Skurriler Wahlwerbespot eines Bewerbers erregt Aufsehen

26. Mai 2012, 20:35
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Demokrat Barth: Bin auf Strauß geritten und wohnte in Lesotho

Washington - Mit einem skurrilen Wahlwerbespot hat ein Provinzpolitiker in den USA landesweit für Aufsehen gesorgt. Der Film des Demokraten Jeff Barth, der bei einer parteiinternen Vorwahl am 5. Juni als Kandidat des Bundesstaates South Dakota für die Wahlen zum US-Repräsentantenhaus aufgestellt werden will, wurde in US-Medienberichten am Freitag als "bizarrste Wahlwerbung des Jahres" beschrieben. In dem mehr als vier Minuten dauernden Film spaziert Barth in Jeans und über der Hose hängendem Hemd einen unendlich scheinenden Waldweg entlang.

Dabei spricht über sein Leben und seine Ziele und geht dabei an verschiedenen am Weg aufgestellten Objekten vorbei - etwa an einer seine republikanischen Konkurretin Kristi Noem darstellende Schaufensterpuppe, einem Globus und einem Gemälde. Während seines Monologs erzählt Barth, dass er dank seines Vaters, eines Diplomaten, in zahlreichen Ländern gelebt habe, darunter Deutschland und "sogar Lesotho". "Nebenbei lernte ich Schachspielen in Island", sagt er und verrückt im Vorbeigehen eine Figur auf einem Schachbrett, das auf einem Tisch drapiert wurde.

"Habe viele Dinge gemacht"

"Ich bin auf einem Straußen geritten und habe viele Dinge gemacht", wirbt Barth. "Ich habe eine lebenslange Erfahrung. Von Eisenhower bis Obama. Von Vietnam bis Afghanistan", sagt er, bevor er an einem weiteren Tisch zu einem Gewehr greift und in die Luft schießt - woraufhin im Hintergrund ein Plastikvogel vom Himmel fällt. Über seine Töchter sagt Barth, sie hätten "gerade Zähne, Hochschulabschlüsse und Ehemänner".

Ob der frühere Telekommunikationsingenieur damit gute Chancen hat, sich gegen seinen parteiinternen Konkurrenten Matt Varilek ist allerdings fraglich. Laut der Zeitung "The Argus Leader" hat seine Kampagne bisher kaum große Spender angesprochen. (APA, 26.5.2012)

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