Knopfdilemma

  • Wieder ein Knopf lose, obwohl die Hose fast neu ist.
    foto: derstandard.at/ped

    Wieder ein Knopf lose, obwohl die Hose fast neu ist.

  • Das hält: Wirklich Nützliches aus dem Schulunterricht.
    foto: derstandard.at/ped

    Das hält: Wirklich Nützliches aus dem Schulunterricht.

Warum ist es Modefirmen von billig bis teuer heutzutage nicht möglich, einen Knopf an einem Kleidungsstück so anzunähen, dass er auch hält?

"Pling!" Erschrocken schaut man dem Knopf der neu gekauften Hose nach, der glücklicherweise nicht in, sondern neben der Toilette landet. Nach kurzer Erleichterung steigt der Ärger hoch: wieder einen Knopf verloren. Wieder muss das Nähzeug herausgeholt werden und man darf sich auf die Suche nach einem farblich halbwegs passenden Nähgarn machen.

Warum schaffen es die diversen Bekleidungshersteller nicht, Knöpfe alltagstauglich zu befestigen, und warum hat man das Gefühl, dass das immer schlimmer wird?

Das Problem betrifft bei weitem nicht nur Billigstmarken. Auch der Mantel um mehrere hundert Euro lässt nach einigen Malen Tragen die Knöpfe weit herunterhängen, und da sind es dann gleich wirklich viele. Am coolen Sakko einer trendigen, nicht unbedingt preisgünstigen Jeansmarke ist ein Knopf schon vor dem ersten Tragen so lose, dass man gleich zur Nadel greifen darf.

Da ergibt es wirklich Sinn, dass heutzutage Mädchen und Buben in der Volksschule im Handarbeitsunterricht eifrigst Knöpfe annähen müssen. Denn wir wissen doch: Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. (red, derStandard.at, 27.6.2012)

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