Backhendln sind groß in Mode

28. Mai 2012, 17:18
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Warum einem da nicht wirklich das Wasser im Mund zusammenläuft

Es ist heute an der Zeit, sich ein paar Gedanken über einen Trend zu machen, der diesen Sommer kaum jemanden kaltlassen dürfte. Es ist dies die offensichtliche Bereitschaft, so lange in der Sonne zu brutzeln, bis der Körper von einem tiefen ins Verbrannte gehende Braun überzogen ist. In vielen Fällen reicht es zwar nur für ein Fleischtomatenrot, doch das hält die wahren Anhänger der Bewegung nicht davon ab, es zumindest zu versuchen. In Fachkreisen wird der Trend übrigens bereits die neue Backhendlmode genannt, und es war niemand Geringerem als dem Bekleidungsriesen H&M aus dem bekanntermaßen von tropischem Sonnenlicht verwöhnten Stockholm vorbehalten, ihn anzustoßen.

Grellbunt und gut gegrillt

Als vor einigen Wochen die vieldiskutierte Bademodekampagne der Schweden über unsere Innenstädte kam, war da ein brasilianisches Fotomodel zu sehen, das seinen Körper mit beinahe akrobatischem Talent zu Körperverrenkungen zur Schau stellte. Die Bikinis: grellbunt. Ihr Teint: gut gegrillt. Keine Frage: Die Kampagne hätte auch eine Werbung für Tiroler Nussöl sein können - oder für das Wiener Museumsquartier. Auch dort hat man nämlich den Trend zum Sonnenbrand entdeckt und bewirbt mit dem Konterfei eines Jüngling in British-Mallorca-Rot den in Kürze anhebenden Veranstaltungsreigen "Summer of fashion".

Schön, dass es ein internationaler Trend so schnell in die Wiener Modeszene geschafft hat! Hier ist er jedenfalls gut aufgehoben: Bei uns wurden die Backhendln schließlich erfunden! (Stephan Hilpold, Rondo, DER STANDARD, 25.5.2012)

  • Bei uns wurden die Backhendln schließlich erfunden!
    foto: hersteller

    Bei uns wurden die Backhendln schließlich erfunden!

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