Kräftiger Schwung für Wintertourismus

24. Mai 2012, 12:51
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Die heimischen Touristiker können sich über ein kräftiges Nächtigungsplus freuen, vor allem der Anteil an ausländischen Gäste nahm zu

Wien - Der heimische Tourismus hat in der abgelaufenen Wintersaison 2011/12 (November bis April) deutlich mehr Urlauber angezogen als vor einem Jahr. Die Zahl der Übernachtungen erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 64,30 Millionen, die Gästeankünfte legten um 4,8 Prozent auf 16,43 Millionen zu, wie aus den vorläufigen Daten der Statistik Austria hervorgeht.

Die Nächtigungen von Ausländern nahmen mit einem Plus von 3,8 Prozent auf 48,97 Millionen etwas stärker zu als jene von Inländern, die um 3,1 Prozent auf 15,32 Millionen stiegen. Es kamen mehr Deutsche (plus 4,4 Prozent), Schweizer (plus 14,4 Prozent) und Belgier (plus 0,9 Prozent), aber weniger Niederländer (minus 1,1 Prozent).

"Fels in der Brandung"

"Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten ist der Tourismus ein Fels in der Brandung und stützt das Wachstum", betonte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Trotz der Rekorddaten seien aber weitere Anstrengungen notwendig, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten. "Die Umsatzentwicklung hält oft nicht mit den steigenden Ankünften und Nächtigungszahlen mit", räumte der Minister ein.

Zweitbestes Ergebnis aller Zeiten

Die Übernachtungen durch ausländische Touristen erreichten in dieser Wintersaison das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten, jene durch Inländer waren mit einem Plus von 3,1 Prozent auf 15,32 Millionen auf einem neuen Rekordniveau. "Damit lassen die Österreicher viel Kaufkraft im Land und kurbeln so die heimische Konjunktur zusätzlich an", so Mitterlehner.

Es kamen um rund 228.400 mehr Deutsche und um 65.400 mehr Schweizer. Steigerungen gab es aber nicht nur bei den Urlaubern aus den traditionellen Herkunftsmärkten, sondern auch bei den Touristen aus den CEE-Ländern. Besonders deutlich erhöht hat sich der Zustrom russischer Gäste (plus 18,4 Prozent). Russland liege im Wintertourismus bereits an siebenter Stelle der wichtigsten ausländischen Quellmärkte und damit noch vor Italien. (APA, 24.5.2012)

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    grafik: tourismus
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