Börse Frankfurt schließt leichter

28. Mai 2012, 18:24
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Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Montag leichter aus dem Handel gegangen. Die Sorgen um das angeschlagene spanische Bankensystem haben dem DAX am Pfingstmontag einen Dämpfer verpasst und hoffnungsvolle Signale aus Griechenland in den Hintergrund gedrängt. Der DAX verlor 16,75 Punkte (minus 0,26 Prozent) auf 6.323,19 Einheiten.

Der TecDAX stieg um 3,50 Punkte oder 0,47 Prozent auf 755,97 Punkte. Der M-DAX erhöhte sich 65,94 Punkte oder 0,65 Prozent auf 10.262,38 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.250,13 Einheiten und einem Minus von 4,28 Zählern oder 0,13 Prozent. Der C-DAX verlor 0,75 Punkte oder 0,13 Prozent auf 562,41 Zähler.

Positive Meldungen aus Griechenland, wo mehrere Umfragen vor der entscheidenden Parlamentswahl am 17. Juni die konservative und gemäßigtere Nea Dimokratia (ND) als stärkste Kraft sehen, hatten auch den DAX zunächst beflügelt. In allen Umfragen wollen mehr als 80 Prozent der Befragten, dass Griechenland im Euroland bleibt. Schlussendlich hätten aber die Sorgen in Spanien dominiert, hieß es. Es sei derzeit unklar, wie viele spanische Banken in nächster Zeit noch dringend Staatshilfen benötigten, wie groß diese Hilfen seien und woher das Geld zur Sanierung des spanischen Sektors kommen solle, sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. "Daher herrscht nun wieder vermehrt Unsicherheit, welche nur zu einem geringen Maße am Markt eingepreist ist", so der Experte.

Schwächster DAX-Wert waren die Titel der Commerzbank mit minus 3,04 Prozent. Dahinter folgten die beiden Versorger-Papiere von RWE und Eon. Im unteren Drittel waren auch die Metro-Aktien mit einem Abschlag von 0,86 Prozent. Händler verwiesen auf einen Pressebericht, wonach die Titel des Handelskonzerns im September aus dem Leitindex fallen könnten. Dies dürfte zusätzlich belasten. Bester Wert im Dax waren die Titel von MAN mit plus 1,65 Prozent.

Im Fokus standen zudem Aktien von Deutsche Wohnen, die als schwächster MDax-Titel um 4,80 Prozent absackten. Der Immobilienkonzern hatte angekündigt, die BauBeCon Gruppe von der britischen Barclays Bank übernehmen zu wollen. BauBeCon wird mit 1,235 Milliarden Euro bewertet. Der Zukauf mache Sinn, allerdings sei der Preis recht hoch, sagte ein Händler. Und Analyst Kai Klose von der Berenberg Bank hält eine Kapitalerhöhung für wahrscheinlich, was den Aktienkurs erst einmal unter Druck setze. Am Dienstag will das Unternehmen über die Finanzierung informieren.

Im TecDax verzeichneten Solarworld mit plus 6,21 Prozent den größten Gewinn. Grund dafür war Marktteilnehmern zufolge eine Meldung, wonach Deutschland über Pfingsten einen neuen Spitzenwert bei der Produktion von Solarstrom erzielt hat. (APA, 28.5.2012)

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