Elsners Fernbleiben stört Bawag-Prozess-Plan

25. Mai 2012, 17:11
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Keine Verhandlungstage kommende Woche

Wien - Überraschend hat heute am späten Freitagnachmittag BAWAG-Richter Christian Böhm alle Verhandlungstage im zweiten Bawag-Prozess in der nächsten Woche abberaumt. Als Grund wird in einer Aussendung des Wiener Landesgerichts die "behauptete Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Angeklagten" genannt. Zur Wahrnehmung des für 29. Mai vorgesehenen Arzttermins werden nun vier Verhandlungstage - vom 29. Mai bis zum 1. Juni - abberaumt, so der Gerichtssprecher Christian Gneist.

Elsners Anwalt Jürgen Stephan Mertens hatte erklärt, dass Elsner Wasser in der Lunge habe und punktiert werden musste. Dies habe er dem Gericht am Freitag mitgeteilt.

Am Dienstag, dem neunten Verhandlungstag, sowie am Mittwoch wollte Richter Christian Böhm im BAWAG-Verfahren nur die Subsidiarklage der Bank gegen Elsner behandeln. Am Mittwoch war die Einvernahme zahlreicher Zeugen geplant, darunter etwa ÖGB-Chef Erich Foglar. Geplant war, dass Elsner auch zu anderen Fakten in der Causa BAWAG aussagen sollte.

Erst gestern, Donnerstag, hat Böhm ein Vertagungsansuchen Elsners wegen dessen gesundheitlichen Zustandes abgelehnt, nachdem der gerichtlich bestellten Sachverständige Günter Steurer Elsner Verhandlungsfähigkeit attestiert hatte. Dies stehe im Widerspruch von zwei Ärzten, die Elsner behandelt hätten, so Mertens.

Elsner sitzt bei der teilweisen Neuauflage des Bawag-Prozesses erneut auf der Anklagebank, weil die Bawag über eine Subsidiaranklage auf seine Pensionsabfindung von rund 6 Mio. Euro zugreifen will. Der Ex-Bawag-Chef hätte bereits zweimal vor dem Schöffensenat erscheinen sollen, den Ladungen ist er aber jedes Mal mit dem Hinweis auf seine angegriffene Gesundheit ohne Vorankündigung nicht nachgekommen. (APA, 25.5.2012)

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