Bessere Wetterprognose soll Hungersnöte in Ostafrika verhindern helfen

24. Mai 2012, 13:22
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Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien leitet ein von der ESA finanziertes Projekt

Wien - Ein aktuelles Projekt soll dazu beitragen, die kurz- und langfristigen Wettervorhersagen und -warnungen für Ostafrika deutlich zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf landwirtschaftliche Anwendungen. Durch das von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien geleitete und der europäischen Raumfahrtorganisation ESA finanzierte Vorhaben sollen drohende Hungersnöte in Zukunft rascher erkannt und die Ernährungssicherheit durch Unterstützung der Landwirte in der Region verbessert werden, teilte die ZAMG am Donnerstag anlässlich des Projektstarts in Wien mit.

An dem auf 1,5 Jahre anberaumten Projekt GEOSAF (Use of global earth observation data to support monitoring and forecasting of water and food security in Eastern Africa) sind neben der ZAMG die Technische Universität (TU) Wien und das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg beteiligt. "Es geht vor allem um die Bodenfeuchte und ihre Wechselwirkungen mit dem regionalen Wetter und dem landwirtschaftlichen Anbau", erklärte Projektleiter Yong Wang von der ZAMG.

Unverzichtbare Satellitenmessungen

In diesem Bereich haben die beteiligten Institutionen nach eigenen Angaben große Erfahrung durch Projekte und Anwendungen in Österreich und Europa, besonders was die Einbindung von speziellen Satellitenmessungen betrifft. Solche Satellitendaten sind mangels direkter Bodenmessungen in Gebieten wie Ostafrika unverzichtbar. Dabei erlauben neue Satellitengenerationen, Werte wie die Bodenfeuchte flächendeckend in hoher Auflösung zu ermitteln.
(APA/red, derstandard.at, 24.05.2012)

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