500 Stellen in Trafo-Werken fallen weg

24. Mai 2012, 10:46
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Standort Nürnberg am stärksten betroffen

München - Der Stellenabbau beginnt: Siemens streicht in seinen drei deutschen Transformatorenwerken fast ein Drittel aller Stellen. So sollen von den knapp 1.600 Arbeitsplätzen in Nürnberg, Kirchheim/Teck und Dresden rund 500 bis Herbst 2014 wegfallen, sagte ein Siemens-Sprecher am Donnerstag. Am stärksten trifft es das größte Werk in Nürnberg, dort sollen von 1.000 Mitarbeitern 400 ihren Posten räumen. Der Konzern will dafür Aufhebungsverträge, Altersteilzeit und interne Stellenwechsel nutzen.

Der Abbau solle je nach Verhandlungsergebnis mit den Arbeitnehmervertreter ab Jänner beginnen, sagte der Sprecher. Der Konzern hatte die Einschnitte in seiner Energiesparte bereits in Aussicht gestellt. Der Markt leide unter Überkapazitäten und aggressiven Konkurrenten aus dem Fernen Osten, hatte Finanzchef Joe Kaeser geklagt. Für die Kosten der Schrumpfkur, die weitere Energietechnikwerke rund um den Globus treffen dürfte, hat er bereits 100 Mio. Euro zur Seite gelegt.

Eine Marktanalyse habe ergeben, dass es im Markt Überkapazitäten von 30 bis 40 Prozent gebe. In den vergangenen drei Jahren seien die Preise für die zum Teil riesigen Spannungswandler um zwölf Prozent gesunken. Der Preisverfall werde im gleichen Umfang bis 2015 anhalten, sagte der Siemens-Sprecher. (APA, 24.5.2012)

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