Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich im Minus

24. Mai 2012, 12:00
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Tokio gegen den Trend gut behauptet

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag mehrheitlich mit Kursverlusten tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio stemmte sich mit einem kleinen Kursplus von 6,78 Zähler oder 0,08 Prozent auf 8.563,38 Punkte gegen den negativen Trend. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel hingegen um 119,79 Zähler (minus 0,64 Prozent) auf 18.666,40 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor um 12,47 Punkte oder 0,53 Prozent auf 2.350,97 Punkte.

Terrain abgeben mussten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.779,53 Zählern und einem Abschlag von 0,89 Punkten oder 0,03 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney sank um 12,6 Zähler oder 0,31 Prozent auf 4.106,20 Einheiten.

Befürchtungen über ein noch langsamer als bis dato erwartetes Wirtschaftswachstum in China sowie der anhaltende Dissens der EU-Politiker über den besten Weg die Eurokrise zu meistern, hat laut Händlern die Märkte in Asien belastet. Marktteilnehmer verwiesen auf den chinesischen Einkaufsmanagerindex für Mai, der den siebenten Monat in Folge rückläufig war. China müsse noch mehr tun, um eine "harte Landung" der Konjunktur zu verhindern, sagte ein Marktstratege.

Ein anderer Experte verwies auf die Unsicherheit an den Märkten, ob Griechenland nun in der Eurozone bleibt. Dabei ist aus seiner Sicht ein geregelter Austritt des Landes aus der Einheitswährung bereits in den Kapitalmärkten eingepreist, sagte er.

Am Markt von Hongkong mussten China Unicom ein Minus von 2,57 Prozent auf 11,6 Hongkong Dollar verbuchen. China Mobile büßten 2,26 Prozent auf 80,00 Hongkong Dollar ein und Citic Pacific gaben um 1,43 Prozent auf 11,06 Hongkong Dollar nach.

Die japanische Wirtschaft ist auf Erholungskurs, wurde ferner bekannt. Die Stimmung der Unternehmen verbesserte sich im Mai leicht, wie der monatliche Reuters-Tankan-Bericht ergab. Der Stimmungsindex für das Verarbeitende Gewerbe kletterte um einen Punkt auf plus zwei Zähler verglichen mit April. Für das nicht-verarbeitende Gewerbe stieg der Index um einen Punkt auf plus elf Zähler.

Unter den Einzelwerten standen Nintendo in Tokio mit einem Verlust von 1,70 Prozent unter Druck. Ein Händler verwies darauf, dass der Videospiel-Anbieter rund ein Drittel seines Umsatzes im krisengeschüttelten Europa erziele. (APA, 24.5.2012)

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