China liefert gefälschte Bauteile an US-Rüstungsindustrie

24. Mai 2012, 05:30
  • C-130-Transporter bei der Airshow in Farnborough. Auch in der "Hercules" sind gefälschte Elektroniokkomponenten verbaut.
    foto: reuters/u.s. air force/staff sgt. jerry fleshman/handout

    C-130-Transporter bei der Airshow in Farnborough. Auch in der "Hercules" sind gefälschte Elektroniokkomponenten verbaut.

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    Download: Inquiry into counterfeit electronic parts in the Department of Defense supply Chain (PDF, 1,4 MB).

Nachtsichtgeräte, Raketenabwehr, Transportflugzeuge, Hubschrauber, Artillerie und Panzer betroffen

Ein am Montag veröffentlichter Bericht des Verteidigungsausschusses des US-Senats warnt vor gefälschten Elektronikbauteilen in Rüstungsgütern. Die US-Ermittler forschten 14 Monate lang und konnten 1.800 Fälle belegen, in denen insgesamt eine Million minderwertige Komponenten verwendet wurden.

In hundert genauer untersuchten Beispielen erwies sich, dass 70 Prozent der schadhaften Teile direkt aus China kamen. Zahlreiche andere Bauelemente wurden über Großbritannien und Kanada importiert, stammten ursprünglich aber auch aus China.

Fehlerhafte Speicherchips

Der Bericht kritisiert, dass die Verwendung minderwertiger Teile oft nicht bemerkt werde. Betroffen seien unter anderem Nachtsichtgeräte, Raketenabwehrsysteme, Transportflugzeuge, Hubschrauber der Spezialeinheiten, das lenkbare Artilleriegeschoß "Excalibur" und der Radpanzer "Stryker". Auch in zwei C27-"Spartan"-Transportern des italienischen Herstellers Alenia, die in Afghanistan im Einsatz waren, wurden fehlerhafte Speicherchips gefunden.

Die Ermittler untersuchten, woher die fehlerhaften Bauteile stammten. Da ihnen die Einreise und ein Besuch der Produktionsstätten in China nur unter der Bedingung, sich von einem chinesischen Regierungsvertreter begleiten zu lassen, erlaubt worden wäre, mussten sie sich dabei auf die Aussagen von Geschäftsleuten verlassen.

Thomas Sharpe, dessen Bauteilehandel viele Rüstungsbetriebe beliefert, beobachtete in der Industriestadt Shantou, wie kaputte Elektronikgeräte zerlegt werden. Die Bauteile liegen demnach tagelang im Regen, um Verschmutzungen zu entfernen, dann werden sie abgeschliffen, neu lackiert und mit modernen Druckmaschinen beschriftet.

Chinesen liefern Teile, die es nicht gibt

Um die Zuverlässigkeit der Lieferanten zu überprüfen, bestellten die Ermittler neben aktuellen Materialien auch Bauteile, die seit Jahren nicht mehr lieferbar sind. Außerdem wurden Elemente geordert, deren Codenummern frei erfunden waren. Alles kein Problem, antworteten 396 chinesische, 25 US-amerikanische und 37 Lieferanten in anderen Ländern.

Die gelieferten Elektronikkomponenten wurden dann mit Röntgenstrahlen und Lösungsmitteln behandelt, um ihr Innenleben zu erforschen. Dabei wurde festgestellt, dass oftmals in alten Originalgehäusen minderwertige Halbleiter montiert waren.

Der Bericht empfiehlt, Bauteile vor ihrer Montage auf Unversehrtheit und Rückstände von Lötzinn zu prüfen sowie strenge Qualitätskontrollen einzuführen, um zu verhindern, dass Kriegsmaterial im Einsatz versagt. Außerdem wird kritisiert, dass Rüstungsproduzenten in mehreren Fällen Armee, Marine und Luftwaffe nicht verständigt hätten, als fehlerhafte Komponenten entdeckt wurden. Eine gemeinsame Datenbank für solche Fälle existiert zwar, wird aber kaum verwendet. (bed, derStandard.at, 24.5.2012)

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In Abwandlung eines Lenin-Wortes

Sie werden uns noch den Strick *ab*kaufen, an dem wir sie dann aufhängen werden.

Die Jagd nach dem kleinsten Preis kennt keine Scham und keine Grenzen.

Es ist ja noch schlimmer. Chin. Staatskonzerne basteln Produkte für Router, Firewalls usw mit Hintertürchen, damit es die Staatshacker der chin. Armee leichter haben, in fremde Computersysteme einzudringen. Das passiert so, dass bei Fertigungsaufträgen statt der vom Auftraggeber beigestellten chips exakt gleich aussehende chips mit gezinktem Innenleben eingebaut werden.
http://www.spiegel.de/netzwelt/... 65416.html

hahahahahahahaha!!!!

Ach ja, beim Militär ist es ein Problem

wenn es nur den einfachen Otto Normaltrottel erwischt, dessen Auto wegen versagender Elektronik in die Leitschiene fährt, dann ist das ja nicht der Rede wert.

Dem Otto Normaltrottel ist es aber auch wurscht was das Teil kann wenns nicht zu viel kostet.

Soweit ich mich erinnere

sind die USA und China jetzt nicht die dicksten Kumpels?! Und da kaufen die Amis Teile für ihre Rüstungsgüter allen Ernstes bei ihrem Widersacher um die Weltherrschaft???

Das war schon im II WK so

Es gab zwischen der USA und dem D. Reich den ganzen Krieg über informellen Handel. Die Bomber bomberdierten mit Amilizensen ausgestatteten Flugzeugen und die Deutschen schoss von Plattformen mit Amilizensen zurück. Das nennt man Optimierung des Profits.

Tja, Dummheit hat einen Namen...

versuch doch mal

in einem x-beliebigen Walmart eine nennenswerte Anzahl an Artikel zu finden, die nicht "Made in China" sind.

Damit meine ich ausdrücklich auch die Lebensmittel.

schön, das MADE IN CHINA nicht nur bei mir kaputt geht ...

Schein und Sein

Ein Vorhaben der US-Armee, Uniformen in China zu bestellen wurde von der US Regierung blockiert. Diese Meldung dient nur dazu, Zugang der Chinesen in US zu erschweren. Ähnliche Meldungen gibt es in Europa zu Haufen. Erstaunlich, dass die Chinesen unseren Produkten so positiv gegenüberstehen.

Aussschuss

Verteidigungsausschusses des US-Senats

sozusagen Ausschuss für bzw an den Ausschuss.....

Und die Amis zahlen mit gefakten Schuldverschreibungen die Chinesen!

So!

Ich finde es toll - amerikanisch - wenn man vom möglichen Feind Rüstungsmaterial kauft.

Wie dumm kann man sein und glauben, dass man bestes Material bekommt?

das ist das problem wenn man die industrie nach fernost auslagert.

Das erinnert mich an ein Comic von Franquin:

http://img137.imageshack.us/img137/69... deas35.jpg

;)

gibts nicht, geht nicht ...

Waffen - nun gut. Aber wie stehts dann wohl mit Nahrungsmitteln, die aus China importiert werden?

Knoblauch etwa? ;-)

steilisches kelnöl aus

schina

Um die Zuverlässigkeit der Lieferanten zu überprüfen, bestellten die Ermittler neben aktuellen Materialien auch Bauteile, die seit Jahren nicht mehr lieferbar sind. Außerdem wurden Elemente geordert, deren Codenummern frei erfunden waren. Alles kein Problem, antworteten 396 chinesische, 25 US-amerikanische und 37 Lieferanten in anderen Ländern.

Der war wirklich gut.

Ha ha ha! Echt mal was cooles!

hinter den kulissen der börsen-kooperation von china und den USA bereitet die FI (finanzindustrie) eine weitere eskalation ihres weltbürgerkriegs-projekts vor, eine art "chinesischen frühling". die medien legen täglich neues propaganda-material auf, aber vor china muss noch der iran "demokratisiert" werden, sonst passiert noch was mit dem öl.

wer zum widerstand aufruft, ist antisemit, nazi, verschwörungsfreak. auch dadurch dürfen wir uns nicht mehr einschüchtern lassen. wer wirklich demokratisiert werden muss, wenn wir nicht bis zur kriegsbereitschaft ausgebeutet werden wollen, ist die FI (finanzindustrie).

1% kann nicht über solidarische 99% herrschen.

BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle.

sie erwarten wohl, daß das BGE eingeführt wird, damit sie endlich aufhören, bei wirklich jedem thema für seine einführung zu spammen.

Aber erst muss die Studiengebühr abgeschafft werden. Man will ja schließlich die 20 Jahre seines Studiums nichts von seiner wohlverdienten Grundsicherung hergeben.

100% zustimmung bis auf den letzten satz. der ist für mich nicht die logische konsequenz aus den voran gegangenen.

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