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In den letzten Wochen haben einige deutsche Internetuser eine Abmahnung erhalten. Ihnen wurde vorgeworfen, den Film "Iron Sky" im Internet getauscht zu haben. Wenn sie nicht verklagt werden wollen, müssen sie eine Unterlassungserklärung unterschreiben und 800 Euro bezahlen. Zu solchen Mitteln wird in Deutschland öfter gegriffen um gegen Filesharer vorzugehen. Das besondere an diesem Fall ist, dass "Iron Sky" zum Teil durch Crowdfunding finanziertert wurde. Auch die Macher des Films haben sich einen Namen damit gemacht mit Creative-Commons-Lizenzen zu arbeiten.
"Download ist kein Verbrechen"
"Iron Sky" ist eine Science-Fiction-Komödie, in der sich die Nazis nach dem Zweiten Weltkrieg am Mond versteckt haben und nun auf die Erde zurückkehren. Der Regisseur Timo Vuorensola wurde 2005 mit der Star-Trek-Parodie "Star Wreck" einem breiteren Publikum bekannt. Der Film wurde gratis im Internet angeboten und schaffte in drei Monaten drei Millionen Klicks. 2009 schrieb Vuorensola in seinem Blog: "Piraterie in seiner momentan gängigsten Form - dem digitalen Download - ist kein Verbrechen."
Anwaltskanzlei beauftragt
Der deutsche Vertrieb Polyband ist da wohl anderer Meinung. Das Unternehmen hat die Anwaltskanzlei Sasse und Partner beauftragt die Abmahnungen zu schreiben. Die Kanzlei hat sich in der Vergangenheit bereits einen Namen gemacht, als sie im Auftrag von Plattenfirmen Abmahnungen verschickt hat.
Film baut auf Crowdsourcing
Ein Großteil des Films ist auf Crowdsourcing aufgebaut. Die Animationen, Modelle und andere Teile des Films wurden von Fans gestaltet. Zum Gesamtbudget von 7,5 Millionen Euro wurden eine Million Euro mittels Crowdfunding aufgebracht. Um den Film in Kinos zeigen zu können, mussten die Macher aber auf den traditionellen Vertrieb zurückgreifen. Das sorgte schon in Großbritannien für Probleme. Dort wurde der Film nach einen Tag wieder aus dem Kino genommen und auf DVD verkauft. Die Macher schrieben darauf in ihrem Blog: "Damit rammen sie uns ein Messer in den Rücken." (soc, derStandard.at, 24.5.2012)
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Vuorensola hat schon vor 7 Jahren folgendes gesagt:
"But this is a swamp they are struggling in, and I’m afraid that the decision-makers have taken a wrong turn there."
http://rebell.at/artikel/t... star-wreck
Wie man sieht hat er recht behalten, die Verwertungsmafia hat nichts - aber auch wirklich nichts - dazugelernt.
Als der Film rauskam gab es kaum ein Kino das den Film gezeigt hat und wenn dann grad mal eine einzige Vorstellung. Und dann wundert man sich das den Film so wenige gesehen haben und die Einnahmen gering sind. Wer hat das vermurkst??? Ich werd mir jetzt wohl doch die DVD kaufen müssen. Das Filmerlebnis im Wohnzimmer wird aber wohl nur ein schaler Abklatsch zur großen Kinoleinwand sein.
Wer großes Kino will, kann sich heute selber eines bauen, 1080p-Projektoren kosten schon lange kein Vermögen mehr, und Surround-Ton kostet auch kein Vermögen (außer man glaubt den typischen Heimkinoforen-Usern).
Ich bin gespannt, wann Kinos den Stellenwert von Theater oder Oper haben - das gibt es halt als Kulturangebot, aber kaum jemand geht regelmäßig hin, weil man zuhause sehen kann was und wann man Lust hast. Die Zeiten, wo ein Kinobesuch ein großes Erlebnis war, und ein durchschnittliches TV-Gerät nur eine mäßige Konkurrenz dazu, sind vorbei.
"Große Events" kann man heute auch direkt im Internet abhalten.
hätten sie halt den film mit der million produzieren müssen. jetzt diktieren eben die publisher die regeln, ist doch klar.
ps: in UK wurde eine einigung gefunden. der film läuft dort jetzt länger als nur einen tag.
Bestes Beispiel auf dem Blog ist doch das von Valve. Wie haben die die Softwarepiraterie in Russland bekämpft? Mit Zeitgleichem Martstart aller Titel. Die sehen halt unzufriedene Kunden wo andere unverbesserliche Piraten sehen. Und die höheren Einnahmen und geringeren illegale Downloads geben ihnen Recht.
Aber warum das Angebot verbessern (und langfristig mehr Geld einnehmen) wenn man auch gleich klagen kann? Denn der Profit aus Abmahnwellen kann doch kein dauerhaftes Einkommensmodell sein.
Danke für die Info. Revolver, der Distributor von IronSky in Großbritannien, hatte bis vor Kurzem allen Ernstes geplant, den dortigen Kinos nur an einem einzigen Tag zu erlauben den Film zu zeigen. Die von den Machern des Films losgetretene Beschwerdewelle hat Revolver zwar zum Umdenken gebracht, ich werde aber trotzdem geduldig auf den Release der Polyband BluRay warten, aus Protest gegen Revolver und weil die Revolver BluRay, behaupten Amazon.co.uk-Nutzer, keine Extras enthält.
klagen wenn es sein muß...
und sie werden vor gericht recht bekommen...
in deutschland schon üblich...
daher zahlen die verurscaher lieber...
sonst wird es nämlich so richt teuer...
aber du kannst ja gerne die schreiben zerreißen...
nur solltest net irgendwas behaupten das einfach net stimmt...
wer auf diesem weg tauscht kann immer zurückverfolgt werden...
daher selber schuld...sich vorher zu informieren spart zeit und vorallem geld...
;-)
Professionelle Massensharer, ja - und das ist mag gut so sein. Aber meines Wissen haben Gerichte in Deutschland sogar dann, wenn verurteilt wurde, die ursprüngliche Summe von - ich weiß nicht - 400 Euro pro Lied auf 15 Euro runtergeschraubt. Von fehlenden Gerichtsurteilen in Österreich brauchen wir nicht zu reden. Tatsache ist, daß in den seltensten Fällen der Verwerter die Möglichkeit hat zu beweisen, dass tatsächlich ein Gesetzesverstoß stattgefunden hat! Deswegen mahnt er ja ab und geht in den seltensten Fällen vor Gericht! Und der Großteil der Fälle geht schief, unabhängig davon daß vereinzelt welche durchgehen. Aber verteidigen Sie ruhig weiter die gängige Praktik :-) Lange wird sie sich sowieso nimmer halten.
ich lade spiele...filme...musik...programme...
und das seit mehr 20 jahren...
so schauts aus...
ich halte filesharer für eine sleten dumme rasse...
die man ruhig bestrafen soll...
wer nicht weiß wie es geht...soll die hände davon lassen...
ganz einfach...
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