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vergrößern 800x534So sieht die Beta-Version der NZZ um 12.55 Uhr aus.
Die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) will mit einer völlig neuen Struktur die "Quadratur des Kreises" schaffen, wie es Peter Hogenkamp, Leiter Digitale Medien der NZZ, in einem Interview mit dem Schweizer Branchenmedium persoenlich.com formuliert. Nämlich trotz Implementierung einer Paywall soll die Reichweite erhöht werden.
Wie bereits berichtet befindet sich die NZZ in einem Konvergenzprozess. Die Print- und Onlineredaktion wurde zusammengelegt, die neue Webseite wird derzeit in einer Betaversion getestet - und parallel zur Hauptseite geführt. Eine Bezahlschranke soll ab Herbst in Etappen installiert werden.
Bei der Beta-Version der NZZ-Seite, die kürzlich "live" gegangen ist, setzt Hogenkamp auf das Feedback der User: "Wir stellen sehr bewusst ein fast fertiges Produkt zum Testen ins Netz." Ein Produkt, das bereits vor einigen Wochen hätte online gehen sollen. Technische Probleme führten zur Verzögerung. Fehler nimmt er aber auch jetzt in Kauf: "Es geht nicht um Perfektion versus Schlamperei, sondern um eine Geisteshaltung, die auch beinhaltet, wie ernst man seine Nutzer nimmt", sagt er gegenüber persoenlich.com.
Ein-Marken-Strategie
Das Ziel der Zusammenlegung von Print und Online sei die Etablierung einer "einzigen Marke". Die Strategie? "Wir publizieren auf jedem Kanal den gleichen hochwertigen Inhalt. Dass auf NZZ Online andere Inhalte zu finden sind als in der Zeitung, wird es künftig nicht mehr geben." Die Marke "NZZ Online" werde verschwinden.
Wie das Zusammenspiel im täglichen Redaktionsgeschäft funktionieren soll, erläutert er folgendermaßen: "Nach einem aktuellen und vor allem unerwarteten Ereignis wird man wohl nach wie vor eine Agenturmeldung verwenden müssen, aber das geht allen gleich. Wo wir uns differenzieren wollen, ist, dass dann der Dossier-Experte in der neuen konvergenten Redaktion eine Stunde später einen vertiefenden Artikel oder einen Kommentar in NZZ-Qualität schreibt." User werden die Seite nicht primär aufgrund der Aktualität frequentieren, sondern weil es Hintergrundinformationen zu lesen gibt, so der Plan.
Die Paywall soll in Etappen kommen, verrät Hogenkamp. In einem ersten Schritt, der im Sommer erfolgen soll, werden die User aufgefordert, sich zu registrieren. Nach einem Informationsprozess über Bezahlmodelle soll die "gestaffelte Bezahlpflicht", so Hogenkamp, nach dem Sommer eingeführt werden. Wie das Modell genau aussehen wird, sagt er nicht, nur so viel: "Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass wir die Reichweite trotz Paywall halten und mittelfristig wegen des deutlich ausgebauten Angebots sogar steigern wollen. Wir wollen die Reichweite erhöhen bei den Gelegenheitsnutzern, nur die Intensivnutzer sollen zahlen." (om, derStandard.at, 23.5.2012)
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lieber als das gegenwaertige mittelpraechtige Gratisangebot. Sehr viele Artikel sind - von der APA - schlecht uebersetzte Reuters oder AP Meldungen.
Die Wissenschafts-Beitraege sind eine Katastrophe.
Es gibt auch Schmankerl. Z.B. Die Live-Uebertragung vom Tierschuetzerprozess. Es verirrt sich auch ab und zu ein kluger Kopf wie Prof. W. Schachermayer in den Standard und schreibt einen Kommentar.
Die Printausgabe ist fuer mich sinnlos, da sie sehr spaet mit der Post kommt.
In der jetzigen Qualitaet wuerd ich aber nix zahlen, solange man an die Originale von AP und Reuters gratis rankommt.
dass das Angebot zu 80% aus Agenturmeldungen bestand und nur ein Bruchteil der redaktionellen Qualitätsbeiträge aus der Print-NZZ dort zu finden waren. Deswegen habe ich dort eher selten vorbeigeschaut.
Das wollen sie ja jetzt offenbar anders machen. Werden ich mir auf jeden Fall ansehen. Ob ich dann bereit bin, dafür Geld auszugeben, hängt stark davon ab, wie das konkret gestaltet wird (Registrieungspflicht, unkomplizierte Zahlkungsabwicklung, längerfristige Verpflichtungen etc.).
Aber beim Standard gibt es eine ganze Menge guter redaktioneller Artikel im Webangebot, deutlich mehr als bei nzz.ch bisher und den meisten anderen deutschsprachigen Newsportalen. Es gibt ja einen Grund, warum ich als bekennender Piefke hier regelmäßig vorbeischaue.
faz.net ist auch ganz OK, kommt aber an den Standard nicht ran. sueddeutsche.de ist eine Katastrophe. Und SPON ist ein spezielles Kapitel...
na dann sollten sich auch dazu bereit sein, dafür etwas zu zahlen. die gratis-kultur im onlinejournalismus ist die größte fehlentwicklung der medienbranche. mutige player, die das risiko eines massiven einbruchs von reichweiten und werbeerlösen in kauf nehmen, um diese fehltentwicklung entgegenzusteuern, sollten deshalb von aufgeklärten konsumenten deshalb aktiv unterstützt. vorausgesetzt natürlich, dass die journalisitische qualität stimmt, was bei der nzz bisher aber immer der fall war.
hoffentlich wird es dann bei google-news nicht mehr aufscheinen wenn man bezahlen muss
aergert mich immer wenn man eine schlagzeile anklickt und den aertikel nicht lesen kann ohne vorher zu bezahlen wie oefters passiert beim hamburger abendblatt - allerdings in letzter zeit wieder mehr frei zugaengig.
ansonsten hat die nzz oft recht guten journalismus obwohl es das parteiblatt der freisinnigen ist
Und dann schreiben sie über Standard und Presse? Es gibt in Österreich keine Zeitung, die man als Qualitätszeitung bezeichnen könnte. Man liest die genannten Zeitungen, weil es halt für Österreich nix besseres gibt, aber gleichzeitig ist einem immer bewusst, wie viel schlechter sie doch sind, als ausländische deutschsprachige, echte Qualitätszeitungen.
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