Bischof Küng warnt Pfarrerinitiative vor Regelverstößen

23. Mai 2012, 18:32

"Ich hoffe sehr, dass ich nicht genötigt sein werde, gegen Mitbrüder vorzugehen"

St. Pölten - Der St. Pöltner Diözesanbischof warnt in einem Brief zum "Jahr des Glaubens" die Pfarrerinitiative vor schweren Regelverstößen. "Ich hoffe sehr, dass ich nicht genötigt sein werde, gegen Mitbrüder vorzugehen, die in ihren Haltungen beharren. Das würde mir sehr leidtun", schrieb Küng laut "Kathpress".

Glaube und Gehorsam

Wahrer Glaube führe zu Werken der Umkehr und der Bemühung um eine Änderung des Lebens - deswegen solle im von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen "Jahr des Glaubens" auch die persönlichen Beichte gefördert werden. Das hat der Bischof in einem Brief an die Priester und Diakone der Diözese St. Pölten betont. Er wies weiters darauf hin, dass Glaube und Gehorsam "nahe beieinander liegen" und warnte vor einer Haltung des Ungehorsams.

Sorgen wegen Pfarrerinitiative

Konkret erinnerte Küng mit Blick auf die Pfarrerinitiative an das Wort des Apostolischen Nuntius, Peter Stephan Zurbriggen: "Auf Ungehorsam liegt kein Segen." Er könne nicht verbergen, dass "für mich die Pfarrerinitiative eine Sorge darstellt", so der Bischof laut Kathpress. Manche Anliegen könne er zwar "durchaus verstehen", doch "zu erkennen, welches genau die richtigen Lösungsansätze sind", sei nicht einfach. "Aber Ungehorsam als Prinzip, auch Ungehorsam als eine Art Provokation zur Erzwingung bestimmter Entscheidungen, kann auf Dauer nicht gut gehen, auch nicht die fortwährende Ablehnung bestimmter weltkirchlicher oder diözesaner Bestimmungen, selbst dann, wenn diese nicht allesamt Glaubenswahrheiten sind, die nicht verändert werden können." (APA, 23.5.2012)

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Das Vorbild ist Jesus Christus...

Jesus Christus hat als Gottessohn sich gegen Regeln ausgesprochen, die die religiöse Elite als Rituale eingeführt hat um selber daran gut zu verdienen.

z.B. Umstürzen der Tische der Geldwechsler im Tempel, Vertreibung der Opfertiere vor bzw. im Tempel, Umstürzen von Marktständen im Tempel.

Jesus Christus hat einen neuen Bund mit Gott beschworen als jüdischer Wanderprediger.

Alle wissen wie die Geschichte geendet hat. Der Vatikan als Institution der römisch katholischen Amtskirche verteidigt genauso wie der frühere Heilige Rat der Juden (San Hedrin) seine Privilegien was die Lehre und Interpretation der Botschaft Gottes (Christi) betrifft und wie man sich gottgefällig zu verhalten habe.

Eine gewisse Parallelität ist da absolut gegeben.

wer ist dieser herr küng eigentlich?

der bischof von st. pölten? kann nicht sein, weil er nicht gemäß des kirchenrechts mit einverständnis der ortskirchen in dieses amt gewählt wurde. ein anmaßender betrüger ist er, sonst nichts.

w ist dier

Wo steht in der Bibel...

...dass Gehorsam das Wichtigste ist? Ich kann keine Stelle finden, vielleicht kann mir da wer helfen!

Es ist wohl der Gehorsam gegenüber Gott bzw. gegenüber seinen Geboten gemeint, und die Forderung nach einem derart verstandenen Gehorsam zieht sich durch die gesamte Bibel.

wie praktisch:

jeder, der anders denkt, sündigt, und muß den richtigdenkern beichten.

orwell und stasi hätten das nicht besser erfinden können.

persönliche beichte von Priestern zur Kontrolle?
Glauben = Nichts Wissen

Leider vertritt die kath Kirche nicht die Lehre Jesu sondern ein in Konzilen über Dogmen zusammengeflicktes Konstrukt, das nicht der Befreiung sondern der Unterdrückung des grundsätzlich und von Geburt schlechten Menschen dient

lautes getöse

nichts dahinter.kein einziger bischof in ö traut es sich gegen seine besten pfarrer vorzugehen. die bi sind so verblendet, dass sie ihre besten leute hinausekeln wollen. da haben sie alle pfarren gegen sich, aber jetzt einmal öffentlich un alle demokraten in österr werden sich mit grausen von den bi abwenden und austreten.

und weil das so ist, dass sich diese unsere bischöfe, welche kirchenrechtlich gar nicht gültig ins amt kamen - nämlich gegen den willen der ortskirchen, zwar gegen die reformer wenden, aber auf sie und ihre anhänger aus rein pekuniären gründen gar nicht verzichten können, sollten alle reformerischen kräfte sich in ganz europa zusammenfinden und eine große SYNODE veranstalten unter absenz sämtlicher bischöfe und kardinäle, und mit dem ergebnis die oberste kirchenhierarchie konfrontieren. macht das, oder wir machen das ohne euch, und wir werden euch nicht mehr als unsere autoritäten anerkennen.

für den kühnen Küng!

1) man muss Gott mehr gehorchen als einem Menschen
2) Streitereien soll es unter Brüdern nicht geben
3) DU SOLLST NICHT RICHTEN
4) wer nicht heilsam auf die Gesellschaft wirkt, ist KEIN DIENER GOTTES.

Lasst den Opus Dei Typen nur drohen

Soll er die letzten anständigen Prister doch rauswerfen und durch ein paar jenseitige polnische Marienfrömmler ersetzen.
Das Ergebnis wird sich sehen lassen können!

das wird interessant, und hier ein rat an die reformbewegungen:

aufhören, das gespräch mit ratzinger, küng und co zu suchen. das führt zu nichts. deren vorwürfe und zurechtweisungen schlicht ignorieren. untereinander vernetzen, das gespräch suchen, und dann eine SYNODE aller europäischer reformkatholiken einberufen. wenn sie euch exkommunizieren, dann werden die meisten menschen, die noch der kirche angehören, mit euch diese kirche verlassen, und eine neue gründen - das ist dann schuld der römer. wenn sie euch gewähren lassen, habt ihr das, was der jurist die "normative kraft des faktischen" nennt, sprich: ihr konfrontiert die kirchenleitung mit tatsachen, die nicht mehr wegzuleugnen sind, und könnt diese - letzte chance - doch noch modernisieren.

Heuchelei!

Es gibt in der Kirche ein klares, bekanntes Regelsystem.
Wer es nicht akzeptabel findet, hat auch dort keine spirituelle Heimat!

Es gibt in der Kirche ein klares, bekanntes Regelsystem.

Blöd halt, dass dieses System z.T. im Mittelalter von schwachsinnigen adeligen MENSCHEN erfunden wurde.

seh ich auch so.

wenn die kirche findet, daß gewisse mitglieder auf anderer ideologischer und/oder ideeller linie agieren, müssen diese umgehend exkommuniziert werden. wozu gäbs sonst die regeln.

die "mitglieder" sind natürlich nicht auf pfarrpersonal beschränkt, sondern umfassen auch alle gläubigen:

wer nicht an die dreifaltigkeit glaubt, daß maria leibhaftig in den himmel aufgestiegen ist, und durch den geplanten tod des gottessohnes die ursünde, verursacht durch gemeinsames obstessen mit einer frau, die menschheit gerettet wurde, sollte ohne aufschub ausgeschlossen werden.

die roten striche kann ich mir nicht erklären.

jede institution basiert auf regelsystemen. und jedes regelsystem ist per se veränderbar. die kirchenregeln haben sich in den letzten 2000 jahren oft verändert. warum sollten sie es heute nicht?

Du meinst das katholische Regelsystem, das beinahe nichts mehr mit den christlichen Grundsätzen zu tun hat?

das regelsystem wird aber immer enger und verstößt gegen den glauben.

und ist nicht mehr mit der lehre christi, und auch nicht mit den früheren regeln der kirche vereinbar. der bischof von rom ist im demokratischen europa erstmals in der kirchengeschichte absoluter herrscher über die katholiken? das unfehlbarkeitsdogma, als häretische anmassung, wird immer weiter ausgelegt? das sind die regeln von irrenden menschen, auch wenn sie sich hohe kirchliche ämter anmaßen.

Glaube und Gehorsam

Meinen Sie Kadavergehorsam, Herr Bischof?

so schaut's also aus,

wenn ein Bischof sich mit seinen Pfarrern auseinandersetzt, die zu 3/4 diese Pfarrerinitiative unterstützen,..... und zwar nicht aus eigennützigen Motiven sondern aus purer Besorgtheit um die Zukunft der r.k. Kirche.
Für den Herr Bischof Küng wäre es wohl besser, keine Maßnahmen zu ergreifen (die wahrscheinlich den Startschuß für die nächste große Austrittswelle bedeuten würden), sondern ganz einfach still und leise zurückzutreten..... ich nehme einmal an, dass er niemandem abgehen würde !?

das lässt sein opus dei nicht zu.

Sie dürften damit wohl recht haben....!?

KÜNG:....."Er wies weiters darauf hin, dass Glaube und Gehorsam "nahe beieinander liegen" und warnte vor einer Haltung des Ungehorsams.".....

Ich weise darauf hin, dass glaube, gehorsam und DUMMHEIT nahe beieinander liegen und warne die MÄRCHEN, die die pfaffen verbreiten, ernst zu nehmen !

KÜNG: "Ich hoffe sehr, dass ich nicht genötigt sein werde, gegen Mitbrüder vorzugehen"

DROHUNGEN, ausgesprochen von einem vertreter eines unbegründbaren kadavergehorsams, der die wahrheit gepachtet hat !

Eine geisteshaltung, die eher einem totalitären system entspricht.

Das was die RKK-"Leitung" vertritt IST ja auch totalitär. Die Pfarrerinitiativer wird sich fatalerweise "die Zähne ausbeißen fürchte ich.
Hat ja schon durchgeklungen dass man die "Rebellen" und die "unwilligen GMs" nicht mehr wirklich braucht.
Die Crux ist halt, man will sich wohl auf die "Willigen" reduzieren, gleichzeitig aber nicht auf -in diesem Fall-unverhältnismäßige-Machtposition in der Gesellschaft verzichten. Eher aus pecuniären Gründen, denk ich.

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