Neue Geschäftsidee: Die Scheidungsfrisur

23. Mai 2012, 17:04
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Im Hochzeitsmonat Mai setzt eine Wiener Coiffeuse auf Scheidungsfrisuren: "Endlich können sich Frauen auf ihrem Kopf so ausleben, wie sie es immer schon wollten"

Frauen stürmen den Frisiersalon. "Ich möchte bitte eine Scheidungsfrisur." - "Und ich eine Trennungsfrisur." So oder ähnlich erlebt "Intercoiffeur Katharina Strassl" die Aufträge ihrer Kundinnen im Mai und bewirbt in ihrer aktuellen Presseaussendung die neue geschäftsträchtige Alternative zu Hochzeitsfrisuren gleich mit dem Holzhammer.

"Nicht nur tout Hollywood schwört im Trennungsfall auf die Künste der Hairstylisten; auch bei Katharina Strassl geht es im Wonnemonat Mai mehr um postoperative Scheidungs- denn um romantische Hochzeitsfrisuren", berichtet sie "aus dem Alltag" und stellt gar eine "Hochblüte für Scheidungs- und Trennungsfrisuren" fest.

In ihrer langjährigen Stylistinnen-Tätigkeit habe sie beobachten können, wie sich Frauen nach dem Beziehungsende verhalten: "Endlich können sie sich auf ihrem Kopf so ausleben, wie sie es immer schon wollten, ohne dass der Mann hier ein Wörtchen mitreden kann. Zeitnah nach dem Scheidungsrichter landen sie auf meinem Stuhl und wir besprechen, wie es jetzt haartechnisch weitergeht."

Kein Haarschnitt für Frauen in Rage

Der Beruf des Stylisten bedingt also nicht nur ein gewisses Maß an psychologischer Kompetenz, auch Härte ist zuweilen angesagt. Frauen in Rage werden von Katharina Strassl und ihrem Team nämlich unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt: "Frauen, die wütend zu uns in den Salon schneien und sich über die neue Freundin des Ex-Partners ärgern und ihm jetzt mal zeigen wollen, was sie an ihnen verloren haben, sind noch nicht so weit. In dieser Zeit werden oft Dinge gemacht, die sie dann später schwer bereuen."

Also, Frauen, hier kommt die Botschaft nach der Trennung im Mai: Ergreift die Chance, euch endlich auf eurem Kopf ausleben zu können, aber Achtung: Haare ab bedeutet nicht unbedingt, dass der untreue Ex erkennt, was er verloren hat. (red, derStandard.at, 23.5.2012)

Geht's noch? / Geht doch! gibt auf subjektive Art und Weise Freude und Leid im Alltag der Lifestyle-Redaktion beim Essen, Trinken & Einkaufen wieder.

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    Die Trennung ist da, die Haare müssen ab. Wütende Frauen müssen allerdings warten.

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