mädchen (klingt wie ein P0rnotitel).
Irgendein Trottel wird sich das Ding schon in den Schädel rammen. Und Adria ist auch noch am Leben.

Akt V meine ich natürlich.

Bei ABs Handhabung ist leicht ein Akt VI auch mal dabei.

Bizzard hat mehrere Millionen Spiele verkauft ...

... und das Spiel muss online, aber ohne Abo gespielt werden, kostet aber keine Abo Gebühren. Blizzard hat also unsere Kohle bereits und zwar reichlich! Welche Motivation sollten die jetzt noch haben, das Ding ordentlich zum Laufen zu bringen? Kassiert haben sie ja schon. Ob das Echtgeldauktionshaus Blizzard so viel Geld einbringt, bezweifle ich, wenn ich an die mangelnde Sicherheit des "battle.net" denke.

Und die Server sind immer noch DOWN

Offenbar schafft es Blizz nicht das Spiel ordentlich in Gang zuz bringen. Hatten ja eh nur 12 Jahre Zeit.

Für ein Spiel 60€ zu verlangen das man nicht spielen kann ist schon ein starkes Stück.

bin ein bisserl stolz...

...weil ich mich durch den gesamten thread geschnetzelt habe - das schreit nach einem achievement.
ich hab' das spiel nicht gespielt und werde es auch nicht spielen - die mannigfachen gründe sind eh im thread wiederholt zu finden.

aber für all jene, denen knuddel-look, online-zwang und skillung (oops) bei D3 nicht genügen und die noch eine gewissse affinität zu D2 haben - schaun sie sich das an: http://modsbylaz.hugelaser.com/

brutal, famos und irrsinig

cheers + best

Wenn Blizzard so weitermacht ist Diablo3 schneller tot als sie "Hotfix" sagen können. Ein Blick auf die Forenthreads der offiziellen D3 Startseite genügt um zu wissen das mit dem Game etwas nicht stimmt.

Dieser übersetzte Thread aus dem US Forum fasst die Gründe für den Frust ziemlich gut zusammen:

http://eu.battle.net/d3/de/for... 4507541897

Ich finde man muss die Leute einfach ein bissi vor diesem Spiel warnen weil ich der Meinung bin das die meisten Rezensionen mit Höchstwertungen nicht dem aktuellen Zustand des Spiels entsprechen. Grund ist auch das man das Spiel auch weder zurückgeben noch einfach weiterverkaufen kann wenn man nicht zufrieden ist.

Ich finde es genauso unverantwortlich, dass dieser Artikel in keiner form Bezug darauf nimmt, dass das Spiel primär unverwendbar ist. Wie komplett nutzlos doch Medien in der Zwischenzeit geworden sind. Im politischen Bereich berichten sie über nichts mehr außer ihrer nutzlosen Redaktionspropaganda und lassen sich von EinMann-Quellen jeden Müll als Fakten einreden. Und hier im IT-Bereich ... ist ernsthaft jeder Blog inzwischen ein weit seriöseres Informationsmedium als jeder Onlineauftritt einer Zeitung.

Das musst du dir vorstellen: Inzwischen ist ausnahmslos jedem klar, dass Diablo 3 das mit Abstand grösste Desaster in der Geschichte von Blizzard ist. Und der Artikel beschreibt es unverändert als tolles Spiel. Wer braucht sowas?

gestern ists erst um 22:00 wieder gegangen.

davor error 37 37 37 37
dann mal 73
37 37 37
dann 74
dann 73
dann 3007
dann 61
...
anmelden nicht möglich
discos
etc ...

never play on patchday, patchweek und patchmonth...

jetzt fangt das ganze nerfen der skills der charactere erst an.

Posting 1 bis 25 von 416
1 2 3 4 5 6 7 8 9

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.