Raucheinstieg fast immer im Kindesalter

24. Mai 2012, 12:17
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Krebshilfe-Präsident Paul Sevelda fordert verstärkte Prävention

Wien - Der Einstieg ins Rauchen findet fast immer im Kindes- beziehungsweise Jugendalter statt. Laut einer repräsentativen Umfrage der Österreichischen Krebshilfe - so die Organisation am Donnerstag in einer Aussendung aus Anlass des bevorstehenden Welt-Nichtrauchertages am kommenden Montag (31. Mai) - beginnen 91 Prozent der männlichen und 81 Prozent der weiblichen Raucher vor dem 20. Lebensjahr und in der Hälfte vor dem 16. Lebensjahr mit dem regelmäßigen Griff zur Zigarette.

Schule und Familie

Gerade bei Kindern und Jugendlichen gelte es mit der Prävention in Schule und Familie anzusetzen. Krebshilfe-Präsident Paul Sevelda: "Es braucht konsequentere Kontrollen der bestehenden Rauchergesetzgebung, langfristig ist ein komplettes Rauchverbot in allen Bereichen, wo Jugendliche sich aufhalten, unvermeidlich. Kontinuierliche und umfassende Aufklärung der Kinder und Jugendlichen über die schädlichen Folgen des Rauchens und des Passivrauchens müssen verstärkt erfolgen."

Laut der regelmäßig von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführten Studie zur Kinder- und Jugendgesundheit erreichte der Raucheranteil bei den Elf- bis 15-Jährigen Mädchen in Österreich 1998 einen Rekordwert von 26,2 Prozent, um bis 2010 auf 19,5 Prozent zu sinken. Bei den Burschen waren es 1998 noch 23,3 Prozent, die zum Glimmstängel griffen, im Jahr 2010 dann 16,6 Prozent. (APA, 24.5.2012)

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    Der Raucheranteil unter Burschen lag im Jahr 2010 bei 16,6 Prozent.

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