Verlust des Geruchssinns ist unumkehrbar

23. Mai 2012, 18:23
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Nervenzellen werden beim Menschen so gut wie gar nicht mehr erneuert

Wien - Die Nervenzellen des menschlichen Riechkolbens (des Hirnteils, der Riechsinneseindrücke verarbeitet) sind, im Gegensatz zu anderen Säugetieren, schon bei der Geburt vollzählig und werden praktisch nicht mehr erneuert. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung von Wiener Physikern fand heraus, dass, statistisch gesehen, innerhalb von hundert Jahren weniger als ein Prozent der Nervenzellen erneuert wird, während bei Nagetieren sich jährlich im Schnitt jede zweite Nervenzelle neu bildet.

Für die Medizin ist das Ergebnis interessant, weil der Verlust des Geruchssinns oft eine frühe Begleiterscheinung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson ist. (DER STANDARD, 18.5. 2012)

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