Chips: Salzig, fettig und mit weniger Acrylamid

Keines der getesteten 14 Produkte überschreitet den Acrylamid-Richtwert - Hohe Fett- und Salzwerte enthalten die Knabbereien dennoch

Wien - Was wäre ein gemütlicher Fernsehabend ohne Knabbereien? Dass Chips & Co nicht unbedingt gesund sind, ist bekannt. Und dennoch wird pro Person durchschnittlich ein Kilogramm Kartoffenchips (rund sechs Packungen) jährlich verzehrt.

Vor einigen Jahren aber kamen Chips in Zusammenhang mit Acrylamid ins Gerede. Acrylamid ist im Tierversuch krebserregend und erbgutschädigend und entsteht beim Backen, Braten oder Frittieren von von stärkehaltigen Lebensmitteln wie Erdäpfeln. Die Wirkung dieser Substanz auf den Menschen ist noch immer nicht geklärt. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat daher 14 Chips-Produkte getestet. Das erfreuliche Ergebnis: Kein einziges Produkt überschritt den von der EU festgelegten Richtwert.

Acrylamid und 3-MCD-Ester

Der EU-Richtwert für Acrylamid beträgt für Chips derzeit 1.000 Mikrogramm pro Kilogramm (µg/kg). Innerhalb des Testfeldes stellten sich aber deutliche Unterschiede heraus: Am wenigsten Acrylamid steckt in funny-frisch (150 µg/kg), am meisten in den Kartoffel Chips von Sunsnacks Kartoffel Chips Salz (878 µg/kg). Stark verbessert haben sich die Classic salted Chips von Kellys. Während diese beim letzten VKI-Test noch 2.245 µg/kg Acrylamid beinhalteten, wurden diesmal 402 µg/kg nachgewiesen. Auch Pringles konnte den Acrylamidgehalt von 888 µg/kg auf 230 µg/kg reduzieren.

Generell waren die gemessenen Werte - sowohl beim Acrylamid als auch beim Kochsalzgehalt - tendenziell niedriger als noch beim letzten Test im Jahr 2008. Viel Salz und auch Fett enthalten sie aber nach wie vor. Pringles Original enthielten als einziges Produkt Transfette.

Die Hälfte erhält ein "gut"

Die beiden Testsieger stammen von Lorenz (Chrunchips Salted und Naturals Classic) gefolgt von den wesentlich günstigeren Sunsnacks (All natural chips Salz bei Hofer) und und Crox (Penny); sechs von 14 Produkten wurden insgesamt mit "gut" bewertet. Nur die Chips von Prigles wurden aufgrund der großen Mengen an 3-MCPD-Ester mit "weniger zufriedenstellend" bewertet. Das sind Stoffe, die beim Raffinieren von Speiseölen und -fetten entstehen. Über die Wirkungen der 3-MCPD-Ester liegen noch keine abschließenden wissenschaftlichen Erkenntnisse vor.

Viel Fett

Keine Neuigkeiten gibt es beim Fettgehalt, denn Chips sind nach wie vor eine üppige Angelegenheit. Zwischen 32 und 43 Gramm Fett stecken in 100 Gramm Chips. Bei einer Packung Clever- oder Crox-Chips (250 Gramm) verspeist man 100 Gramm Fett. "Zur Einschätzung: Eine erwachsene Frau sollte pro Tag nicht mehr als 70 g Fett, ein erwachsener Mann nicht mehr als 90 g verspeisen", so VKI-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.

Selten aus Österreich

In der Laienverkostung sind Crox und Spar gut angekommen. Wenig überzeugen konnte das Bioprodukt von Trato und auch Kettle hatte im vergleichenden Geschmackstest keine Chance. Was die Herkunft betrifft, werden laut Auskunft der Hersteller die Kartoffeln nur bei Crox, Sunsnacks, Clever, Spar und Kelly's aus Österreich bezogen und die Chips auch hierzulande produziert. Bei den zwei getesteten Sunsnacks-Produkten kommen nur die Kartoffel Chips Salz aus Österreich, die All natural chips Salz aus Deutschland. Die benötigten Fette und Öle stammen bei allen Herstellern durchwegs aus anderen Ländern wie Deutschland und Frankreich. (red, derStandard.at, 25.5.2012)

Details zum Test

gibt es auf www.konsument.at sowie im Juni-KONSUMENT. Fragen zum Thema Ernährung beantwortet der VKI zudem unter der Hotline 0810 810 227 (Mo-Fr 9-15 Uhr, aus ganz Österreich Euro 0,0676/min), die in Zusammenarbeit mit dem Fonds Gesundes Österreich betrieben wird.

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nur kellys chips (classic) geben mir die kraft und ausdauer die ich brauche!

an die Redaktion

Pringles sind keine Kartoffenchips, sie bestehen aus Kartoffelflocken und haben nie ganze Erdäpfel gesehen.

Was sind bitteschön "Kartoffenchips"?

wohl noch nie vertippt?

Ich werde gleich morgen im Supermarkt nachfragen,

ob ich dort "Kartoffenchips" von "Prigles" erwerben kann. Steht wahrscheinlich gleich im Regal neben der Rechtschreibprüfung.
Was mich betrifft, zieh ich mir Kalorien und speziell Fett lieber in Form eines deftigen Schweinsbratens rein als vor dem Fernseher Chips in rauen Mengen zu verdrücken. Das macht nämlich nicht satt und das viele Salz treibt den Blutdruck in unter Umständen ungesunde Höhen. Dafür trinke ich lieber einen guten Espresso.
Also: Beim Fernsehen immer viel salziges Knabberzeug habern und mit literweise Cola hinunterspülen, dreimal täglich zum McDonalds, möglichst wenig Bewegung und nur ja nie zum Arzt gehen. Schon löst sich das Pensionsvorsorgeproblem. Man braucht nur noch eine Grabstelle und einen Sarg in XXXL.

Wollens gsund sterben ?

Man kann alles genießen - auch Kartoffelchips - jeweils in Maßen.

Danke! Das beste Posting zum Thema!

Und wie immer:

Hofer hat Gutes und Geschmackvolles wohlfeil!

es ist doch immer dasselbe:

isst du dinge inma0en, dann ist es kein problem, machst du dazu noch ein wenig sport, dann ist eh alles pippifax...

"Was wäre ein gemütlicher Fernsehabend ohne Knabbereien?" Zitat

Ist es nicht eher so, dass ein besseres Fernsehprogramm diese Ersatzbefriedigungen überflüssig machen würde?

Man kann ja..

auch Nüsse knabbern. sind zwar auch fett, aber gesünder...

Ui ui ui

Eines sollte man schon erwähnen, der hohe Acrylamidgehalt in Kelly-Chips vom letzten VKI-Test wurde von einem bekannten Wiener Lebensmittellabor festgestellt.

Diesem Labor hat Kellys im Jahr zuvor alle Aufträge entzogen, weil es signifikant und reproduzierbar andere (ich sage nicht "falsche", weil ich nicht an Gerichtsverfahren interessiert bin) Ergebnisse als ein zweites, akkreditiertes österreichisches und ein drittes deutsches Labor produziert hat. Die erhielten übereinstimmende Werte.

Auch vom Wort "Revanchefoul", das ich im Zusammenhang schon gehört habe, distanziere ich mich natürlich.

wieso krieg ich jetzt einen gusto auf chips?????

viel Salz?

...also, wenn ich Chips esse, salze ich die Chips immer großzügig nach. Sonst schmecken die einfach nicht gut. Mit zusätzlichem Salz sind sie erst richtig gut.

kekse sind viel besser.

1 kg/jahr ;-)

im monat kommt eher hin.

Bei

manch bladem Waschel wird das eher zutreffen.
.-)

und was weiß ich jetzt...

...mehr als vorher?

aber dank des artikels überlege ich mir doch ernsthaft, ob ich zum kaffee eine packung chips aufreißen soll...

ich komm auf sicher 30-40 packungen pro jahr!

das ist zu viel mein lieber. ;-)

lieber mal ne dose pringles oder soletti einstreuen.

oder die original kellys erdnuss-snips sind ja auch yummy !!

klar, weil pringles sind ja so gesund ;-=

aus dem Artikel: "Pringles Original enthielten als einziges Produkt Transfette."

also lieber doch Crunchips oder die Hofermarke!

die sunsnacks und crunchips sind übrigens die einzigen chipsmarken, die nicht so versalzen wie das tote meer sind.

trotzdem 1,86 groß und 72 kg! viel sport, ich brauch das salz kommt mir vor!

Ich versteh nicht dass Kettle-Chips in Laienverkostungen immer durchfallen, aber in "Profi"Verkostungen (mir fiel kein anderes wort ein) immer sieger sind...?

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