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Die Simulation für das Atemwegsmanagement ist nicht optimal, aber bei der Simulation der Herz-Lungen-Wiederbelebung nahezu perfekt.
Wien - Ein Forscherteam der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien hat in einer aktuellen Studie bei den medizinischen Simulationspuppen ein deutliches Verbesserungspotenzial in der Atemwegsanatomie festgestellt. Nur sechs von 19 wichtigen Parametern stimmten im Vergleich zwischen Puppe und Mensch überein. "Wir fordern künftig eine bessere Simulation mit noch realistischeren Puppen", so Studienleiter Karl Schebesta vom Simulationszentrum der MedUni Wien in einer Aussendung.
"Menschliche" Simulationspuppen werden dafür eingesetzt, das Atemwegsmanagement und die möglichen nötigen Interventionsmaßnahmen wie Intubation oder den Einsatz der Larynxmaske zum Offenhalten der Atemwege zu üben. In der Praxis wurde festgestellt, dass unerfahrenere Mediziner an den Puppen gut zurechtkamen, erfahrene Mediziner hingegen weniger. Die Ursache dafür wurde in der im Fachmagazin Anesthesiology publizierten Studie aufgezeigt: Bei sechs verschiedenen Simulatoren und 20 Personen wurde die Atemwegsanatomie mittels Computer-Tomographie (CT) untersucht. Das Ergebnis: Die Puppen sind nicht realistisch genug. Selbst die teuerste Puppe wies nur sechs Übereinstimmungen auf. Viele Voumina und Abstände passen gar nicht.
Puppen für Herz-Lungen-Wiederbelebung gut geeinget
Da die Bedeutung der Simulation in der Medizin außer Frage steht, fordern die MedUni Wien-Forscher verbesserte Puppen, die der Realität entsprechen. Bis dahin müsse man die Simulation in ihrem jeweiligen Trainingsfeld kritisch hinterfragen, meint Klaus Markstaller, Leiter der klinischen Abteilung für Allgemeine Anästhesie und Intensivmedizin der MedUni Wien. So sei die Simulation für das Atemwegsmanagement nicht optimal, aber bei der Simulation der Herz-Lungen-Wiederbelebung "nahezu perfekt".
Zudem könne man Vergleichsstudien, die am Simulator gemacht werden, nicht 1:1 auf den Menschen umlegen - das gelte natürlich auch für Studien aus der Vergangenheit.
(red, derStandard.at, 25.5.2012)
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Hier sehen wir die Vorreiter in der Medizin- was in vielen anderen Bereichen selbstverständlich ist, wird hierzulande nur von Visionären betrieben. Es ist gut, wenn ein Abteilungsleiter die benefits sieht. Simulation geht ja parallel zu den anderen Industrien weit über ein Herz-Lungen Wiederbelebungstraining hinaus. Forschung auf diesem Gebiet ist sicher die richtige Investition in ein sicherere Patientenzukunft.
Etwa für die Aufnahme und Abgabe (Pharmakokinetik und Pharmakodynamik) von Anästhetika in den verschiedenen Körperkompartments, zur Simulation der Gaskonzentrationen im Atemsystem in Abhängigkeit der Geräteeinstellung und nicht zuletzt zur Simulation der verschiedensten Atmungs und Beatmungsmodi bei unterschiedlichen Lungenzuständen.
Mittlerweile haben diese Rechenmodelle auch in die Medizingeräte Eingang gefunden und steuern dort automatisch ihre Einstellparameter
Diese Aktivitäten (zu denen es mir vergönnt war meinen Beitrag zu leisten) gehen schon auf die 80er Jahre zurück und wurden fortlaufend an die modernen Therapieverfahren angepasst.
Insofern geht ihr Vorwurf von Versäumnissen auf diesem Gebiet ins Leere.
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