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Selbstverständlich: Die Apotheker haben nur das Wohl der Patientinnen und Patienten im Sinn, wenn sie sich gegen die Abgabe rezeptfreier Medikamente in Drogeriemärkten wehren. Und tatsächlich, selbst scheinbar harmlose Schmerzmittel wie Aspirin können gefährliche Auswirkungen haben. Das spräche dagegen, dass man sich aus dem Regal damit eindecken kann.
Nur: Dass seit der Aspirin-Patentierung im Jahr 1899 je ein Apotheker einen Kunden vor dem Verkauf nach Vorerkrankungen oder anderen verschriebenen Medikamenten gefragt hat, dürfte der Lebenserfahrung nach eher der Ausnahmefall sein.
Schon im Jahr 2007 warnte die Apothekerkammer zu dem Thema: "In Amerika zum Beispiel sind rezeptfreie Medikamente im Supermarkt erhältlich, und dort sterben pro Jahr 15.000 Menschen an den Folgen unkontrollierter und unsachgemäßer Einnahme einfacher Schmerzmittel."
Eine kleine Recherche beim staatlichen US-Zentrum für Seuchenbekämpfung ergibt, dass die 15.000 Todesfälle stimmen - allerdings beziehen sie sich dezidiert auf verschreibungspflichtige Medikamente.
Was der entscheidende Punkt ist: Der mündige Patient sollte von seinem Arzt über für ihn relevante Risiken und Nebenwirkungen rezeptfreier Arzneien aufgeklärt werden. Wo er sie kauft, sollte ihm aber selbst überlassen bleiben. Sonst ist es die Bevormundung Mündiger. (Michael Möseneder, DER STANDARD, 26./27./28.5.2012)
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PARKEME* 500 in der 10er Packung kriege ich ohne jedes Rezept in jeder Apotheke!
in der 50er Packung --> deutlich günstiger krieg ich die nur auf Rezept!
nebenbei: Ich bin 50+ und durchaus mündig, um festzustellen ob ich eine Schmerztablette brauche.
Ich empfinde es als äusserst unangebracht, wenn ein/e mir fremde/r Apothekenangestellte/r mit mir über von meinem Arzt meines Vertrauens verschriebene Medikamente vor wartenden anderen Kunden zu sprechen anfängt und meine Krankheit damit öffentlich macht.
Mir ist das vor kurzem passiert.
Ich bin zu einer Zahnärztin gegangen die von mir wollte das ich einen Fragebogen ausfülle.
Da wurde ich nach allen möglichen Erkrankungen gefragt. Kam mir komisch vor, da dies andere Zahnärzte nicht fragten bzw. nicht in diesem Ausmass.
Gleich zu Beginn versuchte sie mich dann zu einer 100-Euro "Mundhygiene" zu überreden. Danach wollte sie zwei Zähne ziehen.
Das war der Zeitpunkt wo ich gegangen bin, aber es hat mich überrascht. Gibt es da keine Beschwerdestelle? Ich finde es unethisch und unehrlich von Ärzten primär auf das Geld zu schauen und erst sekundär darauf, ob eine Behandlung wirklich notwendig und optimal ist. Und die Extra-Fragen über "Vorerkrankungen" waren auch unnötig.
würde ich anders formulieren: Wirklich mündige Verbraucher sollten auch Verantwortung für sich übernehmen und sich aktiv selbst darüber informieren, was für sie gut ist - nicht immer bloß passive Aufklärung über sich ergehen lassen. Dann würden sich diese mündigen Patienten vielleicht auch nicht immer der Bequemlichkeit nachgeben, sondern das ein oder andere Mal auf den Einsatz von Medikamenten verzichten, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Dadurch lassen sich die Risiken aus falscher Medikation immer noch am besten minimieren...
ich informiere mich vorher im internet über ein medikament und kaufe es dann beim dm.
weil das internet bietet sicher mehr informationen über nebenwirkungen, wirkungsweise, wirksamkeit eines medikaments als es jeder apotheker je bieten wird können.
warum eigentlich immer aspirin? ist eigenlich genau betrachtet eines der schlechteren schmerzmedikamente da zusätzlich gerinnungshemmend und entzündungssenkend, für normales kopfweh würd sich paracetamol mehr empfehlen. und diese ständige aspirin c fresserei bei kleinen verkühlungen fällt auch mehr unter das motto "mit 7 tage ohne eine woche" + ein bissl ein blutungsrisiko.
Eigentlich ein Nullthema für mich, da mir die Zehnerpackerln Aspirin C ablaufen, weil ich nie welche brauche (das könnte sich allerdings ändern), aber für die Möglichkeit, auch nachts oder feiertags unbürokratisch an Medikamente zu kommen bin ich bereit, etwas mehr zu zahlen, denn die Kinder werden zwar selten aber immer zu den unbequemsten Zeiten krank. Und eines ist sicher, was es einmal im dm gibt wird es sehr schnell in Apotheken nicht mehr geben, mit Ketten hat noch kein Einzelhändler mithalten können.
Ärzte haben übrigens noch weniger Zeit für die Fragenbeantwortung und Patientenaufklärung als die Apotheker, von denen ich bis jetzt immer gut beraten wurde, aber fragen muss man halt schon.
Also, ich weiss nicht, ob der Autor ein Journalist oder ein Interessensvertreter ist. Als Konsument aber bin ich der Meinung, dass Medikamente absolut nur in die Hand der Apotheken gehören. Klar wissen die meisten Menschen heute besser Bescheid über Wirkungen von Schmerzmitteln und sonstigen frei verkäuflichen Medikamente. Aber ich kann in jedem Fall den Apotheker zu Rate ziehen. Versuchen Sie das mal in einem Drogeriemarkt. Da laufen 3 b.4 Angestellte herum, die keinerlei Wissen über Medikamente haben.
medikamente auf jeden fall, unbedingt. aber das "nebengeschäft" der apotheken mit hustensafterln, shampoos etc. kann man ruhig einmal durchleuchten und zumindest teile davon freigeben.
ich glaube nicht nicht, dass das zum ruin der apotheken führen wird.
Es geht aber um zugelassene Arzneimittel, die dm verkaufen will, alles andere darf er ja eh verkaufen. Dm (Drogeriemarkt) sucht nach etwas, womit er sich von seiner Konkurrenz wie Bipa (nur billige Parfümerie) etc abheben kann und Arzneimittel kämen ihm da natürlich sehr recht.
Die Abgabe von Arzenimittel ist übrigens in sehr hier vielen Staaten der Welt streng reguliert, Österreich ist mit der Apothekenexklusivität für Arzneimittel alles andere als ein Einzelfall. Ich fände es vernünftiger, zur Förderung von etwas Konkurrenz die Neugründung von Apotheken zu erleichtern anstatt einer Drogeriekette zu erlauben, Arzneimittel zu verkaufen. Eine gewisse Regulierung wird aber notwendig sein, Rosinenpickerei bringt gesundheitspolitisch nichts.
Die EU bemüht sich unter anderem mit Klagsandrohungen schon seit Jahren den Medikamentenhandel in den Mitgliedsländern zu liberalisieren.
EU Regeln werden in Österreich scheinbar aber meist dann umgesetzt wenn es einer einflussreichen Interessensvertretung passt. In diesem Fall sind die Apotheker dagegen und die Konsumentenvertreter dafür. Ein Schelm wer glaubt der Konsument wäre in Österreich stärker Vertreten als eine wirtschaftliche Interessensvertretung.
Das trägt insgesamt wohl auch zum Guten Ruf der EU bei. Regelungen die für den Konsumenten einen Nachteil bringen werden prompt umgesetzt. Regelungen zum Vorteil der Konsumenten nur schleppend wenn überhaupt.
Positive Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
1000 Packung Aspirin aus dem Supermarkt wie in der USA finde ich bedenklich.
Andererseits die völlig überteuerten Präperate aus der Apotheke in Österreich sind auch eine Frechheit. So kann man bei Aspirin ca. 2/3 in der EU sparen und bei Kontrazeptiva sind es auch 1/3 zwischen Österreich und Deutschland und da muss ich mich schon nach den Intentionen der ach so besorgten Mag. pharm. fragen.
Ich würde das ganze eher als Verbesserung der medizinischen Grundversorgung subsummieren. Weil ist es wochentags so einfach möglich um 18.30 uhr geschweige denn samstags nachmittag eine packung aspirin zu bekommen. Wenn man schon etwas gegen den Verkauf bei DM & Co hat sollte man zumindest danach trachten die mittelalterlichen Öffnungszeiten von "Tagesapotheken" endlich an die Neuzeit anzupassen!
Abgesehen davon gibt es mittlerweile in jedem Einkaufszentrum auch eine Apotheke. Wie verträgt sich das mit der Maxime kein Medikamentenverkauf im Supermarkt. Weil ein Einkaufszentrum ist im Grunde genommen nix anderes als ein rießengroßer Supermarkt.
Eine Apotheke ist eine Apotheke, egal, wo sie sich befindet. Gar so drehen und wenden kann man die Sache nicht, wie man will. Das Wichtige an einer Apotheke ist, dass dort ausgebildete Angestellte den Kunden bedienen. Eben nicht so wie in einem Supermarkt.
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