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TA-Chef Hannes Ametsreiter und Finanzvorstand Hans Tschuden wollen das Verlustjahr 2011 abhaken, das vom Korruptionsskandal überschattet war. "Jeder blickt lieber in die Zukunft als in die Vergangenheit, wir ganz besonders", so Ametsreiter. Man habe Lehren aus den Fehlern der ehemaligen Kollegen gezogen, versicherte Tschuden bei der heutigen Hauptversammlung in der Wiener Stadthalle. Unter dem "medialen Tsunami" hätten auch die Aktionäre gelitten, 2012 wolle er sich voll auf das operative Geschäft konzentrieren, so der Finanzchef.
Eigenkapital im Vorjahr geschmolzen
Aber auch finanziell hatte man bei der Telekom wenig zu lachen: Das Eigenkapital sei im Vorjahr geschmolzen, dennoch sprach Tschuden, von einer "soliden Eigenkapitalbasis". Die Nettoverschuldung der Telekom habe um 75 Mio. Euro vor allem wegen der drei Akquisitionen zugelegt. Als Kernelemente der Finanzierungsstrategie bezeichnete Tschuden die Beibehaltung der zwei Ratings der Telekom bei Moody's und bei S&P.
Den Verlust 2011 in Höhe von 253 Mio. Euro führte Tschuden vor allem auf "zwei Sondereffekte" zurück, das Engagement in Weißrussland sowie die Personalstruktur des Unternehmens. Allein diese zwei Ereignisse belasteten das Ergebnis mit 480 Mio. Euro. Die Ausschüttung der Dividende von 38 Cent für 2011 trotz eines Verlustes verteidigte Tschuden damit, dass dieser wie schon erwähnt auf die Sondereffekte zurückzuführen sei, die nicht Cash-wirksam waren. Darüber hinaus habe man einen starken Cash-Flow sowie eine solide Eigenkapitalquote, die bei 49 Prozent liege. Die Dividende sei leistbar und gerechtfertigt.
Umsatzsteigerungen
Bis 2013 soll die Telekom 130 Mio. Euro zusätzlichen Cash-Flow generieren. Dazu habe man 75 Maßnahmen definiert. 90 Prozent dieser Maßnahmen seien bereits im ersten Quartal 2012 initiiert worden. So sollen etwa 30 Prozent aus Umsatzsteigerungen kommen, 55 Prozent aus dem Kostenmanagement. Für heuer seien 40 Mio. Euro Cash-Flow-Plus eingeplant, berichtete Tschuden. Für 2012 will die Telekom ihren Umsatz auf 4,4 Mrd. Euro steigern und einen bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBIDTA) von 1,5 Mrd. Euro erwirtschaften. (APA,23.05. 2012)
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