Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Immer schneller, schneller, schneller - die psychische Belastung im Job macht krank.
Massive Arbeitsüberlastung, Stress und psychischer Druck sind verantwortlich für immer mehr Krankenstandstage in Österreich. Nun soll sich zum Schutz der Arbeitnehmer konkret etwas zum Positiven verändern: Diese Woche haben sich die Sozialpartner darauf geeinigt, das Arbeitnehmerschutzgesetz, das Arbeitsinspektionsgesetz und die arbeitsmedizinische Ausbildungsverordnung zu novellieren - derzeit ist alles in Begutachtung.
Kern der Neuerungen, die ab 2013 wirksam werden sollen, ist die Erweiterung der Evaluierungsverpflichtung, heißt es von der Arbeiterkammer in einer Aussendung: Es kommt eine klare und eindeutige Verpflichtung, psychische Belastungen der Arbeit zu erheben, zu beurteilen und geeignete Maßnahmen zur psychischen Gesundheit der Arbeitnehmer festzulegen und umzusetzen. Arbeits- und Organisationspsychologen sollen diese Evaluierung vornehmen. Das ist neu, denn bisher mussten Arbeitgeber nur sicherstellen, dass der Arbeitsplatz nicht körperlich krank macht.
Weitere inhaltliche Neuerungen:
Der Hintergrund: Laut internationale Studien sind in Europa zwischen 50 und 60 Prozent der krankheitsbedingten Arbeitsausfälle in der einen oder anderen Form auf Stress in der Arbeit zurückzuführen sind. Die dadurch bedingte Verringerung der Arbeitsleistung und -produktivität führt zu gesamtwirtschaftlichen Kosten von bis zu 3,3 Milliarden Euro. (mat, derStandard.at, 25.5.2012)
Nehmen Sie sich Zeit dafür oder fällt die Pause dem Zeitdruck zum Opfer? - Stimmen Sie ab und diskutieren Sie im Forum
Jeder Vierte an der Grenze seiner Belastbarkeit - IG Metall fordert von deutscher Regierung eine Anti-Stress-Verordnung
Chefärzte attestieren entweder "krank" oder "gesund". Die Erste Bank hat Strukturen, wie es dazwischen klappen kann
Nehmen Sie sich Zeit dafür oder fällt die Ruhepause dem Termindruck zum Opfer? - Stimmen Sie ab
Die Evaluierung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz ist Pflicht - Welche Strafen drohen, erklärt Psychologe Kriechbaum
Alle gehen einem auf die Nerven - die Ungeduld nimmt zu, gleichzeitig die Erschöpfung. Wann von An- auf Entspannung umgeschaltet werden sollte
Seit heuer müssen arbeitsbedingte psychische Belastung evaluiert werden - Um psychisch bedingte Erkrankungen zu verringern
Bessere Unterstützung für Arbeitnehmer bei Behandlung könnte laut einer Studie 20 Milliarden Euro ersparen
Angestellte sind laut AK-Studie weniger betroffen - Bauarbeiter und Fabriksarbeiter spüren psychische Belastung am stärksten
Anstieg in Österreich in den letzten Jahren - EU-Schnitt bei nur 4,1 Prozent - AK fordert Maßnahmen
Arbeitgeber dürfen gleich ärztliche Bescheinigung von Mitarbeitern verlangen - Deutsche klagte, weil sie sich schikaniert fühlte
"fit2work" hilft bei der Integration Kranker in die Firma - Projektleiterin Renate Czeskleba erklärt das Programm
Das Arbeitnehmerschutzgesetz wird ab 2013 eine verpflichtende Auswertung der psychischen Fehlbelastungen in Unternehmen vorsehen
AK-Experte: Behandeln wie "Arbeitsmittel" - Psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch, Österreichs Betriebe hinken mit Maßnahmen nach
Unternehmen sind in der Pflicht, wenn es um Gesundheitsförderung der Belegschaften geht
Psychische Belastung im Job nimmt zu - Speziell bei Burnout und daraus oft entstehenden Erschöpfungsdepressionen steigende Fallzahlen
Während in anderen Ländern der EU die Zahl der Mobbing-Fälle leicht sinkt, ist sie in Österreich deutlich gestiegen - Mobbing hat eine strafrechtliche Komponente
Wenn sie weder über- noch unterfordert, so Psychiater Detlef E. Dietrich - Menschen leiden unter Verdichtung von Aufgaben
Initiative "Company Sport Champion" soll heimische Beschäftigten Beine machen
Sieben Tage durch die Allgäuer Alpen - ohne Essensvorräte und Handys im Gepäck - Das Ziel: Bewusstsein für den Arbeitsstil schärfen und Blutwerte verbessern
Die Arbeitswelt hat sich in einem Tempo verändert, das immer mehr Menschen ins Burnout treibt. Die Gesellschaft ist sensibilisiert, der Markt der Anti-Burnout-Trainings boomt
Burnout-Fälle nehmen zu, Fehldiagnosen auch, sagt die Psychologin Melanie Holz - Sie kritisiert das Expertentum im Internet
Immer mehr Menschen brennen im Job aus. Ängste und Überforderung werden unterdrückt. Höchste Zeit für die Neubewertung ökonomischer Glaubenssätze
Versicherung sieht rückläufige Tendenz - 500.000 Lärmarbeitsplatz in Österreich
"Betriebliche Gesundheitsförderung" als moderne Unternehmensstrategie beginnt schön langsam ins Bewusstsein vorzudringen.
Die OÖGKK fördert Projekte für die Betriebliche Gesundheitsförderung: Wenn ein Betrieb ein solches Projekt starten möchte, fördert die OÖGKK ein solches Projekt mit 90% (für Betriebe bis 49 MA) bzw. mit 80% (für Betriebe ab 50 MA).
Mehr Infos gibts auf:
http://www.netzwerk-bgf.at/portal27/... &p_tabid=2
Also, in der Branche, in welcher ich bisher immer gearbeitet habe, ist es ungeschriebenes Gesetz, dass man zu kathastrophalen Bedingungen zu rackern hat; Psychodruck selbstverständlich inklusive.
Wenn man da plötzlich aufzeigt, und an ein Arbeitsrecht erinnert, wird man nur ausgelacht und darf danach gehen, um für jemanden Platz zu machen, der schon gierig auf so eine Stelle wartet - und weiß, dass er sich so lange ausbeuten lassen wird, bis er selber zusammenklappt ...
Ich denke, das ist heutzutage bei fast allen besseren Stellen/Branchen so. Da zeigen solche "Gesetz-Ideen" wieder mal, wie weit dauernd an den realen Bedingungen vorbeigezielt wird.
Würden Gesetze niemals an den "realen" Situationen vorbeizielen- dann gäbe es keine.
Die reale Situation eines Einbrechers ist, dass er das Geld im Tresor, den Familienschmuck, den Flat- TV haben möchte - dennoch zielt das Strafgesetz an dessen Realität vorbei.
Die reale Situation von Unternehmen ist, dass sie den größten Profit für Aufwände gegen Null hin erzielen möchten - und wiederum zielen ASchuG, AVG usw. daran vorbei.
Gottseidank sind Gesetze so miserable Schützen!
Da kann man nur sagen "weltfremd". In meinem Job interessiert es auch keinen ob ich von 06.30 Uhr bis 22.00 Uhr im Büro bin.
Denn die Unternehmen haben sich ja an Gesetze zu halten. Und die DienstnehmerInnen müssen ihre Rechnungen zahlen. So schauts aus
Also - wo kein Kläger - da kein Richter. Daher wird kaum jemand zum Arbeitsinspektorat laufen und sagen "bitte ich weiss was .... ".
denn was gesetzlich verankert ist, kann man wohl auch einfordern/-klagen. Bisher gibt es viel zu wenig Maßnahmen für Mobbing-Opfer und gegen mobbende Vorgesetzte, die den Psychostress erst anzetteln. Ich begrüße die Maßnahme, da jetzt endlich nicht nur körperlich belastende Situationen bewertet werden. Es gibt ja - wo ich arbeite - genügend Mitarbeiter die die psych. Belastung selbst am eigenen Leib erfahren haben und sich auch als Zeugen hergeben würden, wenn eine ArbeitnehmerIn sich juristische Schritte überlegt. Nach der jetzigen gesetzlichen Lage ist es schwierig/unmöglich bei Psychoterror durch die Vorgesetzte etwas zu unternehmen. In Zukunft dürfte das einfacher werden.
"Kern der Neuerungen, ... ist die Erweiterung der Evaluierungsverpflichtung, ... Es kommt eine klare und eindeutige Verpflichtung, psychische Belastungen der Arbeit zu erheben, zu beurteilen und geeignete Maßnahmen zur psychischen Gesundheit der Arbeitnehmer festzulegen und umzusetzen."
Ich vermute einmal der Arbeitgeber?!
Gerade im Gesundheitsbereich, in dem in den letzten Jahren kräftig an Personal gespart wurde um den Profit zu maximieren, werden die physischen und psychischen Belastungen geleugnet.
Fragt man die Arbeitgeber, so ist alles in Ordnung und für die Angestellten wird das best mögliche getan. Papier ist geduldig.
Fragt die Angestellten nach den Belastungen!!!!
Nur so macht die Evaluierung sinn
... von den SFK, SVP, Betriebsärzten, Betriebsräten und AG im Betrieb durchgeführt. In Betrieben ab einer bestimmten Größen hat zumindest 2mal jährlich ein ASA- Ausschuss (Besetzung siehe oben) stattzufinden.
Im Rahmen der BGF evaluiert eine Steuergruppe, wiederum mit derselben Besetzung.
also bitte! wohin kommen wir denn da! wie wir gerade tagtäglich aus den medien entnehmen können ist der weg zur glückseeligkeit - bzw. zum gewinn der unternehmen - gepflastert mit der aufgabe aller arbeitnehmerrechte.
schauen wir mal nach griechenland&co und dann hören wir uns mal die aussagen der eu-politiker dazu ein wie das land den zu retten wäre. "abbau der hürden am arbeitmarkt" wird da ganz nett genannt was in wahrheit bedeutet: ausbeutung der arbeitnehmer!
Wenn der Abgestrafte von 40 Arbeitsjahren 35 (fordere ich als Mindeststrafe) im Gefängnis sitzt, wird er Probleme haben einen Job zu finden mangels Erfahrung und Fortbildung. So nebenbei, bei so einer Haftstrafe will ich die Pensionshöhe sehen.
Sie sehen, für alles gibts einen Lösung.
..wir immer mehr an Boden, gegenüber den "Billigländern" wie China verlieren.
Unser Wohlstand (soweit mir bekannt, liegen wir auf Position 8 weltweit) macht uns immer fauler und treibt uns mittelfristig in den Ruin. Griechenland ist dafür ein hervorragendes Beispiel!
Nur weiter so, mit all den Regulierungen "zum Wohle der Bürger", die nächste Generation wird uns hassen für die Scherben die wir Ihnen überlassen!
Danke, dass Sie uns als LeistungsträgerIn an unsere Faulheit erinnern! Womöglich hätten wir es sonst in unseren gemütlichen Lehnsesseln daheim gar nicht bemerkt, dass der Lebensstandard in Österreich schon weit hinter dem der Chinesen liegt.
<Ironie off>
Die Frage die sich jeder selbst stellen kann:
Arbeiten ich um zu leben oder lebe ich um zu arbeiten?
der selbst arbeitsplatzbezogene Bewertungen durchführt, sehe ich diese Entwicklungen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits wird immer mehr Papier produziert, das sehr wenige lesen, anderseits sind das Instrumente, die uns Risiken oft erst bewusst machen. Gut durchgeführt helfen diese Instrumente schon. UND - nicht zu vergessen - wenns einmal geschrieben ist, kann niemand sagen, er hats nicht gewusst. Das erzeugt schon Druck, da solche Aufzeichnungen gerichtsrelevant sind, falls einmal etwas passiert ist ...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.