Leipzig sucht Immobilieneigner

Die Stadtverwaltung hatte nach dem Ende der DDR hunderte Häuser ohne Prüfung für herrenlos erklärt, nun werden nachträglich die Eigentümer gesucht

Leipzig - Vom "vielleicht größten Immobilienskandal, der Ostdeutschland je erschütterte", schrieb die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch angesichts dessen, was über den Umgang der deutschen Stadt Leipzig mit Immobilien ab Mitte der Neunzigerjahre bekannt wurde. Die Stadtverwaltung soll nach dem Ende der DDR zahlreiche Häuser und Grundstücke ohne genaue Überprüfung für herrenlos erklärt haben.

Mindestens 411 Immobilien sollen in der Folge verkauft worden sein, das Geld (insgesamt angeblich 6,3 Millionen Euro) soll häufig auf einem städtischen Verwahrkonto gelandet sein.

Seit mehreren Wochen versuchen die Verantwortlichen nun, nachträglich nach den Eigentümern zu suchen. Im Dresdner Landtag soll sich der Untersuchungsausschuss zum sogenannten "Sachsensumpf", einer Reihe von Leipziger Skandalen, die den Freistaat vor Jahren erschütterten, nun auch dieser Machenschaften annehmen. (spri, DER STANDARD, 24.5.2012)

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4 Postings
wissen das

Plech, Meischberger, KHG und Konsorten schon?

~ 15.000 Euro pro Immobilie.

Stimmen die Zahlen?

wahrscheinlich... Diese Häuserruinen in Leipzig stehen alle unter Denkmalschutz und lassen sich wohl nur sehr teuer renovieren. Auf jeden Fall sieht man heute noch viele Wohnhäuser im schlechten Zustand die für eine Versteigerung einen Mindestpreis von 20000 ausgeschrieben haben. Und Schnäppchen sind sie bei den niedrigen Mieten hier sicher trotzdem nicht...

Bei dem Preis renovier ich genau eine Wohnung.

Meine. :-)

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