Washington besorgt über rechtsextreme Mordserie

24. Mai 2012, 17:35
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Jährlicher Menschenrechtsbericht moniert rassistische Gewalt

Washington - Die USA haben sich besorgt über rassistische Gewalt in Deutschland gezeigt. Die Bedrohung von Ausländern und ethnischen Minderheiten bleibe ein Problem in Deutschland, heißt es im jährlichen Menschenrechtsbericht des US-Außenministeriums, der am Donnerstag in Washington veröffentlicht wurde. Der Bericht bezog sich dabei insbesondere auf die Morde der rechtsextremen Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), die "eine Quelle bedeutender öffentlicher und offizieller Besorgnis" seien.

Die jahrelang unentdeckt gebliebene NSU soll aus den 1998 abgetauchten Neonazis Beate Z., Uwe M. und Uwe B. bestanden haben. Dem zuletzt in Zwickau lebenden Trio werden zehn Morde, zwei Sprengstoffanschläge in Köln und eine Serie von Banküberfällen zur Last gelegt. M. und B. wurden am 4. November 2011 nach einem gescheiterten Banküberfall in Eisenach tot in ihrem Wohnmobil aufgefunden. Z. stellte sich wenig später der Polizei und sitzt seither in Untersuchungshaft. (APA, 24.5.2012)

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