Neues Haus, neuer Name, alte Schönheit

  • Das Naturfreunde-Haus ist die modernste Berghütte Österreichs. Eröffnungsfeier am 6. Mai.
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    foto: helmut frank

    Das Naturfreunde-Haus ist die modernste Berghütte Österreichs. Eröffnungsfeier am 6. Mai.

  • Gesamtgehzeit 7 bzw.  5 Stunden, Höhendifferenz 1100 bzw. 700 m. Schutzhaus
 Knofeleben bis 2. Jänner 2013 durchgehend außer Montag (ausgenommen 
Feier- und Fenstertage) geöffnet. ÖK25V Blatt 4212-Ost (Gloggnitz), 
Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt Atlas Wiener Hausberge, Maßstab 
1:50.000
Informationen
Naturfreunde Wien
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    foto: helmut frank

    Gesamtgehzeit 7 bzw. 5 Stunden, Höhendifferenz 1100 bzw. 700 m. Schutzhaus Knofeleben bis 2. Jänner 2013 durchgehend außer Montag (ausgenommen Feier- und Fenstertage) geöffnet. ÖK25V Blatt 4212-Ost (Gloggnitz), Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt Atlas Wiener Hausberge, Maßstab 1:50.000

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    Naturfreunde Wien

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Durch die romantische Eng zur neuen Hütte auf der Knofeleben und auf den Krummbachstein

Das nach einem Brand im Vorjahr in Rekordzeit wieder errichtete Schutzhaus auf der Knofeleben am Fuße des Krummbachsteins verlockt zu einer Tour im südlichen Vorfeld des Schneebergs. Das Haus entspricht allen modernen Anforderungen und wurde - um eine Verwechslung mit dem Hallerhaus auf dem Wechsel zu vermeiden - von Friedrich-Haller-Haus in Schutzhaus Knofeleben umbenannt.

Der Name Knofeleben klingt zwar nicht gerade einladend, er geht auf den reichen Bestand an Bärlauch zurück, der im Volksmund Knofelspinat genannt wird. Zum Glück ließen sich die Naturfreunde nicht vom Bundesamt anstecken, das alte und traditionsreiche Bezeichnungen "umtaufte" und etwa aus dem Feuchter einen Feichtaberg und aus dem Promiskagraben einen Mitterberggraben machte.

Allein der Anstieg zur Knofeleben, die sich als recht idyllisches Plätzchen erweist - lohnt die Mühen, denn in der romantischen, schluchtartigen Eng liegen noch die Reste einer bis in die 1950er- Jahre genutzten Holzriese, auf der im Winter tausende Baumstämme zu Tal schlitterten.

Ein Teil des imposanten Bauwerks, das nur aus Holzverbindungen bestand und lediglich in scharfen Kurven mit Blech bewehrt war, hat man sozusagen als Modell wieder errichtet.

Einen Glanzpunkt erhält die Tour, wenn man auch den Krummbachstein besteigt, was allerdings gute Kondition erfordert. Der Blick von dem felsigen Gipfel zu Schneeberg und Rax sowie ins Höllental ist überwältigend.

Zu den Meriten des Krummbachsteins zählt neben der herrlichen Aussicht auch die alpine Pflanzenwelt, die sich vor allem um diese Jahreszeit voll entfaltet.

Für den - relativ kurzen - Mariensteig ist Schwindelfreiheit erforderlich, sonst bietet die Route keine Probleme.

Die Route: Vom Bahnhof Payerbach-Reichenau führt die rote Markierung kurz nach Westen, man unterquert die Südbahn und steigt über das Schneedörfl am Hang zügig an. Auf dem versicherten Mariensteig gelangt man zum Eingang der Eng und folgt dieser aufwärts.

Nach etwa 1¼ Stunden erreicht man das wieder hergestellte Teilstück der alten Holzries, folgt noch ein Stück dem Graben und zweigt dann nach links auf die gelbe Markierung durch den Mitterberggraben ab. Später wendet sich der Graben auf die westliche Leiten und zum Schutzhaus Knofeleben. Gehzeit ab Holzries 1¼ Stunden.

Für den Abstecher auf der grünen Markierung zum Krummbachstein und zurück braucht man rund zwei Stunden.

Für den Abstieg wählt man die blau markierte Forststraße Richtung Lackaboden. Wo die markierte Route scharf nach links abbiegt und ansteigt, hält man sich rechts auf die rote Markierung. Vorsicht, Abzweigung leicht zu übersehen.

Durch den Lackabodengraben gelangt man zur Anstiegsroute und kehrt auf dieser zum Ausgangspunkt zurück. Gehzeit ab Knofel eben 2½ Stunden. (Bernd Orfer, Album, DER STANDARD, 26./27./28.5.2012)

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