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Ob es Kalkül ist oder einfach so passiert: Aston Martin wirkt sehr dezent im Verkehrsbild, seine maschinelle Potenz ist eher für Insider sichtbar, teurer Sportwagen ja, klar erkennbar, aber ohne provokanten Hammer und Haudrauf. Beim flüchtigen Blick mag man oft "nur" einen Jaguar erkennen. Dabei ist das, was dahintersteckt, hochbrisanter Hochleistungsmaschinenbau mit gezielt emotionaler Ausrichtung. Auch hier werden sogenannte Bauchgefühle vorzüglich bedient. In diesem Sinn ein herrliches Fest der Unvernunft. Mit Karbonbremse, das sei betont! (rs)

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Preismäßig ist der DBS ganz vorne dabei. Dreihundertsiebenundzwanzigtausend Euro. Da erwartet man sich Wunder. Und bekommt ein Auto. Die Erwartungshaltung ist schwer zu befriedigen. Aston Martin ist eine vornehme Marke, hier wird nicht gebrüllt und gekreischt, hier wird nicht auf den Tisch gehauen. Die billigen Effekte sind nicht im Sinne von Aston Martin. Spektakulär ist nur der Preis. Alles andere ist nur perfekt.
Beim Anlassen des Zwölfzylinders stellt der jetzt sein Licht auch nicht unbedingt unters Schemerl, da erhebt er kurz seine Stimme, ins Bildhafte übersetzt, muss man sich das wie einen kurzen Feuerstoß vorstellen, Rooaarrr, dann wird im tiefen Bassbereich gegrummelt. Der Zwölfzylinder ist schon vernehmlich, aber wirklich laut wird er erst, wenn man ihn über fünf- oder sechstausend Touren dreht, da brüllen andere bereits lange um die Wette. Wenn man im Aston Martin sitzt, findet man das Herumgegröle der Lamborghinis und der Ferraris, der Porsches und Mercedes fast ein bisschen vulgär. Seien wir ehrlich: Proleten.
Erste Umarmung

Der Aston Martin ist das Auto für den Genießer und die Genießerin, nicht das Auto für die Angeber. Leistung hat man, natürlich, aber man trägt sie nicht vor sich her. Dass Aston Martin reinrassige Sportwagen baut, sollte sich ja herumgesprochen haben. Falls jemand fragen sollte: 517 PS. Ja, durchaus ausreichend, danke. Sechs Liter Hubraum übrigens. Die zwölf Zylinder wurden ja schon erwähnt.
Eines noch, das sollte man vielleicht auch anmerken: Unter 20 Liter geht in der Stadt gar nichts. Aber wer fährt schon in der Stadt? Bei Überlandfahrten kommen wir im Alltag locker mit 15 Liter aus - solange wir das Pfötchen von der Sporttaste lassen. Die katapultiert nicht nur den Wagen nach vorn, sondern auch den Spritverbrauch in lichte Höhen. Wäre der Aston-Martin-Fahrer ein etwas umgänglicherer, ein jovialerer Typ, er würde die Umarmungen und Danksagungen der Tankwarte etwas weniger steif hinnehmen.
Kontakt mit der Bevölkerung lässt sich nicht ausschließen. Die Bevölkerung hält zu einem Aston-Martin-Fahrer, den sie für einen Lord hält, weit weniger Abstand als zu einem Porsche-Fahrer, den sie für einen Zahnarzt hält.
Letzte Lockerung

So pflanzte sich vor unserem Wagen ein Vater mit seinem Sohn auf, sie baten um Audienz. Der Sohn referierte aus dem Gedächtnis die Leistungsdaten des DBS, fehlerfrei. Der Vater bat schließlich um Ausbildungstipps für den Buben. Am Höhepunkt der Karriere sollte ein Aston Martin stehen. Wir empfahlen eine innovative Erfindung, die Ehelichung einer reichen Frau oder alternativ den Weg eines Hochstaplers: Auch als testfahrender Zeitungsredakteur komme man gelegentlich in die Verlegenheit, einen Aston anlassen zu dürfen - die gut erträgliche Leichtigkeit des Scheins.
Die Kontaktsuche der arbeitenden Bevölkerung hat aber durchaus auch Nachteile: In Italien wurde der Aston Martin im Stundentakt an die Seite gewunken: Beamte der Carabinieri, der Polizia Stradale, der Guardia di Finanza oder der Polizia di Stato schmiegten sich abwechselnd wie brunftige Hunde an den Wagen. Beanstandungen gab es keine.
Aston Martin ist die Marke, die zum Auto auch den Mythos und ein Lebensgefühl liefert, das ist nicht nur 007, das sind Stil und Anmut, Eleganz und Charakter, Schnelligkeit und Schönheit. Oder haben Sie jemals einen hässlichen Menschen in einem Aston Martin gesehen? (Michael Völker, Automobil, DER STANDARD, 25.5.2012)
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Bescheidenheit ist eine Zier - und wir leben gern mit ihr. Wenn man darunter etwa den neuen Aston Martin Vantage versteht
James Bond fährt jetzt schon bald einen Bentley Continental GT. Das geht ja gar nicht! Auch ein netter fahrbarer Untersatz, aber von der Anmutung einem Aston Martin weit unterlegen.
Vielleicht ist es ja mit dem Bentley nur ein Ausrutscher, immerhin fuhr 007 auch schon mal mit einem 7er BMW und kehrte dann zu Stil und Klasse zurück.
aber unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit, sind gerade diese Fahrzeuge vergleichsweise harmlos. 2/3 aller jemals gefertigten Rolls Royce fahren immer noch und bei Aston Martin verhält es sich ähnlich. Wie sieht die Bilanz bei Opel aus? Der prohibitive Preis sorgt für einen sehr überschaubaren Verbreitungsgrad. Auswirkungen auf das Klima dürften für diese Klasse eher marginal sein. Die personalintensive Fertigung sichert weitaus mehr Arbeitsplätze pro Fahrzeug, als ein 3 Liter Lupo von VW.
Wollte man Dinge nur unter dem Gesichtspunkt der Nützlichkeit bewerten, dann müsste man vieles verbieten: laute Parties und Besäufnisse, Wintertourismus, Piercings etc.
das ist ja der punkt. selbst wenn ich 100mio am konto hätte würd ich mir keine derartigen luxusartikel kaufen weils komplett sinnfrei ist. Ist die neue Rolex toll? Wayne interessierts. Uhr am Handy. KOMMT AUF DEN BODEN LEUTE, wer braucht den $cheiß? Schickt das Geld nach Afrika oder sonstwas, aber bitte fragt euch mal selbst was eure werte sind um sowas geil zu finden.
Sicher die dümmste aller Ideen - die dortigen korrupten Eliten geben das Geld auch nur für AK47 oder peinlichsten Luxus aus. Da ist ein DBS schon besser. Wenngleich ich eine mehrmonatige Weltreise zu den kulinarischen Hotspots sowie die Bahnfahrt von Ha Noi nach Sai Gon mit etlichen Zwischenstationen zwecks Inaugenscheinnahme der lokalen Garküchen sowie wunderbarer Städte mit meinen Söhnen vorziehen würde.
das ist ein hinkender vergleich, denn schließlich ist hierzulande ein computer kein reiner luxusartikel sondern wird für bildung, arbeit und kommunikation genützt. zudem ist sein wert nicht so hoch als dass ein verzicht einen normalbürger zur setzten lassen könnte.
aber um den vergleich zu korrigieren: ich kaufe kein macbook pro für dokumentarbeiten "weils geil is und glitzert" sondern sondern ein dezentes "ausreichendes" gerät.
es geht hier um VERHÄLTNISSE, hat das keiner begriffen? eine uhr zu haben ist kein problem, aber ne dicke rolex geil zu finden ist total peinlich.
fährst du lada taiga?
hält bei ausrechender rostvorsorge 500k km, bietet platz, kommt in mittelschweres gelände und mit einem tank kommt man bei 130 auf der autobahn quer durch österreich ohne tanken. das sollte ja für jeden menschen in österreich ausreichen. und das beste ist, dass er geradeeinmal 9k brutto kostet.
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