Träumen von der Freiheit

  • Gefährliche Nähe: Nikohl Boosheri (li.) und Sarah Kazemy in "Sharayet".
    foto: waystone film

    Gefährliche Nähe: Nikohl Boosheri (li.) und Sarah Kazemy in "Sharayet".

"Sharayet - Eine Liebe in Teheran" - und die weiteren Filmstarts der Woche im Überblick

Atafeh (Nikohl Boosheri) und Shireen (Sarah Kazemy) gehen in dieselbe Klasse. Atafehs wohlhabende Familie bietet den 16-jährigen Mädchen einen geschützten Rahmen für kleine, halbimaginäre Fluchten aus dem streng reglementierten Alltag und für zart verliebte Annäherung. Mit der Heimkehr von Atafehs Bruder Mehran wird diese Unbeschwertheit infrage gestellt.

Sharayet - Eine Liebe in Teheran ist das Spielfilmdebüt von Maryam Keshavarz, die als Tochter iranischer Eltern in den USA aufwuchs, aber auch den Iran von regelmäßigen Aufenthalten kennt. Ihr Film eröffnet eine weitere Perspektive - nämlich die von westlich orientierten, freiheitshungrigen Teenagern einer liberalen Oberschicht - aufs patriarchal-fundamentalistische Regime, dem nicht zuletzt Frauen dort unterworfen sind. Im letzten Drittel ächzt die Erzählung dann aber leider doch immer mehr unter dem Gewicht immer neuer Volten.

Dickhäuter im schwarzen Anzug
Die weiteren Filmstarts der Woche

Im Zentrum der Dokumentation Life Size Memories von Klaus Reisinger und Frédérique Lengaigne stehen in Gefangenschaft lebende Elefanten in Asien.

Außerdem starten: Bertrand Bonellos elegisches Drama Haus der Sünde / L' Apollonide (Souvenirs de la maison close), dessen Schauplatz ein Pariser Edelbordell anno 1899 ist, der Episodenfilm The Owner, zu dem 25 Filmemacher von fünf Kontinenten Beiträge beigesteuert haben, und der US-Actionfilm Act of Valor; eine weitere Fortsetzung von Men in Black, die 3-D-Adaption von Janoschs Kinderbuchklassiker Komm, wir finden einen Schatz - und für die älteren Kinder Wes Andersons jüngste, zartbittere Komödie Moonrise Kingdom  . (irr, DER STANDARD, 24.5.2012)

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