Leistungsbilanz der Eurozone dreht ins Plus

23. Mai 2012, 11:13

Frankfurt - Die Leistungsbilanz des Euroraums ist ins Plus gedreht. Nach einem Defizit von revidiert 1,2 Mrd. Euro im Vormonat habe es im März nach bereinigten Daten einen Überschuss von 9,1 Mrd. Euro gegeben, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) mit.

Das Defizit im Vormonat war zunächst mit 1,3 Mrd. Euro angegeben worden. Die Überschüsse in der Handels-, Dienstleistungs- und Einkommensbilanz legten den Angaben zufolge zu. Dagegen weitete sich das Defizit der Übertragungsbilanz leicht aus. (APA, 23.5.2012)

"Leistungs"Bilanz" geht dann hinauf, wenn es (den meisten) schlecht geht:

die beste "Leistungs"Bilanz" hatten die SüdStaaten damals (im CottonBelt = BibleBelt = BlackBelt) mit kostenlosen SklavInnen.

Aber auch sibirische Gulag"Straf"Lager liegen mit ihrer "Leistungs"Bilanz" nicht schlecht, schon weil kaum Kosten anfallen.

Und Griechenland natürlich ... hei das wird ein Fest.

Also:
* weniger Wert den Menschen,
* "Wirtschafts"Standort" statt MenschenWelt,
* mehr Macht den Banken und Investoren,
* mehr Häfen,
* mehr Prison Industrial Complex,
http://en.wikipedia.org/wiki/Pris... al_complex
bzw. in Deutsch übersetzt:
http://translate.google.com/translate... ex&act=url

Sowohl die Verschuldung

als auch die Leistungsbilanz sind in der Eurozone besser als in den USA...
Warum ist dann die USA in geringeren Schwierigkeiten?

Es gibt in den USA anscheinden den Zukunftpessimismus nicht, der in Europa jetzt zur Self fullfilling Prophecy wird.

Meiner Ansicht nach hauptsächlich aus politischen Gründen.

In Europa gackern die ganzen nationalen Leitgockel durcheinander und jeder möchte seine eigenen Interessen durchsetzen. Dazu kommt noch die Bevölkerung, die die EU auch noch nicht wirklich als Einheit sieht.

In Europa mangelt es einfach an Zusammenhalt. In den USA schreit wohl kaum jemand, dasss ein Bundesstat aus den USA und dem Dollar rausgeworfen werden soll, wenn der pleite geht.

völlig richtig - und dazu kommt, dass die USA nicht in geringeren Schwierigkeiten sind - nur solange die FED genügend Staatsanleihen kauft, können die Leute die Augen vor den Schwierigkeiten verschließen.

Verschließen die USA wirklich so sehr die Augen vor Schwierigkeiten?

Im Energiebereich spielt sich derzeit Interessantes ab. Schiefergas und Schieferöl werden zügig erschlossen. Auf das Leistungsbilanzdefizit der Amis wirkt sich das auf alle Fälle positiv aus. Manche sind überoptimistisch, träumen von der Energieautarkie der USA.

Europa? Schläft süß, abgesehen von ein paar Alpträumen, die von irgendwelchen brennenden Wasserhähnen handeln, von denen man uns erzählt hat.

Das ist schon klar. Ich glaub aber trotzdem, dass die USA insgesamt stabiler dastehen.

Ich kann mich mich noch an die Zeit *vor* dem Platzen der US-Immo-Blase erinnern. Davor gewarnt wurde ja genug - aber manche waren auch so schadenfroh und haben mit einem Kollaps der USA beim Platzen der Blase gerechnet. Klar sinds auch ins Straucheln geraten, aber die USA stehen jetzt trotzdem etwas stabiler da als EU. Nein, nicht wegen der tatsächlichen Wirtschaftsdaten, sondern weil man den USA beim Verrücktspielen von Märkten eher zutraut kreativ gegenzusteuern. Und der Aussenwert des Dollars war den Amis immer schon relativ egal.

Der Außenwert ist den Amerikanern egal, weil der USD (noch) Reservewährung ist und sie daher unabhängig vom Wert Devisen kriegen und Rohstoffe erschwinglich sind. Das wird sich definitiv ändern.

Die Verschuldung der USA (staatlich, privat, Industrie, Finanzdienstleister, "off-balance" Sozialversicherung) ist hochdramatisch. Die USA kann das durch Steuererhöhungen in den Griff kriegen - das wird aber zu einer weiteren Rezession, wenn nicht gar Depression führen.

Insofern steht sie leider nicht so stabil da...

Der relativ hohe Aussenwert ist aber für die USA nicht nur von Vorteil. Seit Jahrzehnten ist die Leistungsbilanz der USA jetzt schon negativ.

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