Brot aus Geld backen mit Götz Bury

Ansichtssache

In seiner postapokalyptischen "Neue (schöne) Steinzeit"-Kochshow beweist Götz Bury: Geld kann man doch essen, und man wird es auch essen müssen

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foto: derstandard.at/tinsobin

Ein lauer Spätfrühlingsabend in Wien-Ottakring. Götz Burys "Kochstudio" in der Grundsteingasse 15 hat im Rahmen von Soho in Ottakring seine Tür geöffnet. Draußen kann die Welt untergehen, drinnen werden Geldscheine zu Brot verarbeitet, für die Zeit nach dem Weltuntergang. In seinem aktuellen "Performance, Shop & Shelter"-Programm mit dem Titel "Neue (schöne) Steinzeit" liefert der Künstler seinem Publikum Anregungen für ein Leben nach der Zivilisation, denn: "Spüren Sie es schon?", fragt er, "die Apokalypse ist nahe. Und nach der Apokalypse kommt sofort die Postapokalypse." Zu einem einigermaßen zivilisierten Leben in dieser neuen Welt gehören eine endzeitliche Modenschau mit Trenchcoat-Hosen, PET-Flaschen-Flip-Flops und Einweg-Mischbrotschuhen sowie das Verspeisen von Geldscheinen nach deren endgültigem Verfall.

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