Mobilfunker decken Kunden mit Nebenspesen ein

27. Mai 2012, 10:03
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"Die Nebenspesen sind für Konsumenten unüberschaubar"

Grundgebühr und Gesprächskosten - damit ist es bei der Handy-Rechnung meist nicht getan. Die heimischen Mobilfunker haben sich nämlich "ein Wirrwarr an Nebenkosten einfallen lassen". So die Konsumentenschützer der AK in einer Aussendung. Ein Test bei sieben Anbietern brachte 56 unterschiedliche Nebenspesen ans Tageslicht. "Die Nebenspesen sind für Konsumenten unüberschaubar", sagt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. 

Servicepauschale
Ein Dorn im Auge ist den Konsumentenschützern die 2011 eingeführte jährliche Servicepauschale in der Höhe zwischen zehn und 20 Euro. Enthalten sind in dieser Pauschale bei fünf Anbietern unterschiedliche Leistungen, die aber gar nicht jeder Kunde braucht, etwa Diebstahlsperre.

Der Vielfalt an Handy-Nebenspesen sind keine Grenzen gesetzt. So fallen Nebenspesen oft schon automatisch mit Vertragsabschluss an, zum Beispiel Kosten für die Aktivierung. Wer einen speziellen Wunsch hat, zahlt für "Extras" (etwa für eine Wunschrufnummer).

Einige Beispiele:
+ Die Zahlscheingebühr kann zwei bis 3,20 Euro ausmachen.
+ Das Zusenden von Rechnungskopien kostet zwischen zwei und fünf Euro.
+ Für Mahnspesen pro Rechnung werden in der Regel 4,36 bis zehn Euro verrechnet.
+ Für eine SIM-Sperre wegen nicht bezahlter Rechnungen verlangt die Mehrzahl der Anbieter 20 bis 30 Euro.
+ Das Entsperren nach bezahlter Rechnung kostet dann bei der Mehrzahl der Anbieter zwischen neun und 30 Euro.
+ Wer sein Handy verliert, zahlt für die Sperre bei einigen Anbietern zwischen fünf und 20 Euro.
+ Eine Wunschnummer schlägt sich bei den meisten Anbietern mit 20 bis 200 Euro zu Buche. (red, 27.05. 2012)

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