Windows 8: Kostenlose Entwicklungstools nur mehr für "Metro"-Apps

  • Visual Studio 11: Die Entwicklung von 2klassischen" Desktop-Anwendungen ist der kostenpflichtigen Ausgabe der Software vorbehalten.
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    Visual Studio 11: Die Entwicklung von 2klassischen" Desktop-Anwendungen ist der kostenpflichtigen Ausgabe der Software vorbehalten.

Für Entwicklung klassischer Desktop-Anwendungen bedarf es Kauf-Version von Visual Studio

Mit Windows 8 will Microsoft nach eigenen Angaben dem in die Jahre gekommenen Betriebssystem einen "Neustart" verpassen. Dabei stellt man vor allem die neue Metro-Oberfläche in den Vordergrund, bemüht sich aber gleichzeitig zu betonen, dass auch der klassische Desktop uneingeschränkt nutzbar bleiben soll. Das scheint aber nicht für alle Bereiche zu gelten, wie ein aktueller Bericht von Arstechnica offenlegt.

Einschränkung

So wird es für die Entwicklung von Windows-8-Anwendungen eine entscheidende Einschränkung geben: Die kostenlose Ausgabe von Visual Studio 11 lässt sich nämlich ausschließlich zur Erstellung von Metro-Anwendungen und Webseiten nutzen. Wer hingegen "klassische" Desktop-Programme mit Visual Studio 11 entwickeln will, muss schon die 400-500 US-Dollar für die Vollversion der Software berappen.

Doch das ist nicht die einzige mit Windows 8 kommende Einschränkung für EntwicklerInnen, im Gegensatz zu früheren Ausgaben des Betriebssystems liefert das Windows SDK nämlich keinen Compiler mehr mit. In Summe seien dies gerade für Hobby-EntwicklerInnen massive Einschränkungen, so Arstechnica. Dazu sei ja auch die Metro-Entwicklung nicht vollständig kostenlos, können entsprechende Apps doch nur über den Windows Store installiert werden (für dessen Nutzung Microsoft den EntwicklerInnen jährlich 35 Euro veranschlagt, Anm.).

Alternative

Fürs erste bleibt natürlich die Möglichkeit eine ältere Ausgabe von Visual Studio Express zu verwenden. Dies ist natürlich keine wirklich langfristige Lösung, schließlich bietet die neue Version zahlreiche Verbesserungen, auf die EntwicklerInnen wohl kaum dauerhaft verzichten wollen. (red, derStandard.at, 25.03.12)

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