Cafe Rosa nicht mehr besetzt

23. Mai 2012, 14:43
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Veranstaltungen in den kommenden Wochen wie geplant - Pächter für Café-Betrieb weiter gesucht

Wien - Die Besetzung des umstrittenen Studentenlokals Café Rosa in Wien-Alsergrund ist am Mittwoch beendet worden. Nach "langen und intensiven Gesprächen" mit den zuletzt etwa ein Dutzend Besetzern hätten sich diese dazu entschlossen, die Räumlichkeiten zu verlassen, hieß es in einer Aussendung der HochschülerInnenschaft (ÖH) der Uni Wien. Die "aus einer nicht einzugrenzenden Gruppe" bestehenden Personen hätten die ausgetauschten Schlösser wieder zurückerstattet und den Raum gereinigt, so Maria Clar vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien zur APA.

Veranstaltungen

Bereits am Donnerstag soll es einen Filmabend geben, in den nächsten Wochen zwei Veranstaltungen wöchentlich. Wann der Café-Betrieb wieder aufgenommen wird, ist aber weiter unklar. Das komme auf die Verhandlungen mit der potenziellen neuen Pächterin an, die gerade liefen, so Clar. Bis dahin sollen die Räumlichkeiten neben Veranstaltungen auch für die Tätigkeit von Studentenvertretern bzw. für Beratungen offenstehen.

450.000 Euro

Das von einer Exekutive aus Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) und dem Kommunistischen StudentInnenverband - Linke Liste (KSV-LiLi) entwickelte Café Rosa ist seit seiner Eröffnung im Mai 2011 umstritten. Es wurde von der ÖH mit rund 450.000 Euro unterstützt und war unter anderem "antiklerikal" und "antikapitalistisch" ausgerichtet. Wegen wirtschaftlicher Probleme sucht die ÖH seit März einen externen Betreiber und führt dort selbst nur noch inhaltliche Projekte durch. Die Besetzer wollten "die ursprüngliche Idee" des Café Rosa "aufgreifen und erweitern": Es sollte keine fixen Preise geben und jeder selbst entscheiden, was er "beitragen kann und will". (APA, 23.5.2012)

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