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25. Mai 2012, 16:56

Nicht alle Banken sind schlecht

Gut und böse: Die Karten werden gern so verteilt, dazwischen nichts. Die Meinung will bestätigt sein, die Feinbilder wollen halten. In diesem Brachialmuster gilt: Alle Banken sind böse, schuldig. Der Preis für die Bereitschaft von Kunden, ihre Bank weiterzuempfehlen (Recommender), bringt ein wenig Differenzierung in die Sache: Die Kärntner Sparkasse oder die Easybank, so zeigt sich, sind nicht JPMorgan.

US-Investmentbanken sind nicht dasselbe wie Hausbanken. Das heißt: Ja, es gibt gierige Bankenvorstände. Aber es gibt auch tausende Bankmitarbeiter, die sich den sprichwörtlichen Haxn ausreißen, einen guten Job für ihre Kunden machen und ihren Instituten damit guten Ruf bescheren. Das macht die Systemfehler nicht besser - ehrt aber alle, die in den Finanzen gut arbeiten. (Karin Bauer, DER STANDARD, 26./27./28.5.2012)

Der Ruf der Banker ist beschädigt

Einige wenige Bankmanager/Trader/Investmentbanker haben durch ihr rücksichtsloses, teils auch kriminelles Handeln die Reputation einer ganzen Branche schwerstens beschädigt. Die Konsequenzen daraus wurden mE nur unvollständig gezogen. Prämienmodelle, die nach wie vor bestenfalls rücksichtsloses Verhalten, schlimmstenfalls kriminelle Energie fördern, sind nach wie vor usus. Stelleninserate oder Bewerberanforderungen bei Head Huntern beinhalten nach wie vor KEINE Kanditatenwerte wie INTEGRITÄT, SERIOSITÄT, EHRLICHKEIT, REDLICHKEIT usf. Solange eine Katharsis in diesem Sinn nicht öffentlich gelebt wird, werden Banker mit dem ramponierten Image leben müssen.

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