Am Wiener Steinhof-Areal ist wieder alles möglich

25. Mai 2012, 09:15
  • Die Zukunft der Steinhofgründe ist ungewiss.
    foto: standard/fischer

    Die Zukunft der Steinhofgründe ist ungewiss.

Mediation über Zukunftspläne zwischen Politik und Bürgern ist weiterhin in der Prä-Phase: "Der Konsens ist noch nicht da"

Wien - Fast 44.000 Unterschriften hat die Bürgerplattform "Steinhof erhalten" inzwischen zusammengetragen; am Dienstagabend organisierte sie eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des Areals.

"Wir haben viele offene Fragen, etwa, warum die Absiedelung des gesamten Spitalbetriebes um zehn Jahre beschleunigt wurde", sagt Irmi Novak von der Bewegung. Seit Februar läuft die Vor-Mediation, die von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) beauftragt wurde. Zuvor hatte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) den geplanten Bau von 650 Wohnungen auf dem östlichen Teil des Otto-Wagner-Spitals gestoppt.

Seither scheint alles wieder möglich: Vassilakou verkündete via Kronen Zeitung, dass sich hier eine "Jahrhundertchance" böte. Mit Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) sei sie übereingekommen, sämtliche Spitalsabteilungen bis 2020 abzusiedeln. So könne eine große Gesamtlösung entstehen. Der Plan mit den Wohnungen ist laut Insidern jedenfalls noch nicht vom Tisch.

Gegenseitige Annäherung

Derzeit läuft noch die Phase der "Vor-Mediation", in der vor allem eine Gesprächsbasis zwischen den Konfliktparteien erarbeitet werden soll. Johannes Gotsmy, einer der beiden Mediatoren, begleitet den Prozess. Die Gruppen hätten sich in den vergangenen Sitzungen aufeinander zubewegt, verstanden, worum es dem jeweils anderen gehen würde.

Gotsmy hofft, dass beim nächsten Treffen am 05. Juni mit der richtigen Mediation begonnen werden kann. Etwa 25 Personen, von Beamten bis Bürgerinitiativen und beteiligten Firmen (Vamed und Gesiba), nehmen an den Treffen teil. Gotsmy: "Die Gesprächsbasis zu finden ist das Um und Auf für die Hauptphase, deswegen darf das auch länger dauern."

Die grüne Gemeinderätin Jennifer Kickert nimmt auch an den Sitzungen teil. "Der Konsens ist noch nicht da", sagt sie zum Standard. Durch die beschleunigte Absiedelung seien einige Unsicherheiten aufgekommen. Knackpunkt sei auf jeden Fall die Frage, ob es Wohnbau geben wird. (juh, DER STANDARD, 25.5.2012)

Link
Bürgerplattform "Steinhof erhalten"

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Theater geschlossen. Sängerknaben suchen doch tollen Konzertsaal

Wäre das die Lösung?

http://diepresse.com/home/pano... ern.portal

eine gesamtlösung Rot-Grün: OWS geht an Bauträger für Eigentumswohnungen

"sämtliche Spitalsabteilungen bis 2020 abzusiedeln. So könne eine große Gesamtlösung entstehen. "

lesen und informierter sein

über dieses Thema, in anderen Zeitungen und
www.steinhof-erhalten.at
vor allem: unterschteibt die Petition
http://www.steinhof-erhalten.at/Informati... mplett.pdf
!!!

Für die Ärmsten das Schönste

Das Motto von Otto Wagner bei der Errichtung, in den Köpfen der "sozialistischen" Stadtregierung findet es heute keinen Platz mehr.

Die Zeit ist halt keine Tochter der Erinnerung...

...obwohl ich glaube, dass sich die Rathaus-Roten -mit dem "in die Läge ziehen"- verspekulieren!

Also WAS jetzt?!

"Die Wohnungen sind lt. Insidern noch nicht vom Tisch" (Rathaus-SPÖ)

"Die Gruppen hätten sich .... aufeinander zubewegt, verstanden, worum es dem jeweils anderen geht" (Mediator).

"Der Konsens ist nicht da... Knackpunkt ... Wohnbau.." (Kickert, GRÜNE Rathaus)

Alle Teilnehmer an der Mediation haben also einen völlig entgegengesetzten Eindruck vom bisherigen Verlauf der Mediation!

Wie soll unter diesen Bedingungen die „richtige Mediation“ beginnen, von der die Mediatoren schwärmen?

Ein Dilemma ist so vorprogrammiert – es ist zu erwarten/befürchten, daß den Bürgern in der Mediation vom Rathaus/von der Politik womöglich die Schuld für ein Scheitern der Mediation „umgehängt" werden soll.

Wer kennt sich da noch aus?

Heute in der Presse:

Im Jugendstiltheater, natürlich ebenfalls unter Denkmalschutz - 2009 geschlossen und seither dem Verfall preisgegeben - sollen nach einer Renovierung Ärztekongresse abgehalten werden:

http://diepresse.com/home/pano... ern.portal

Ärztekongresse, aber das umgebende Otto-Wagner-Spital wird bis 2020 abgesiedelt??

Weiß die rechte Hand noch, was die linke tut, oder umgekehrt, oder ....

wozu soll ein Ärtzekongress ein Spital in unmittelbarer Nähe benötigen?
Die letzten Kongresse waren in der Messe oder im ACV, fernab jeglicher Spitalseinrichtung.

Die 2. Gründerzeit...

Hauptsache alles verbauen - so wie das schmucke Stück am Kobenzl, daß niemand braucht. Die würden am liebsten den Donaupark und Prater auch verbauen. Man braucht nur schauen, was die aus Stadlau im 22. Bezirk gemacht haben - das ist das volle Wohnghetto geworden. Das wird garantiert wer geschmiert...

44 000 sind sehr sehr viel Unterschriften, aber dort geht es um SEHR SEHR VIEL GELD, das dort zu holen ist.
Man erinnere an die Stadt des Kindes, da gab es auch SEHR SEHR VIEL GELD. Jetzt werden dort sehr sehr viele Wohnungen hingebaut, damit das sehr sehr viele Geld, das für den Grund ausgegeben wurde auch wieder hereinkommt. In Folge gibt es dort dann sehr sehr vielen Verkehr für einen sehr sehr langen Stau und viel viel zu wenige Schul- und Kindergartenplätze, damit die Kids sehr sehr weit in die Schule fahren dürfen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Lasst doch das Areal wie es ist, dann bleibt es vlt. halbwegs grün und unzerstört. Muss wirklich alles für Leute mit Geld zugänglich sein bzw. verbaut werden.

viele vergessen

daß das otto wagner spital nicht nur eine psychiatrie hat, sondern pulmologie, orthopädie sowie meines wissens eine aids station hat

Das Otto-Wagner Spital Steinhof wird als Spitalsstandort zur Gänze aufgelassenT

Die Mediatoren dürften in diesem Fall ja gar keine gute Figur machen, eher traurige Gestalten, wenn sie dieses Spiel nicht durchschauen - oder spielen sie gar mit, zum Schaden der Bürger dieser Stadt und der 45.000 Unterschreiber und noch viel mehr namenlosen Sympathisanten und Unterstützer?

http://www.steinhof-erhalten.at

http://www.aktion21.at/themen/in... l?menu=183

Das Otto-Wagner-Spital soll ab 2020 kein Spital mehr sein?
Wie man an dieser Meldung erkennen kann, wird die Psychiatrie DRINGEND BENÖTIGT!
j

Keinen weiteren Verschandelungen

Wien Mitte, Kohlmarkt, Kärtnerstraße, Westbahnhof, Schwarzenbergplatz, ... Stopp der Zerstörung Wiens!

ja, das kann ich unterstützen.
nur die aufregeung um steinhof ist lächerlich. dort wird nichts verschandelt. die denkmalgeschützen bauten bleiben alle unangetastet. die bürgerinitiative betreubt künstliche aufregung.

Kein Kronenzeitung-Leser

Ich bin kein Leser dieser "Zeitung" - aber interessant ist, das der einzusehende Bebaungsplan keine volle rechtliche Gültigkeit hat. Es wird so werden wie auf der Donauplatte - Raum nutzen soweit es geht - möglichst viele Menschen da rein quetschen - 2 verhungerte Schaukeln aufstellen. Es geht schlicht um Rendite - das ist wie der Schmäh mit dem wohnen im Grünen im 2. Bezirk. Das ist ein grünes Haus ;-) Lebensqualität interessant die Verantwortlichen lange nicht mehr - die leben dann echt nicht dort ;-)

kritik an zu dichter bebauung, zu wenig freiflächen usw. ist oft angebracht. da bin ich ganz auf deiner seite.
nur darum geht es bei der diskussion um die steinhofgründe ja gar nicht. hier behaupten einige leute mit hilfe der kronenzeitung, dass denkmalgeschützte bereiche und erholungsgebiete verbaut werden. das ist aber nicht der fall.

ob sie da wohl richtig informiert sind??

schauen sie sich doch einmal den 2006 beschlossenen Flächenwidmungsplan an! wenn das alles verwirklicht wird, was damit möglich ist, werden sie das interessante jugendstilgelände nicht wiedererkennen!
und kein ivestor fragt sie dann, ob es ihnen gefällt, dann ist nämlich ohnehin alles hin. andere länder gehen mit solchen juwelen anders um als das wiener rathaus!

ja bitte, dann schau es dir an:
http://www.wien.gv.at/flaechenw... CHbSng-b-b

das gesamte historische areal ist eine schutzzone, da darf überhaupt nichts abgerissen oder neu gebaut werden. die bauvorhaben befinden sich alle außerhalb dieser schutzzone.

Vorsicht: In einer Schutzzone darf sehr wohl etwas abgerissen werden. Es braucht dazu allerdings eine Genehmigung seitens des Magistrats. Mir fällt jetzt auf Anhieb sofort eine Schutzzone ein, in der erst vor kurzem ein Haus abgerissen wurde.

der magistrat kann aber eine genehmigung für den abriss eines denkmalgeschützten gebäudes geben. dafür ist das bundesdenkmalamt zuständig.
also ist es in diesem fall doppel gesichert.

Das ist im Prinzip richtig, aber ein effizienter Schutz ist das auch nicht. Die Gemeinde Wien hat vor kurzem die Pläne für die Nachnutzung des Elisabethspitals präsentiert. Dabei wurden von der Stadträtin fertige Pläne präsentiert, laut denen ein denkmalgeschütztes Gebäude abgerissen werden soll... Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Was mir bei der ganzen Steinhof-Diskussion abgeht, ist eher folgendes: Es gibt nirgendwo eine Übersicht, was jetzt wem gehört. Beim Plan auf http://www.steinhof-erhalten.at/Bilder/ge... _vamed.jpg ist mir unklar, ob das grün markierte Areal, das im wesentlichen das historisch wertvolle ist, jetzt noch der Gemeinde gehört oder ebenfalls schon verscherbelt wurde.

ich hab nur einen grundbuchauszug von anfang des jahres gesehen. da war das gesamte areal noch im besitz der stadt wien. wie es derzeit aussieht, kann ich vielleicht in ein paar tagen herausfinden.

verkauft ist der grüne Teil mWn noch nicht, aber eine Kaufoption soll es bereits geben.

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