Orange/"3"-Fusion: BWB will EU-Verfahren an sich ziehen

23. Mai 2012, 15:08
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Bundeswettbewerbsbhörde will das gesamte Verfahren behandeln und bis Ende Juni Klarheit zu Yesss!/A1 schaffen

Der Chef der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) Theodor Thanner findet es "nicht gut", dass mit der Übernahme des Mobilfunkers Orange durch "3" (Hutchison 3G) zwei Behörden, nämlich die EU-Kommission und die heimische Bundeswettbewerbsbehörde, befasst sind. Die BWB würde das Verfahren gerne an sich ziehen und werde nächste Woche einen entsprechenden Verweisungsantrag in Brüssel stellen, kündigte Thanner am Mittwoch vor Journalisten an.

Bedenken gegen die Übernahme

Die BWB hat gegen die Übernahme der österreichischen France-Telekom-Tochter Orange durch "3" Bedenken angemeldet, da durch die dabei geplante Abgabe von 750.000 Kunden der Orange-Diskonttochter Yesss! an die Telekom Austria der Marktanteil des Branchenprimus A1 Telekom von 42 auf 47 Prozent steigen würde. Zu diesem Komplex, der in Österreich untersucht wird, solle bis Ende Juni Klarheit herrschen, bekräftigte Thanner. Es wäre aus seiner Sicht "nicht vertretbar", bis Herbst zuzuwarten. Immerhin gehe es um die Neuordnung des Mobilfunkmarkts und damit einhergehend "viele Fragen, die die Konsumenten betreffen". (APA, 23.5.2012)

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