Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Mittel-schnell
Ostrava - Die große Bolt-Show fiel diesmal aus. Keine Scherze mit dem Publikum, keine Pose, in der er den berühmten Bogenschützen gab. Selbst die obligatorische Ehrenrunde legte der Superstar nach seinem schwachen Rennen in Ostrava mehr im Gehen als im Laufschritt zurück. In 10,04 Sekunden war der Weltrekordler aus Jamaika am Freitagabend trotz seines Sieges die schwächste 100-Meter-Zeit gelaufen, die bisher je in einem Meeting- oder Meisterschafts-Finale für ihn gemessen wurde. Zwei Monate vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in London sorgte das für Rätselraten - vor allem bei Usain Bolt selbst.
"Ich bin wirklich überrascht, genau wie Sie wahrscheinlich auch", meinte der 25-Jährige sichtlich konsterniert. "Ich war gut vorbereitet und auch nicht nervös. Aber ich habe mich nicht so stark gefühlt wie sonst, wenn ich aus den Startblöcken komme. Meine Beine fühlten sich wie tot an. Und ich weiß nicht, woran das lag. Wahrscheinlich war das einer dieser schlechten Tage."
Bolt geschockt
10,04 Sekunden über 100 Meter - eine solche Zeit hat bisher noch kein Österreicher auch nur annähernd erreicht, aber für den schnellsten Mann der Welt ist dieses Ergebnis ein kleiner Schock. Bolts Weltrekord steht bei 9,58 Sekunden, vor drei Wochen lief er in Kingston fast aus dem Stand heraus 9,82. Sein Ziel für das Meeting in Tschechien war deshalb eigentlich eine Zeit "um die 9,7 Sekunden" gewesen.
10er-Zeiten dagegen rennt der dreifache Olympiasieger sonst nur in den Vorläufen großer Meisterschaften, wenn er ab der Hälfte der Distanz locker ausläuft. Von solchen Rennen einmal abgesehen, stand die "10" bei ihm zuletzt im Juni 2009 vor dem Komma, bei einem Meeting in Toronto.
"Ich muss mir das Rennen jetzt noch einmal anschauen und mit meinem Coach sprechen", sagte Bolt. Denn mindestens genauso sehr wie 10,04 Sekunden an sich setzte ihm der Umstand zu, dass er sich diese Zeit so schwer erklären kann. Sicher, Bolt hatte leichten Gegenwind, und sein Start war miserabel. "Aber ich habe viele Starts trainiert zuletzt. Die waren immer sehr gut", betonte der Fabelsprinter.
Duell mit Blake
Auch die üblichen Erklärungsansätze wie Form-, Verletzungs- oder Motivationsprobleme scheiden eher aus. Der Jamaikaner war bereits am Mittwoch - und damit früher als die meisten anderen Athleten - in Ostrava angekommen. Noch bei seiner Pressekonferenz hatte er betont, wie gut er trainiere und in Form sei. Schließlich hatte er zuvor in Kingston den besten Saisonstart seit vier Jahren hingelegt.
Bolts Problem ist, dass er sich eine Schwächephase in diesem Jahr kaum leisten kann. Denn seit seinem denkwürdigen Fehlstart bei der WM 2011 im Vorjahr in Daegu liefert er sich ein Fernduell mit dem neuen Weltmeister Yohan Blake. Beide laufen zwar noch nicht gegeneinander, aber sie treiben sich gegenseitig an. Sein drei Jahre jüngerer Rivale ist für Bolt genau das, was er schon langsam verloren geglaubt zu haben schien: ein würdiger Gegner und damit auch eine neue Herausforderung.
Zum Showdown zwischen den beiden wird es erst bei den jamaikanischen Meisterschaften im Juni und bei den Olympischen Spielen in London kommen. Bis dahin will und muss der Titelverteidiger "weiter hart arbeiten", wie er in Tschechien betonte. Als er das Stadion dort verließ, klang er schon wieder etwas kämpferischer. "Ich weiß immer noch, was ich in diesem Jahr erreichen will und dafür tun muss", erklärte Bolt. "Am Donnerstag in Rom will ich wieder besser sein." (APA, 26.5.2012)
Eine Everest-Besteigung mache "niemals Spaß", sagt Reinhold Messner. "Parasitäre Bergsteiger" regen ihn mehr auf als Touristen auf dem "am besten vorbereiteten Klettersteig". Bergsteiger seien heute jedenfalls keine Helden mehr
19. Giro-Etappe wegen Schneefalls abgesagt - Nibali vor Gesamtsieg
Oberwart putzt den BC Vienna 97:72 - Spiel vier am Samstag erneut im Burgenland
Heat müssen sich nach 93:97-Heimniederlage anschnallen - Lebron mit 36, Roy Hibbert bärenstark mit 29 Punkten
Eaton, Hardee, Sebrle sagten ab - Distelberger schielt auf WM-Limit - Kalte Wettkämpfe werden erwartet
Beim Training mit Federer kamen Erinnerungen auf - Gesetzte Paszek gegen Oudin - Haider-Maurer "Lucky Loser", Meusburger out
Garcia weist rassistische Hintergründe seiner Aussagen zurück und entschuldigt sich mehrfach
Argentinier feiert mit Zweisatzsieg gegen Nieminen achten ATP-Titel
Spieler wie Del Piero, Deschamps oder Vialli sollen laut italienischen Wissenschaftlern bei Champions-League-Sieg unter anderem mit EPO gedopt gewesen sein
Duke-Trainer-Legende Mike Krzyzewski wird Team USA doch zu den Olympischen Spielen 2016 führen
Emese Hunyady, die als Ungarin zur Welt gekommen ist, wurde als Österreicherin Olympiasiegerin im Eisschnelllauf
Zwei WM-Titel für Li - Zhang verteidigt Titel bei den Herren - Mixed-Gold an Nordkorea, im Herren-Doppel setzte sich Taiwan durch
Russischer WBA-Champion besiegte in Myakinino den Polen Andrzej Wawrzyk und steuert Richtung Rekord-Fight mit Wladimir Klitschko
Wiener gewannen das erste Finalspiel gegen Hard mit 29:28 und legen vor
Rudern war eine der erfolgreichsten Sportarten in Österreich. Zuletzt wurde zweimal en suite Olympia verpasst. Nun will der Verband mit neuem Präsidenten und neuem Trainer an frühere Erfolge anknüpfen
"Point of Entry" soll erst noch laufen, dann zeugen
ÖSV-Präsident wird Chefkoordinator eines Olympia-Förderprojekts - Olympionike Sieber mit an Bord
Kritik nach Simpsons Unfalltod - "Ein Extremsport"
Prinzlicher Besuch von Harry beim Kräftemessen der Kriegsversehrten und ein israelisches Vorbild
Souveräner Sieg auch im Rückspiel des Cupsieger-Finales gegen Issy Paris
Klarer Finalsieg gegen Außenseiter Hawkins nach fast einjähriger Auszeit - O'Sullivan: "Gespielt weil ich Geld brauchte"
ÖRV-Profi baut Führung auf Schlussetappe sogar noch aus
80 Millionen Euro sollen teilweise nach Leistungskriterien jährlich in Spitzen- und Breitensport fließen
Dritter Saisonsieg für Ex-Weltmeisterin - Schubert musste Route wiederholen
Mr. Bolt, take this: http://alturl.com/aphsk
guter Grund.
Wahrscheinlich ist es auch unwahrscheinlich schwierig, in dieser Situation das Allerletzte aus sich heraus zu holen, und das muss auch ein Bolt, um 9,7 oder 9,8 zu laufen.
Aber das kann nicht die einzige Erklärung sein, warum er nicht ein sub-10er Zeit gelaufen ist.
Vielleicht doch das Bier :-)
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.