Britische Justiz entscheidet am 30. Mai über Assanges Auslieferung

23. Mai 2012, 16:51

Wikileaks-Gründer hält Verfahren für politisch motiviert

Die britische Justiz entscheidet kommende Woche über die Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange nach Schweden. Wie der Oberste Gerichtshof des Landes am Mittwoch mitteilte, wird die Entscheidung am kommenden Mittwoch verkündet. Die Anhörung werde nur etwa zehn Minuten dauern. Sollte das Gericht Assanges Berufung ablehnen, könnte der Gründer der Enthüllungsplattform nur noch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg anrufen.

Ungeschützter Sex ohne  Einwilligung

Assange wird in Schweden vorgeworfen, mit zwei Frauen ohne deren Einwilligung ungeschützten Sex gehabt zu haben. Der Australier weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sie als politisch motiviert. Wikileaks hatte 2010 mit der Veröffentlichung von Depeschen der US-Diplomatie und von geheimen Unterlagen zum Afghanistan- und Irak-Krieg den Zorn Washingtons auf sich gezogen.

Im Februar 2011 hatte die britische Justiz in erster Instanz Assanges Auslieferung an Schweden verfügt. Der 40-jährige politische Aktivist ging daraufhin den Weg durch die Instanzen. Er befürchtet, letztendlich in die USA ausgeliefert zu werden. Assange steht derzeit in Großbritannien unter Hausarrest. (APA, 23.05. 2012)

Was fuer ein Affentanz

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.