Dell enttäuscht Börse mit Rückgang bei Umsatz und Gewinn

23. Mai 2012, 11:04
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Der einst weltgrößte PC-Hersteller kann Talfahrt nicht stoppen

Der PC-Hersteller Dell hat mit seinen neuen Quartalszahlen die Börse enttäuscht. Nachdem Umsatz und Gewinn sowie die Prognose für das laufende Vierteljahr schwächer als erwartet ausgefallen waren, fiel die Aktie am Dienstag nachbörslich um mehr als elf Prozent.

Weniger Gewinn

Der Gewinn von Dell war in dem Anfang Mai abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um ein Drittel auf 635 Millionen Dollar gefallen. Der Umsatz schrumpfte um 4 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar, wie das US-Unternehmen nach Börsenschluss mitteilte.

Dell macht wie auch anderen PC-Herstellern die schwache Nachfrage von Verbrauchern zu schaffen, die viel lieber zu Smartphones und Tablet-Computern greifen. Im Fall von Dell kommt hinzu, dass sich der Konzern schlechter als seine Rivalen im Geschäft mit Unternehmen schlägt. Nach Zahlen der Marktforscher von Gartner verlor Dell im ersten Quartal dieses Jahres den zweiten Platz auf dem Weltmarkt an den chinesischen Anbieter Lenovo. Hewlett-Packard hält sich an der Spitze.

Gegenwind

Die Prognosen von Dell verheißen der PC-Branche auch für die kommenden Monate harten Gegenwind. Die Kunden seien nach wie vor dabei, auf das aktuelle Microsoft-Betriebssystem Windows 7 umzusteigen, hieß es nach Zahlenvorlage. Daher könnte der erhoffte Schub für das Geschäft durch das für Herbst erwartete Windows 8 eventuell auch ausbleiben. Für das laufende Vierteljahr rechnet Dell mit einem Umsatzzuwachs von zwei bis vier Prozent im Vergleich zum ersten Geschäftsquartal. Auch das war weniger als Analysten erwartet hatten.

Einst war Dell selbst der weltgrößte PC-Hersteller, doch aktuell fällt das Unternehmen immer weiter zurück. Dell setzte später als seine großen Rivalen auf das Geschäft mit Dienstleistungen, in dem man gutes Geld verdienen kann, auch wenn die PC-Verkäufe nicht so gut laufen. Auch zuletzt machte der Service-Bereich nur gut ein Fünftel der Erlöse aus. Er legte um ein Prozent zu, während das Geschäft mit Geräten um fünf Prozent zurückging. Inzwischen weitete der Konzern das Angebot auf Netzwerk-Ausrüstung und Speichertechnik aus. (APA/dpa, 23.05. 2012)

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