Leipzig sucht Immobilieneigner

Die Stadtverwaltung hatte nach dem Ende der DDR hunderte Häuser ohne Prüfung für herrenlos erklärt, nun werden nachträglich die Eigentümer gesucht

Leipzig - Vom "vielleicht größten Immobilienskandal, der Ostdeutschland je erschütterte", schrieb die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch angesichts dessen, was über den Umgang der deutschen Stadt Leipzig mit Immobilien ab Mitte der Neunzigerjahre bekannt wurde. Die Stadtverwaltung soll nach dem Ende der DDR zahlreiche Häuser und Grundstücke ohne genaue Überprüfung für herrenlos erklärt haben.

Mindestens 411 Immobilien sollen in der Folge verkauft worden sein, das Geld (insgesamt angeblich 6,3 Millionen Euro) soll häufig auf einem städtischen Verwahrkonto gelandet sein.

Seit mehreren Wochen versuchen die Verantwortlichen nun, nachträglich nach den Eigentümern zu suchen. Im Dresdner Landtag soll sich der Untersuchungsausschuss zum sogenannten "Sachsensumpf", einer Reihe von Leipziger Skandalen, die den Freistaat vor Jahren erschütterten, nun auch dieser Machenschaften annehmen. (spri, DER STANDARD, 24.5.2012)

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