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Vatileaks nimmt kein Ende. Diesmal kommt es für den Kirchenstaat knüppeldick. Mit Empörung regiert der Vatikan auf ein neues Buch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi, der das nicht immer friedliche Innenleben der Kirchenführung detailreich ausleuchtet.
Ein Maulwurf aus dem Staatssekretariat (Kodename Maria) hat Nuzzi, im Apostolischen Palast als Autor des Bestsellers "Vatikan AG" verhasst, Hunderte von Geheimdokumenten, Aktenvermerken und Notizen zugesteckt, darunter handgeschriebene Briefe des Papstes. Der Vatikan spricht von einem "kriminellen Akt" und will beim italienischen Staat Rechtshilfe einfordern. Die Publikation gestohlener Dokumente sei rechtswidrig. Nuzzi konterte, er wolle von einem Staat, "der die Geldwäsche erst 2010 als Delikt anerkannt hat, keine Rechtslektionen annehmen".
Die Geldwäsche und undurchsichtige Operationen der Vatikanbank IOR sind nur eines von vielen Themen des 350 Seiten umfassendes Bandes "Seine Heiligkeit". Kein Detail wird ausgespart - auch nicht die Bankbewegungen auf dem Konto des Heiligen Vaters. Abgedruckt ist eine Anweisung von Staatssekretär Tarcisio Bertone aus dem Jahr 2011 an die Nuntiatur in Spanien, Friedensverhandlungen mit der ETA aufzunehmen. Mysteriös bleibt der beschriebene Angriff 2009 auf ein Auto der Vatikan-Gendarmerie, das von Kugeln durchsiebt wird, während die Insassen mit Interpol-Vertretern zu Abend essen.
Mehrere Polzeiberichte demonstrieren die Abhörtätigkeit vatikanischer Geheimpolizisten auf italienischem Staatsgebiet. Silvio Berlusconi wird in einem Vatikan-Dokument als "Opfer einer politisierten Justiz" bemitleidet. Anmerkung zu Staatschef Giorgio Napolitano, der sich mit dem Papst zu einem geheimen Essen trifft: "Nur standesamtlich verehelicht". (Gerhard Mumelter aus Rom, DER STANDARD, 25.5.2012)
Paolo Gabriele verlies Zelle
Zwei Monate Haft für Sciarpelletti
Papst schickt seinem Kammerdiener das Alte Testament - Begnadigung Paolo Gabrieles wird allgemein erwartet
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Der Pontifex darf im Rechtssystem des Vatikans jederzeit eingreifen - Zuständigkeitsbereiche sind unklar, das Gefängnis dient als Lagerraum
Die interne Untersuchungskommission des Vatikans verdächtige drei der engsten Papstvertrauten, in die Vatileaks-Affäre verwickelt zu sein, berichten mehrere Medien. Der Vatikan dementierte umgehend.
Neue Enthüllungen beweisen: Der Vatikan ließ seinen ehemaligen Bankchef von einem Psychotherapeuten beschatten, um ihn zu diskreditieren. Beobachter meinen: Der Kampf um die Papstnachfolge hat bereits begonnen
Ein italienischer Kardinal wird verdächtigt, mit dem vor kurzem verhafteten Kammerdiener des Papstes zusammengearbeitet zu haben. Die Gerüchteküche brodelt
Ex-Chef der Vatikanbank stand intern offenbar unter Beschuss
Paolo Gabriele hat seinen Job verloren - Viele zweifeln, ob er der wahre Drahtzieher von "Vatileaks" ist
Ich hätte Lust ihm 1,- Euro zu überweisen und dann die Verwaltung zu sekkieren, daß es ein Versehen war und ich meinen Euro zurück will.
Schaffe ich es den Papst vor das Hernalser Bezirksgericht zu bringen, bekomme ich sicher nen eigenen Artikel und voll viele Facebook-Freunde ...
... um das neue Buch (abscheulich) von Gianluigi Nuzzi (sinister) noch besser einen weiten Bogen machen können, hier ein paar zusätzliche Angaben:
Gianluigi Nuzzi
Sua Santita'. Le Carte Segrete Di Benedetto XVI
Taschenbuch
Sprache: Italienisch
ISBN-10: 886190095X
ISBN-13: 978-8861900950
Sobald die deutsche Übersetzung herausgekommen ist, heißt es natürlich wieder höll... äh... himmlisch aufpassen.
Ich werde dann aber wieder eine entsprechende Warnung hier posten.
Oh, nichts zu danken. Gern geschehen.
;-)
Vatikan - ist das nicht die direkte Konkurrenz der Mafia?
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com
selbst ausgetreten ist, noch exkommuniziert wurde (im gegensatz zum klumpfussträger - aber nur weil er evangelisch geheiratet hat - gewisse standards müssen eben sein).
die kath. kirche hat sich übrigens noch artig mit einem requiem für den führer bedankt - als bereits alles in schutt und asche lag...
Es überrascht mich aber in keiner Weise.
Die religiöse "Gebundenheit" des Herrn Adolf H. wird übrigens in zwei Büchern des österreichischen Historikers Friedrich Heer dokumentiert:
"GOTTES ERSTE LIEBE
2000 Jahre Judentum und Christentum
Genesis des österreichischen Katholiken Adolf Hitler."
"DER GLAUBE DES ADOLF HITLER
Anatomie einer politischen Religiosität."
http://www.friedrichheer.com/werke/wis... tlich.html
(Beide auch als Taschenbücher bei Ullstein)
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