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Wien - Jeden Tag verschwinden in Österreich 15 Hektar Äcker und Wiesen, weil auf ihnen Wohn-, Industrie- oder Gewerbegebiete gebaut, Straßen asphaltiert oder Bahngleise verlegt werden, kritisierten Dienstagabend Bauernvertreter in Wien. Den deutschen Bauern gingen auf diese Weise täglich rund 90 Hektar landwirtschaftliche Fläche, umgerechnet 120 Fußballfelder, verloren.
Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski fordert dazu auf, mit Boden sorgsamer umzugehen und spricht sich für eine Bund-Länder-Vereinbarung aus. Alte Industriegelände sollten zu Ackerland umfunktioniert werden, Gemeinden müssten zusammenarbeiten. Nicht in jeder Gemeinde müsse ein Sportplatz oder eine Kulturhalle stehen. Auch sei die Dichte an Einkaufszentren auf der grünen Wiese so hoch wie nirgends sonst. "Ob man das braucht, ist zu hinterfragen", sagte Wlodkowski.
Stromgewinn gegen Landverlust
Unterstützung bekommt Wlodkowski von Gerd Sonnleitner, Präsident des Europäischen und Deutschen Bauernverbandes, der für seine Zunft mit dem populistischen Slogan "Stoppt den Flächenfraß" in die Bresche springt. Denn auf versiegelter Fläche wachse kein Getreide. Da landwirtschaftliche Flächen ohnehin begrenzt seien, schmerze die Energiewende in Deutschland zusätzlich, sagte Sonnleitner. Pro Kilometer neuer Stromtrasse würden fünf bis sieben Hektar Boden hergenommen.
Den Einwand, dass Bauern auch Nutznießer waren, indem sie Äcker verkauften, ließ Sonnleitner nicht gelten. "Die Hälfte des Verlustes der Flächen in Deutschland war nicht freiwillig - und darüber hinaus mit mittelmäßiger Entschädigung", verteidigte er seine Branche. Auch Wlodkowski räumte ein, dass viele Bauern nicht verkaufen wollten. Gerade wenn es um die Errichtung einer 380-kV-Leitung ging, seien Bauern zum Verkauf gezwungen worden. Aber auch bei Gastrassen oder bei Verkehrsprojekten.
Bebauung halbieren
Während man in Österreich zunächst einmal eine "Bewusstseinsbildung in Gang setzen" will, sind die deutschen Bauern schon viel weiter. Nach der Unterschriftensammlung für eine Petition und einer Rede im Deutschen Bundestag im Mai, die laut Sonnleitner bei allen Parteien auf Zustimmung stieß, geht es nun in die parlamentarische Beratung.
Seit 1992 seien in Deutschland 820.000 Hektar verloren gegangen. In Österreich waren es in den vergangenen 20 Jahren 110.000 Hektar. Als Opfer dieser Entwicklung sehen sich nicht nur die Landwirte, sondern auch die Österreichische Hagelversicherung, die durch den Verlust an Fläche einen Verlust an Versicherungsgegenständen verzeichnet.
Eine Petition wie in Deutschland strebt Wlodkowski nicht an. Er wolle nichts verhindern, sondern dazu aufrufen, mit Ackerland vorsichtiger umzugehen. In den nächsten Jahren müsse es möglich sein, die Bebauung von Boden zu halbieren, sprich auf 7,5 Hektar pro Tag. Im Raumordnungskonzept sei die Reduktion des Bodenverbrauchs bereits vor zehn Jahren definiert worden. Bis 2010 hätte die Flächenversiegelung auf 1 Hektar pro Tag gesenkt werden sollen. (APA. 23.5.2012)
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Die oesterreichische Landwirtschaft lebt groesstenteils von Subventionen: Je mehr sie schrumpft desto besser fuer Oesterreich!
Bei uns gilt:
Wirtschaftswachstum nur mit Bevölkerungswachstum zu erreichen!
Wirtschaftswachstum nur mit "auf Pump" finazieren zu erreichen.
"Auf Pump" finanzieren (Gemeinden) mithilfe von Bevölkerungswachstum (bringt ja Steuerzahler,Förderungen)
Aber weder Österreich, noch Europa noch die Welt ist unendlich groß!
erstens ist die öseterreichische bevölkerung nicht wirklich gewachsen, zweitens brauch ich diese art des wachstum nicht, wer braucht schon positive rückkopplungseffekte, die von psychosozial gestörten individuen forciert werden.
also welche argumente haben sie noch für diese dermassen stupiden landverschandlungs und lebensraumvernichtungsaktionen?
Die Warnungen sind berechtigt.
Im Hinblick auf steigende Energiepreise und davon stark betroffene Preise für Kunstdünger und somit Lebensmittel ist eine Erhaltung von möglichst viel guter Anbaufläche ein sehr wünschenswertes gesellschaftliches Ziel. Ein dagegen gerichtetes Handeln stellt eine Fahrlässigkeit dar, die wahrscheinlich mit viel Leid und Not bezahlt werden wird.
Straße werden sogar von den Bauern gerne genutzt. Und Stromleitungen sind im Gegensatz zu allem anderen was wir sonst durch die Landschaft bauen, tatsächlich so gut wie keine Fläche.
Von den Stromleitungen werden wir übrigens noch sehr viel mehr brauchen, wenn "unsichere" Quellen wie Wind und Sonne zunehmen.
Wachstum und Fortschritt sollten wir nicht verhindern und können wir auch gar nicht.
Wenn Sie das Wachstums-Dogma verteidigen brauchma eh nicht weiter diskutieren.
Wachstum bedeutet heutzutage Zerstörung von Gemeingut zugunsten weniger. Jedes neue Kraftwerk ist erstmals eine Verminderung der Lebensqualität. Da sollten wir schon überlegen, obs einen entsprechenden Gegenwert gibt, statt stur das Wachstumsdogma runterzubeten.
Und bei den Windparks, die ich kenne, wurden in den letzten Jahren Felder zusammengelegt, sprich es waren schon mehr Straßen vorhanden als die heutigen Bauern brauchen.
Ich sehe hier kein Dogma sondern eine Notwendigkeit, solange die Bevölkerung der Erde so stark wächst und alle in Wohlstand leben wollen.
Ja, wir sind viel zu viele Menschen auf der Erde, aber wir hier in den wohlhabenden Ländern haben das Bevölkerungswachstum eh im Griff. Es wandern aber viele Leute zu und die wollen auch leben.
Das Wachstum in der Vergangenheit hat dazu geführt, dass wir heute Wohlstand haben und nicht ein großer Teil der Bevölkerung in Armut und Hunger lebt. Dieses Erfolgsmodell hat die ganze Welt verdient. Wer das nicht haben will, kann sich gerne zurückziehen, aber niemand hat das Recht, anderen vorzuschreiben, sie dürften nicht so leben wie wir.
Meine Meinung kundtun und wählen darf ich aber schon noch?
Wenn sich Umstände ändern, ist ein System das in der Vergangenheit gut war, nicht notwendigerweise heute auch noch gut.
Das Wachstum das bei uns heutzutage propagiert wird, bringt Profit für wenige und Umweltzerstörung für alle.
"Als Opfer dieser Entwicklung sehen sich nicht nur die Landwirte, sondern auch die Österreichische Hagelversicherung, die durch den Verlust an Fläche einen Verlust an Versicherungsgegenständen verzeichnet."
den verlust von unbebauter fläche kann man nicht ganz verhindern.
was es aber bräcuhte wäre eine österreichweite raumordnungskompetenz.
derzeit kann ja jede gemeinde ihren eigenen flächenwidmungsplan erstellen und per freunderlwirtschaft in bauland umwidmen was und wo sie wollen.
zersiedelung kann man so nicht verhindern.
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